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            <title>Grüne Jugend Dortmund: Wahlprogramm Grüne Dortmund: Kapitel</title>
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                <title>Grüne Jugend Dortmund: Wahlprogramm Grüne Dortmund: Kapitel</title>
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                        <title>A8: NEU: Junge Menschen zum Bleiben bewegen</title>
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                        <author>Hannah</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>JUNGE MENSCHEN ZUM BLEIBEN BEWEGEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die große Gruppe junger Erwachsene in Dortmund unterscheidet sich mit ihren Bedürfnissen klar von den älteren. Junge Menschen befinden sich meist noch in ihrer Berufsausbildung oder am Anfang ihrer beruflichen Karriere. Ihre zukünftige Entwicklung hängt wesentlich von den jetzigen Gegebenheiten ab. Wir wollen, dass Dortmund ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort für Junge Menschen wird, dazu gehören neben entsprechenden Arbeitsmarktchancen insbesondere auch Kultur- und Freizeitangebote. Kinder des Ruhrpotts und Menschen, die für Ihre Ausbildung zu uns kommen, sollen Dortmund als Heimatstadt erleben und gestalten. Junge Menschen werden die Geschicke Dortmunds zukünftig mitbestimmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Strukturwandel vorantreiben und berufliche Perspektiven schaffen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Strukturwandel im Ruhrgebiet ist noch nicht abgeschlossen. Es gilt dabei insbesondere junge Menschen mit ihrem technischen Know-How und neuen Denkansätzen in die Realisierung des Strukturwandels mit einzubeziehen, um die Zukunftsfähigkeit Dortmunds zu sichern. Ausgebildeten Fachkräfte aus den Hochschulen, Berufsschulen und Universitäten sollen im Ruhrgebiet Berufschancen geboten werden, damit sie die Zukunft Dortmunds gestalten und nicht abwandern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wohnraum für Junge Menschen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am Wohnungsmarkt konkurrieren junge Menschen mit älteren erwerbstätigen Menschen um Wohnraum. Insbesondere bei knappen Mengen werden Menschen mit geringem Einkommen verdrängt. Dem gilt es politisch etwas entgegenzusetzen. Für Studierende, Menschen in Ausbildung und junge Berufsanfänger sollen ausreichende Mengen bedarfsgerechten Wohnraums bereitgestellt werden. Falls entsprechende Räume nicht verkehrsgünstig liegen, sollen sie mit neuen ÖPNV-Angeboten erschlossen werden. Dies gilt auch insbesondere für Nachtbusverbindungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kultur und Nachtleben fördern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Junge Menschen legen Wert auf eine vielseitige Freizeitmöglichkeiten. Nicht nur der BVB ist ein wesentliches Stück Kultur, auch die Kunstszene, verschiedenste Sportarten und das industrielle Erbe prägen die Stadt. Die Stadt sollte sich verstärkt selbst als Akteurin der freien Kunst und Kulturszene einbringen und demonstrieren, wie wichtig der Erhalt dieser Kultur für ihre jungen Mitbürger*innen ist. Dazu gehört auch der Schutz der Kneipenkultur, insbesondere in der aktuellen Coronapandemie. Die Einrichtung einer Nachtbürgermeisterin oder eines Nachtbürgermeister, zur Vernetzung der verschiedenen Akteure des Dortmunder Nachtlebens, gilt es dafür zu prüfen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 29 May 2020 16:47:44 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7: A4: GRÜN IST ... DIE ZUKUNFT!</title>
                        <link>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/A4_GRUeN_IST_____DIE_ZUKUNFT-62256</link>
                        <author>Stefan Rath (KV Dortmund)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün ist ... die Zukunft<br>
...wie wir Dortmund mit guter Bildung, nachhaltiger Wirtschaft und einer<br>
handlungsfähigen Verwaltung zu einer Stadt von morgen machen wollen...</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inhalt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Kinder und Jugendliche</strong><br>
1.1 Unterstützung von Kindern und Familien<br>
1.2 Selbstbestimmte Kindheit und Jugend<br>
1.3 Queer dir deine Welt<br>
1.4 Nachhaltige Unterstützung Jugendlicher</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.Vorschulische Bildung und Erziehung</strong><br>
2.1 Ausbau der Betreuungsplätze<br>
2.2 Qualität in der Betreuung<br>
2.3 Unterstützung des Personals in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Schule und Bildung</strong><br>
3.1 Stärkung der Dortmunder Schullandschaft<br>
3.2 Gute Schulen in Dortmund<br>
3.3 Gerechte Schulen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Wirtschaft und Beschäftigung</strong><br>
4.1 Die Märkte der Zukunft sind grün<br>
4.2 Infrastruktur als Standortfaktor für Unternehmen und Arbeitskräfte<br>
4.3 Gründungen fördern – Wirtschaft fördern<br>
4.4 Gute Arbeit schaffen, Ökonomie und Gemeinwohl verbinden<br>
4.5 Die Potenziale der Metropole Ruhr nutzen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stadt und Verwaltung</strong><br>
5.1 Bürger*innen-nahes Dortmund<br>
5.2 Die Stadt als attraktive Arbeitgeberin<br>
5.3 Gemeinwohl ist ein Wirtschaftsfaktor<br>
5.4 Haushalt – Handlungsfähig und zukunftsfest<br>
5.5 Faire Kommune<br>
5.6 Digitalisierung – aktiv, nachhaltig, für den Menschen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Transparenz, Demokratie, Mitsprache und Beteiligung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Kinder und Jugendliche</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kinder und Jugendliche sind der wichtigste Teil unserer Gesellschaft, sie sind<br>
unsere Zukunft. Jedes Kind, jeder Jugendliche hat das Recht auf Förderung zur<br>
Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit und auf den bestmöglichen Schutz<br>
durch Staat und Gesellschaft.<br>
Gerechte Chancen für alle, Bekämpfung von Armut, Freiräume für eine<br>
selbstbestimmte Entwicklung, Beteiligungsmöglichkeiten an der gemeinsamen<br>
Entwicklung unserer Stadt – das stellen wir in den Mittelpunkt unserer Politik<br>
mit und für Kinder, Jugendliche und ihre Familien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.1 Unterstützung von Kindern und Familien</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Kinder und Familien findet der Alltag unter vielfältigen Voraussetzungen<br>
statt. In Dortmund ist z. B. jedes dritte Kind unter 15 Jahren von Armut<br>
betroffen oder von Armut bedroht. Kinderarmut geht einher mit einem höheren<br>
Gesundheitsrisiko, geringerer Teilhabe sowie geringeren Bildungs- und<br>
Zukunftschancen. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, auf Dazugehören, auf<br>
Bildung, soziale Sicherheit und freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Armut<br>
steht diesen Rechten oft im Weg: Kinder können ihren Hobbies nicht nachgehen,<br>
weil z. B. die Sportausrüstung zu teuer ist. Kinder meiden die Geburtstagsfeier<br>
von Freund*innen, weil das Geld für ein Geschenk nicht reicht. Armut ist nicht<br>
nur das „sich nicht leisten können“, sondern leider auch viel zu oft das „nicht<br>
mitmachen können“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bekämpfung von Kinderarmut</strong><br>
Jedes Dritte Kind unter 15 Jahren ist in Dortmund von Armut betroffen oder<br>
bedroht. Wir setzen uns dafür ein, diesen unerträglichen Zustand nachhaltig zu<br>
verändern. Auf Bundesebene fordern wir die Schaffung einer eigenständigen und<br>
angemessenen Kindergrundsicherung, die vorhandene Leistungen bündelt und sie<br>
unbürokratisch auszahlt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ungleiches ungleich behandeln</strong><br>
Die Bekämpfung von Armut und insbesondere von Kinderarmut ist und bleibt für uns<br>
ein vorrangiges Ziel der Dortmunder Stadtentwicklung. Wir setzen uns ein für<br>
eine Stadt, in der Kinder und Jugendliche nicht aufgrund ihrer (sozialen)<br>
Herkunft benachteiligt sind. Wir wollen die sehr unterschiedlichen<br>
Ausgangsvoraussetzungen vieler Kinder verbessern und angleichen. Dazu ist es<br>
unter anderem notwendig, den vorhandenen Zusammenhang zwischen Armut und<br>
Bildungsungerechtigkeit aufzubrechen. Das beginnt schon in der Kita und setzt<br>
sich in den Schulen fort. Bei der Schaffung von Bildungsgerechtigkeit muss<br>
Ungleiches ungleich behandelt werden. Deshalb müssen Gelder und Ressourcen<br>
effektiver in den Kitas und Schulen gebündelt werden, in denen sie am<br>
dringendsten benötigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bildungseinrichtungen als Schlüssel für Chancengleichheit</strong><br>
Wir wollen mit ausreichend Kita-Plätzen, mit längerem gemeinsamen Lernen sowie<br>
mit gebundenen und offenen Ganztagsangeboten in Schulen dazu beitragen, dass<br>
alle Kinder und Jugendlichen dieselben Chancen bekommen – unabhängig von ihrer<br>
Herkunftsfamilie. Wir wollen zusätzliche Familien mit geringem Einkommen von den<br>
Gebühren für Kindertageseinrichtungen befreien.<br>
Wir setzen uns außerdem für ein kostenloses Ticket ein, mit dem alle Kinder und<br>
Jugendlichen unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien Busse<br>
und Bahnen in Dortmund nutzen können (mehr dazu in den Programmteilen<br>
„Kinderbetreuung“ und „Schule“)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bildungs- und Teilhabepaket – Einführung einer YouCard</strong><br>
Vorhandene Unterstützungsmöglichkeiten nutzen nur dann etwas, wenn sie auch<br>
ankommen. Bei den Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets war das in den<br>
letzten Jahren nicht immer so. In Dortmund sind rund 46.000 Kinder und<br>
Jugendliche aus einkommensschwachen Familien anspruchsberechtigt. Bei weitem<br>
nicht alle haben die ihnen zustehenden Leistungen aus dem Bildungs- und<br>
Teilhabegesetz für Mittagsverpflegung, Schulbedarf, Fahrtkosten, Teilhabe am<br>
kulturellen und sozialen Leben oder auch Lernförderung beantragt und bekommen.<br>
Das wollen wir ändern. Mit den neuen Regelungen im Starke-Familien-Gesetz werden<br>
die Leistungen erhöht und ihr Erhalt erleichtert. Wir wollen die Voraussetzungen<br>
dafür schaffen, dass alle anspruchsberechtigten Kinder, Jugendliche und ihre<br>
Familien unbürokratisch und ohne Umwege die Gelder erhalten, die ihnen zustehen.<br>
Dafür wollen wir auch die Einführung einer YouCard prüfen, mit der die<br>
Leistungen aus dem Bildungspaket einfach und unbürokratisch in Anspruch genommen<br>
werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Familienfreundliche Stadtentwicklung</strong><br>
Familie ist da, wo Kinder leben – egal ob mit oder ohne Trauschein, mit gleich-<br>
oder verschiedengeschlechtlichen Eltern, als Patchworkfamilie oder<br>
Alleinerziehende.<br>
Wir setzen uns ein für eine Stadt, in der Familien ihr Leben nach eigenen<br>
Vorstellungen gut gestalten können. Familien brauchen bezahlbaren Wohnraum, der<br>
sich an ihren Bedürfnissen orientiert. Mit verkehrsberuhigten oder autofreien<br>
Zonen, in denen sich Kinder frei bewegen können. Familien brauchen wohnortnahe<br>
Kinderbetreuungsplätze, ohne dafür lange Fahrtzeiten in Kauf nehmen zu müssen.<br>
Familien brauchen Unterstützung auch und gerade in schwierigen Lebenslagen. Wir<br>
setzen uns ein für ein Dortmund, in der Familien die Hilfestellungen bekommen,<br>
die sie benötigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung frühkindlicher Hilfen</strong><br>
Wir wollen gute Startchancen für alle Kinder von Anfang an. Deshalb setzen wir<br>
uns dafür ein, Kinder so früh wie möglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.<br>
Vorhandene Angebote und Systeme der frühkindlichen Hilfen wollen wir weiter<br>
ausbauen und die Vernetzung und Kooperation von Institutionen und Angeboten<br>
stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.2 Selbstbestimmte Kindheit und Jugend</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne wollen Dortmund nicht für, sondern mit Kindern und Jugendlichen<br>
gestalten. Egal ob wahlberechtigt oder nicht: Jede*r in Dortmund soll die Stadt,<br>
in der wir alle leben, mitgestalten können. Egal ob Schule, Jugendclub oder<br>
Wohnviertel: Kinder und Jugendliche wissen, was sie brauchen und haben ein Recht<br>
mitzureden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Offene Jugendarbeit – Schule öffnen, Selbstverwaltung unterstützen</strong><br>
Die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit sind öffentliche Schutzräume für eine<br>
selbstbestimmte Freizeitgestaltung für und von Kindern und Jugendlichen. Wir<br>
wollen die Offene Jugendarbeit als bedeutendes Arbeitsfeld außerschulischer<br>
Lernerfahrungen stärken und modernisieren. Dabei sollen auch gendersensible<br>
Ansätze gestärkt werden. Neben dem Erhalt der vorhandenen Einrichtungen setzen<br>
wir uns dafür ein, die Öffnung von Schulen für Einrichtungen der Offenen Kinder-<br>
und Jugendarbeit zu prüfen. Damit können sich Schulen zu einem Begegnungs- und<br>
kulturellen Lebensort auch außerhalb des unterrichtlichen Lernens<br>
weiterentwickeln – auch für Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld der Schulen.<br>
Da, wo es Bestrebungen nach selbstverwalteten offenen Einrichtungen und Zentren<br>
gibt, werden wir sie unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erhaltung und Schaffung von Freiräumen - Ausprobieren erwünscht</strong><br>
Der öffentliche Raum gehört uns allen, unabhängig von Alter und Einkommen.<br>
Insbesondere Jugendliche benötigen nichtkommerzielle Freiräume für ihre<br>
kulturellen, kreativen oder sportlichen Aktivitäten oder einfach nur als<br>
informelle Treffpunkte, die sie spontan nutzen. Wir setzen uns dafür ein, dass<br>
es entsprechende Freiräume und Flächen in jedem Stadtteil gibt, auf denen sich<br>
Jugendliche mit ihren kulturellen, musischen oder sportlichen Aktivitäten<br>
ausprobieren können. Das betrifft auch Proberäume für junge Bands. Gerade bei<br>
informellen Treffpunkten von Jugendlichen setzen wir bei Konflikten, die aus<br>
unterschiedlichen Bedürfnissen – gerade von jungen Menschen gegenüber älteren –<br>
entstehen, auf Dialog und Kompromisse anstatt auf Verbote.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mitbestimmung von Anfang an – Jugendforen und Jugendparlament</strong><br>
Wir wollen die größtmögliche Beteilung von Kindern und Jugendlichen an der<br>
Entwicklung unserer Stadt. Denn nur, wer früh ernst genommen wird und spürt,<br>
dass man Dinge selbst verändern kann, lernt von Beginn an Demokratie. Wir setzen<br>
uns deshalb dafür ein, dass Kinder und Jugendliche an allen Entscheidungen, die<br>
sie betreffen, beteiligt werden. Ihre Meinungen, Wünsche und Vorstellungen<br>
können sie am besten dann äußern, wenn sie an allen Orten ihres Aufwachsens<br>
mitbestimmen können. Das betrifft ihr tägliches Lebensumfeld in Kitas und<br>
Schulen. Das betrifft aber auch Fragen von Stadtplanung und Stadtentwicklung,<br>
von Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit, Spielplätzen, kulturellen Angeboten,<br>
informellen Treffpunkten, Freiräumen oder auch Mobilität. Die stadtweiten<br>
Jugendforen sind dabei ein gutes und bewährtes Instrument. Sie bieten in jedem<br>
Stadtteil eine offene Beteiligungsmöglichkeit zu allen Fragen des Stadtteils,<br>
des Stadtbezirks und der gesamten Stadt. Es muss sichergestellt werden, dass<br>
möglichst viele Kinder und Jugendliche diese Möglichkeit nutzen können. Dazu<br>
braucht es professionelle Unterstützung. Darüber hinaus wollen wir die<br>
Einrichtung eines Jugendparlaments prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Beteiligung am Kinder- und Jugendförderplan</strong><br>
Der bisherige Kinder- und Jugendförderplan wird für die Jahre 2021-2025<br>
fortgeschrieben. Wir setzen uns dafür ein, dass im Rahmen eines weitreichenden<br>
Beteiligungsverfahrens Kinder und Jugendliche an der Erstellung beteiligt<br>
werden. Das betrifft insbesondere die Schwerpunktsetzung des Förderplans für die<br>
kommenden Jahre. Um Integration erfolgreich zu gestalten, gehört dabei auch die<br>
Situation der vielen neu zugewanderten jungen Menschen und ihrer Familien in den<br>
Fokus der Kinder- und Jugendförderplanung. Wichtig ist uns auch die<br>
Berücksichtigung genderspezifischer Angebote.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.3 Queer dir deine Welt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für viele Menschen ist die Tatsache, dass andere nicht heterosexuell sind, immer<br>
noch nicht normal. Die sexuelle Identität darf aber kein Grund sein, Menschen<br>
auszugrenzen, sie zu benachteiligen oder sogar anzugreifen. Gerade das Coming-<br>
out, das oft während der Jugend stattfindet, ist dabei eine große<br>
Herausforderung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere<br>
Jugendliche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Akzeptanz und Gleichstellung aller sexuellen Identitäten von Kindern und<br>
Jugendlichen</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, dass die verschiedenen sexuellen Identitäten von<br>
Jugendlichen akzeptiert werden und gleichgestellt sind, dass jede Person in<br>
ihrer individuellen Entwicklung bestärkt wird. Wir unterstützen das Projekt<br>
SUNRISE als Treffpunkt und Beratungsstelle für junge Lesben, Schwule, bi-, pan-<br>
und asexuelle, queere, trans*, inter* und nonbinary Menschen. Auch Schule und<br>
Jugendarbeit sind gefordert, dabei uneingeschränkte Unterstützung zu leisten.<br>
Wir setzen uns für eine dauerhafte Förderung des SCHLAU-Projekts ein, mit dem<br>
Schulen und Jugendeinrichtungen besucht werden, um Workshops zum Thema sexuelle<br>
und geschlechtliche Vielfalt durchzuführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gendergerechte Jugendarbeit stärken</strong><br>
Wir wollen, dass gendergerechte Jugendarbeit gestärkt wird. Die Interessen von<br>
Mädchen drohen oftmals in der Jugendpolitik und Jugendarbeit übersehen zu<br>
werden. Wir wollen Mädchen mit ihren spezifischen Interessen und ihren<br>
Bedürfnissen sichtbar machen und ernst nehmen und setzen uns dafür ein,<br>
Freiräume zu schaffen, in denen sie ihre eigenen Stärken und Fertigkeiten<br>
entwickeln können. Wir unterstützen das Dortmunder Mädchen Netzwerk als<br>
kommunales Bündnis für die Belange und Bedürfnisse von Mädchen und jungen<br>
Frauen.<br>
Auch die spezifischen Bedürfnisse von Jungen sollen in der Jugendarbeit<br>
Beachtung finden: Oft fehlen positive Rollenbilder abseits traditioneller<br>
Männlichkeitsbilder, die Jungen Orientierung bieten können. Traditionelle<br>
Männlichkeitsbilder setzen Jungen unter Druck, reproduzieren klassische<br>
Rollenverteilungen und drängen Jungen und Männer zu einem riskanteren<br>
Lebensstil.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.4 Nachhaltige Unterstützung Jugendlicher</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne wollen eine gut ausgestattete Jugendhilfe, die junge Menschen – und<br>
auch die jungen Volljährigen – beim Aufwachsen unterstützt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gute Ausstattung von Streetwork</strong><br>
Die Zahl junger Menschen ohne festen Wohnsitz steigt. Wir wollen die<br>
Unterstützungsangebote für sie ausweiten. Dazu zählt auch ein konzeptionell und<br>
personell gut ausgestatte Streetwork für den Kontakt direkt vor Ort. Auch das<br>
bis 2021 laufende Projekt „Rampe II“ im Stadtbezirk Hörde, das sich als Projekt<br>
der aufsuchenden Jugendarbeit insbesondere an Jugendliche im Stadtteil richtet,<br>
die durch soziale Probleme in ihrer Entwicklung gefährdet sind, wollen wir in<br>
ein gesamtstädtisches Streetwork-Konzept aufnehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Langfristige Unterstützung für Care-Leaver</strong><br>
Jugendliche scheiden mit 18 Jahren aus der Jugendhilfe aus. Viele, die vorher<br>
eine Unterstützung des Jugendamtes erhalten haben, bekommen sie danach nicht<br>
mehr, benötigen sie aber dringend – sei es bei der Wohnungssuche, bei der Suche<br>
nach einer Ausbildung oder einem Beruf oder bei alltäglichen Problemen. Wie<br>
andere Jugendliche auch sind sie oft mit 18 Jahren noch nicht gut vorbereitet<br>
für ein eigenständiges Leben. Wir setzen uns dafür ein, dass solche „Care-<br>
Leaver“ auch nach der Beendigung der Jugendhilfe weiter pädagogisch unterstützt<br>
werden und sich selbst organisieren können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verhindern von Radikalisierung junger Menschen</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, dass junge Menschen nicht in menschenverachtende und<br>
gewaltverherrlichende Ideologien abgleiten, seien sie rechtsextremistisch oder<br>
islamistisch. Das gelingt nur durch eine Kultur des Hinschauens. Mit einer<br>
Präventionsstrategie wollen wir Radikalisierung von Anfang an verhindern. Diese<br>
muss sich mit Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen junger Menschen<br>
beschäftigen und Barrieren, die einer gleichberechtigten Teilhabe im Weg stehen,<br>
beseitigen. Um den Nährboden für Radikalisierung trocken zu legen, braucht es<br>
eine starke Kinder- und Jugendhilfe und gute Schulen, die Vielfalt und<br>
Beteiligung leben. Vorhandene Beratungs- und Unterstützungsangebote wollen wir<br>
erhalten und ausbauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.Vorschulische Bildung und Erziehung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dortmund wächst. In den letzten Jahren ist die Zahl neugeborener Kinder<br>
gestiegen. Auch durch den Zuzug von Zuwander*innen und ihren Familien leben<br>
viele zusätzliche Kinder in unserer Stadt. Das freut uns. Laut einer Prognose<br>
des Deutschen Jugendinstituts wird die Zahl der Kinder unter drei Jahren in<br>
Dortmund weiter steigen – im Jahr 2025 laut Prognose auf über 19.000. Das hat<br>
Auswirkungen auf die notwendigen Betreuungsmöglichkeiten bis zur Schulpflicht.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kinder in Dortmund dieselben guten<br>
Startchancen für ihr Leben haben – unabhängig von ihrer sozialen oder sonstigen<br>
Herkunft. Gleichzeitig ist jedes Kind einzigartig und hat von Anfang an ein<br>
Recht auf die bestmögliche individuelle Förderung. Qualitativ gute,<br>
verlässliche, ausreichende und finanzierbare bzw. möglichst kostenfreie<br>
Betreuungsmöglichkeiten sind dabei ein wichtiger Schlüssel. Trotz der großen<br>
Ausbaubemühungen der letzten Jahre und aktuell reichen die geschaffenen Plätze<br>
in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege derzeit nicht aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.1 Ausbau der Betreuungsplätze</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für jedes Kind muss bei Bedarf ein qualitativ guter Betreuungsplatz in einer<br>
Kindertageseinrichtung oder der Kindertagespflege zur Verfügung stehen.<br>
Insbesondere bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren gibt es trotz aller<br>
bisherigen Bemühungen weiterhin großen Handlungsbedarf. Die bisher geplante<br>
Anzahl von Betreuungsplätzen für 41 Prozent der unter Dreijährigen reicht für<br>
die steigende Zahl von Kindern einerseits und die Bedürfnisse vieler Eltern<br>
andererseits nicht aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbau qualitativ guter Betreuungsplätze</strong><br>
Das Betreuungsangebot muss gerade für unter dreijährige Kinder deutlich und<br>
schnell ausgeweitet werden. Beim Ausbau sind vorrangig die Stadtbezirke mit den<br>
aktuell niedrigsten Versorgungsquoten zu berücksichtigen.<br>
Insbesondere für Kinder von drei Jahren bis zur Schulpflicht muss<br>
schnellstmöglich in allen Bezirken eine 100-prozentige Versorgung mit Plätzen<br>
gewährleistet sein. Wir setzen uns dafür ein, dass für Kinder mit Behinderung<br>
oder von Behinderung bedrohte Kinder auch weiterhin ausreichend Plätze in den<br>
Dortmunder Tageseinrichtungen zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausweitung der Betreuungszeiten</strong><br>
Ob alleinerziehend, berufstätig oder durch flexiblere Arbeitszeiten – die<br>
Lebensrealität vieler Familien und Eltern hat sich in den letzten Jahren aus<br>
vielen Gründen gravierend verändert. Das hat auch Auswirkungen auf zeitliche<br>
Abläufe und Strukturen und damit auch auf Ansprüche an die Kinderbetreuung.<br>
Feste Betreuungszeiten in den Kindertageseinrichtungen werden dem nicht mehr<br>
gerecht. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die Betreuungszeiten in Kitas<br>
und Tagespflege weiter ausgeweitet und flexibler werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbau von Familienzentren</strong><br>
Aktuell gibt es in Dortmund 88 Kindertagesstätten, die als Familienzentren<br>
zertifiziert sind, sowie fünf weitere Einrichtungen, die sich in der<br>
Zertifizierungsphase befinden. Familienzentren sollen Eltern den Zugang zu<br>
niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten erleichtern und insbesondere in einem<br>
Quartier mit besonderen sozialen Problemlagen dazu beitragen, die<br>
gesellschaftliche Teilhabe benachteiligter Familien zu fördern und damit einen<br>
Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit zu leisten. Wir setzen uns dafür ein, die<br>
Zahl der Familienzentren weiter auszubauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbau von Kinderstuben</strong><br>
Kinderstuben sind Großpflegestellen, in denen höchstens neun Kinder von drei<br>
Tagespflegepersonen betreut werden. Der pädagogische Schwerpunkt liegt dabei in<br>
den Bereichen Sprachbildung und Bewegung und soll die Kinder auf den Übergang in<br>
die Kindertagesstätte vorbereiten. Gleichzeitig bieten die Kinderstuben ein<br>
niederschwelliges Angebot für Eltern und ermöglichen insbesondere für<br>
Bevölkerungsgruppen mit besonderen Zugangsschwierigkeiten einen leichten<br>
Einstieg in das Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungssystem. Wir wollen die Zahl<br>
der Kinderstuben insbesondere in den Aktionsräumen Soziale Stadt weiter<br>
ausbauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kostenfreie Kitas als langfristiges Ziel</strong><br>
Unser grundsätzliches Ziel ist eine kostenfreie Betreuung in<br>
Kindertageseinrichtungen und Tagespflege – so wie beim Schulbesuch. Hier steht<br>
die Landesregierung in der finanziellen Verantwortung. Es reicht nicht aus, dass<br>
durch das Land nur die letzten beiden Kitajahre kostenfrei gestellt werden.<br>
Solange es die generelle Kostenbefreiung durch das Land nicht gibt, fordern wir<br>
statt der aktuell von Stadt zu Stadt unterschiedlichen Elternbeiträge eine<br>
landesweit einheitliche bemessen.<br>
Zudem werden wir uns dafür einsetzen, dass in der städtischen Beitragssatzung<br>
die Einkommensgrenze Stück für Stück angehoben wird. Damit können zusätzlich<br>
mehr einkommensschwache Eltern als bisher beitragsfrei gestellt werden. Eine<br>
Reduktion des Elternbeitrages darf allerdings nicht auf Kosten einer<br>
Verbesserung der Qualität und des dringend benötigten Ausbaus von Kita- und<br>
Kindertagespflegeplätzen passieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Trägervielfalt beim Ausbau</strong><br>
Wir wollen beim weiteren Ausbau von Kindertageseinrichtungen an der bewährten<br>
Dortmunder Trägervielfalt festhalten und sie ausbauen. Das betrifft insbesondere<br>
auch die Unterstützung von Elterninitiativen. Dabei sollte der Anteil der<br>
städtischen FABIDO-Einrichtungen an den gesamtstädtischen Betreuungsplätzen<br>
mindestens 30 Prozent betragen. Eine solche Trägerstruktur schafft für alle<br>
Eltern die Möglichkeit, eine geeignete Einrichtung ihrer Wahl zu suchen.<br>
Städtische Grundstücke für den Bau neuer Tageseinrichtungen wollen wir möglichst<br>
in Erbpacht an Investoren vergeben. Die Vermietung darf anschließend nur an<br>
gemeinnützige, nicht-gewinnorientierte freie Träger oder an den städtischen<br>
Träger FABIDO erfolgen. Eine qualitativ gute Kinderbetreuung ist vorrangig eine<br>
gesellschaftliche Aufgabe und kein Geschäft. Sie darf nicht vom Geldbeutel der<br>
Eltern abhängig sein. Die Errichtung und den Betrieb privater Tageseinrichtungen<br>
sehen wir deshalb kritisch. Zusätzliche erhobene Elternbeiträge lehnen wir ab.<br>
Bei Aus- und Aufbau von Kitas ist darauf zu achten, dass insbesondere die<br>
Bedürfnisse von kleineren Kindern (U2) berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Transparente und leichte Anmeldung</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, dass der Zugang zu Betreuungsangeboten transparenter<br>
und leichter wird. Erstmals konnte für die Anmeldung zum Kindergartenjahr<br>
2020/21 das digitale Anmeldeverfahren des KITA Plus-Portals genutzt werden. Wir<br>
wollen das Verfahren evaluieren und weiterentwickeln, insbesondere auch im<br>
Hinblick auf die Vergabe von Plätzen in der Kindertagespflege. Das Kita-Portal<br>
muss für Familien zu einer spürbaren Erleichterung bei der Suche nach einem<br>
Betreuungsplatz führen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.2 Qualität in der Betreuung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Kitas und anderen Einrichtungen geht es nicht nur um Betreuung, sondern auch<br>
um Bildung. An diesem Anspruch orientiert muss jede Einrichtung ausgestattet und<br>
ausgestaltet werden. Wie wollen eine kindgerechte Bildung von Anfang an.<br>
Frühkindliche Bildung ist ein entscheidender Schlüssel zu Teilhabe und<br>
Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder. Je früher ein Kind Zugangschancen zu<br>
Bildung erhält, desto weniger wirkt sich der Zusammenhang zwischen Herkunft und<br>
Bildungserfolg aus. Diesem Anspruch muss die Ausstattung unserer<br>
Kindertageseinrichtungen als frühkindliche Bildungseinrichtungen gerecht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kindergerechte Bildung von Anfang an</strong><br>
Wir setzen uns für eine qualitativ hochwertige Betreuung in den Einrichtungen<br>
mit der verbindlichen Umsetzung pädagogischer Qualitätskriterien ein. Kitas an<br>
sozialräumlichen Standorten mit besonderem Bedarf benötigen eine zusätzliche<br>
Ausstattung an Personal. Wir setzen uns dafür ein, kulturelle Angebote in den<br>
Einrichtungen auszubauen.<br>
Wir wollen die interkulturelle Ausrichtung der Kindertagesbetreuung und die<br>
Sprachbildung zum Nutzen aller Kinder stärken und fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bewegung in die Kita</strong><br>
Unseren Kindertageseinrichtungen kommt eine besondere Bedeutung bei der<br>
Förderung einer gesunden Entwicklung und ausreichenden Bewegung von Kindern zu.<br>
Immer mehr Kinder leiden an Haltungsschäden, Übergewicht, Koordinationsstörungen<br>
und Beeinträchtigungen der Wahrnehmungsfähigkeit. Bewegung muss deshalb<br>
selbstverständlicher Teil der Arbeit in Kitas sein.<br>
Schon jetzt wird der Bewegungsförderung in den Kindertagesstätten eine große<br>
Bedeutung beigemessen, einige verstehen sich explizit als Bewegungskitas. Der<br>
Landesportbund verleiht das Gütesiegel „Anerkannter Bewegungskindergarten“ an<br>
Kitas, die gezielt mit örtlichen Sportvereinen zusammenarbeiten. Wir wollen die<br>
Bedingungen dafür verbessern und den Anteil von Bewegungskitas ausbauen. Wir<br>
setzen uns dafür ein, dass Kitas über eigene Bewegungsräume verfügen und die<br>
Kooperationen mit Sportvereinen ausgebaut und intensiviert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gesunde KITA – gesundes Essen</strong><br>
Immer mehr Kinder bleiben tagsüber immer länger in ihren Kitas. Ein frisches<br>
gesundes, abwechslungsreiches und frisches Essen gehört für uns mit dazu – mit<br>
Lebensmitteln überwiegend aus der Region und bio. Das haben wir für die<br>
städtischen Kitas bereits vor Jahren beantragt. Wir unterstützen, dass für die<br>
Verpflegung in allen Kitas das „optiMIX“-Gütesiegel des Forschungsinstitutes für<br>
Kinderernährung angewendet wird.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dass möglichst viele Einrichtungen über eigene Küchen<br>
verfügen, in denen die Mahlzeiten frisch zubereitet und die Kinder daran<br>
beteiligt werden können. Damit wollen wir schon Kinder für eine gesunde und<br>
abwechslungsreiche Ernährung begeistern. Für Neubauten von<br>
Kindertageseinrichtungen sind ausreichend ausgestattete Küchen fest einzuplanen.<br>
Bei Bestandseinrichtungen wollen wir durch An- und Umbauten vorhandene Küchen<br>
optimieren und Gruppenküchen einrichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Waldkitas, Faire Kitas und Bildung für nachhaltige Entwicklung</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder schon im frühen Alter mit der Natur in<br>
Kontakt kommen. Das ist gut für die Gesundheit und stärkt die Verbindung mit der<br>
Natur. Wir wollen deshalb die Gründung von Waldkitas fördern.<br>
Neben Grundwerten und Fähigkeiten lernen Kinder in der Kita vor allem, dass sie<br>
gestalten können und ihre Handlungen Auswirkungen auf andere und ihre Umgebung<br>
haben. Dieser Gedanke wird in den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige<br>
Entwicklung (BNE) aufgriffen. Wir setzen uns dafür ein, dass der Aspekt der<br>
Nachhaltigkeit schon in der Arbeit der Kitas verankert wird. Bis 2021 werden<br>
sich bereits alle städtischen Tageseinrichtungen zu „Fairen Kitas“ zertifizieren<br>
lassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Guter Übergang von der Kita in die Schulen</strong><br>
Der Übergang von Kita und Tagespflege in das erste Schuljahr ist für viele<br>
Kinder und Eltern ein gravierender Schritt. Mit einer engen Kooperation der<br>
Einrichtungen soll der Übergang erleichtert und verbessert werden. Das betrifft<br>
insbesondere auch die Zeit zwischen dem letzten Tag in der Kita und dem ersten<br>
Schultag. Diese mehreren Wochen der Sommerferien ohne reguläres<br>
Betreuungsangebot stellen viele Eltern vor große organisatorische Probleme. Wir<br>
setzen uns für die Schaffung eines koordinierten Übergangsmanagements zwischen<br>
Kitas und Schulen ein, in das auch Betreuungsmöglichkeiten durch Kitas und<br>
Schulen einbezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.3 Unterstützung des Personals in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Arbeit in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen steht und fällt – sowohl<br>
qualitativ, als auch quantitativ – mit den Menschen, die dort arbeiten. Sie<br>
verdienen Respekt für ihre Arbeit.<br>
Mit diesem Grundsatz wollen wir in Dortmund Politik im Bereich Kinderbetreuung<br>
machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aufwertung von Bildungs- und Betreuungsarbeit</strong><br>
Die Ansprüche an die Betreuungs- und Bildungsarbeit in Tageseinrichtungen und<br>
Kindertagespflege und damit auch an die Beschäftigten steigen. Wir setzen uns<br>
für eine gerechte und faire Entlohnung und vermehrte Investitionen in die<br>
Ausbildung von Erzieher*innen ein. Auch dadurch soll die Betreuungsarbeit in<br>
Kitas und Tagespflege aufgewertet und attraktiver werden. Um den Anteil der<br>
männlichen Erziehenden in den Kitas zu steigern, setzen wir uns für die<br>
Entwicklung eines Konzeptes ein, das für pädagogische Berufe wirbt. Die<br>
praxisintegrierte Ausbildung wollen wir weiter ausbauen. Gendersensible<br>
Erziehung soll weiter gefördert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sozialarbeit in Kindertageseinrichtungen</strong><br>
Wir wollen besonders benachteiligte Kinder und Familien schon in den<br>
Kindertageseinrichtungen frühzeitig erreichen und begleiten. Neben den schon<br>
vorhandenen Strukturen kann insbesondere Sozialarbeit in Kitas effektiv dazu<br>
beitragen. Damit sollen Kindern schon im Kindergartenalltag gute<br>
Teilhabeperspektiven geboten, familiäre und soziale Notlagen frühzeitig erkannt<br>
sowie Kompetenzen von Kindern und ihren Familien gefördert und gestärkt werden.<br>
Wir setzen uns deshalb dafür ein, zunächst in bestimmten Stadtteilen feste<br>
Stellen für Sozialarbeiter*innen in Kindertageseinrichtungen einzurichten und<br>
damit ein zusätzliches Unterstützungsangebot für Familien mit Kindern von der<br>
Geburt bis zum Schuleintritt zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Schule und Bildung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dortmund ist ein vielfältiger Bildungsstandort. In unserer Stadt gibt es über<br>
150 Schulen aller Schulformen in öffentlicher sowie 26 Schulen in freier<br>
Trägerschaft. Wir wollen unsere Schulen weiter stärken, verbessern und gerechter<br>
machen.<br>
Denn die Zukunftsperspektiven unserer Kinder sind uns GRÜNEN ein<br>
Herzensanliegen. Ihre gemeinsame Bildung in gut ausgestatteten Schulen ist ein<br>
Schlüssel, um ihnen ein freies, erfolgreiches, erfülltes, sicheres und<br>
selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und sie zu einer solidarischen<br>
gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen. Wir wollen ein Bildungssystem, das<br>
Kindern Geborgenheit, Selbstvertrauen und Sicherheit gibt. Wir setzen uns dafür<br>
ein, dass jedes einzelne Kind unabhängig von seinen Startvoraussetzungen<br>
bestmöglich gefördert wird und seine Potenziale entfalten kann. Ein gutes<br>
Bildungssystem muss deshalb für uns immer auch ein gerechtes Bildungssystem mit<br>
realen Chancen für alle sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.1 Stärkung der Dortmunder Schullandschaft</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gute Bildung braucht gute Schulen. Uns geht es nicht nur um Bildungsinhalte,<br>
sondern auch darum, wie gelernt wird und wie eine gute Lernumgebung aussehen<br>
muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbau und Sanierung unserer Schulen</strong><br>
Gute Bildung braucht gute Schulen. Uns geht es nicht nur um Bildungsinhalte,<br>
sondern auch darum, wie gelernt wird und wie eine gute Lernumgebung aussehen<br>
muss. Wir wollen die bestmöglichen Schulen, barrierefrei mit ausreichendem<br>
Platz, mit einer zeitgemäßen und modernen technischen Ausstattung für<br>
Schüler*innen und Lehrer*innen, mit einer Mensa für die Verpflegung bei<br>
Ganztagsangeboten, mit sauberen Toiletten, mit eigenen Schulgärten, mit Platz<br>
zum Spielen, Toben und Abhängen.<br>
In den letzten Jahren sind zusätzlich 4.000 Schüler*innen an den Dortmunder<br>
Schulen aufgenommen worden. Und die Zahlen werden absehbar weiter steigen.<br>
Geplant sind deshalb in den kommenden Jahren Investitionen von rund 880<br>
Millionen Euro für Neu- und Ausbauten sowie für Sanierungen. Wir wollen, dass<br>
alle Schulformen davon möglichst schnell und zielgerichtet profitieren. Das<br>
wollen wir mit einem Sonderbudget Schulbau sicherstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grundschulen ausbauen und zu Familienzentren weiterentwickeln</strong><br>
Die Grundschulen sind das Fundament der Schulbildung unserer Kinder. Sie<br>
verdienen deshalb unsere besondere Wertschätzung und Unterstützung. Die Anzahl<br>
der Schüler*innen an den Grundschulen wird in den kommenden Jahren um ca. 3.000<br>
auf dann 25.500 steigen.<br>
In fast allen Stadtbezirken steigt der Bedarf an Schulplätzen stark an. Wir<br>
setzen uns dafür ein, dass die notwendigen Neu- und Ausbauten kontinuierlich und<br>
schnellstmöglich realisiert werden. Alle vorhandenen Grundschulstandorte sind<br>
vor dem Hintergrund der steigenden Kinderzahl zu erhalten. Bei Planungen von<br>
Neubaugebieten ist die Notwendigkeit neuer Schulen bzw. des Anbaus vorhandener<br>
Schulen zu berücksichtigen. Die Schulentwicklungsplanung muss kontinuierlich und<br>
zeitnah fortgeschrieben werden.<br>
Wir wollen unsere Grundschulen zu Familienzentren weiterentwickeln. Damit soll<br>
die bewährte Arbeit der Familienzentren in Kindertageseinrichtungen auf die<br>
Grundschulen ausgeweitet werden. Das erleichtert Eltern den Zugang zu<br>
niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten, holt verschiedene Akteure aus dem<br>
Stadtteil in die Schulen und stärkt präventive Netzwerke. Dazu braucht es auch<br>
ein gutes und koordiniertes Übergangsmanagement zwischen Kitas und Grundschulen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Starke weiterführenden Schulen und längeres gemeinsames Lernen</strong><br>
Die steigende Zahl der Schüler*innen an den Primarstufen hat auch Auswirkungen<br>
auf unsere weiterführenden Schulen. Sowohl bei den Gymnasien als auch bei den<br>
Gesamtschulen besteht akuter Handlungsbedarf, das zeigen die Anmeldezahlen der<br>
letzten Jahre.<br>
Im gemeinsamen Lernen liegt die Zukunft. Auch in Dortmund wählen immer mehr<br>
Eltern aus diesem Grund die Gesamtschulen für ihre Kinder. Das begrüßen und<br>
unterstützen wir. Seit Jahren reichen gesamtstädtisch die Plätze allerdings<br>
nicht aus, perspektivisch fehlen mehrere hundert Plätze. Die bereits<br>
beschlossenen Erweiterungen an drei Gesamtschulen sowie die Umwandlung der<br>
Reinoldi-Sekundarschule in Westerfilde in eine Gesamtschule können nur ein<br>
erster Schritt sein, um die fehlenden Kapazitäten zu schaffen. Wir setzen uns<br>
bei einem weiteren Anstieg der Nachfrage für eine zusätzliche neue Gesamtschule<br>
ein.<br>
Auch bei den Gymnasien steigen die Anmeldezahlen. Zusätzlich führt die<br>
begrüßenswerte Rückkehr zu G9 stadtweit zu zusätzlichem Raumbedarf. Notwendig<br>
ist deshalb ein Ausbau der Kapazitäten der vorhandenen Gymnasien sowie eventuell<br>
die Errichtung einer zusätzlichen Schule. Wir setzen uns dafür ein, dass noch<br>
vorhandene Schulcontainer schnellstmöglich durch die notwendigen Ausbauten der<br>
Gymnasien ersetzt werden. Dabei ist zum Ausbau der Ganztagsangebote auch der Bau<br>
notwendiger Mensen zu berücksichtigen.<br>
Auf dem Weg hin zu einem inklusiven Bildungssystem brauchen wir bis auf weiteres<br>
auch die Unterstützung durch Förderschulen. Eltern, die sich für ihre Kinder für<br>
eine Förderschule entscheiden, müssen dazu ausreichende Möglichkeiten haben. Vor<br>
dem Hintergrund der prognostizieren Steigerung der Kinderzahlen ist bei den<br>
Förderschulen kontinuierlich der Bedarf an Schulplätzen zu überprüfen.<br>
Wir wollen unsere acht städtischen Berufskollegs weiter stärken. Sie nehmen<br>
verschiedene Aufgaben im Bildungssystem wahr und sind unverzichtbar bei der<br>
dualen Ausbildung. Berufskollegs bieten die Möglichkeit nachholender<br>
Schulabschlüsse bis hin zu Abitur und Fachabitur, sind wichtig als Fachschulen,<br>
sorgen für Orientierung und Ausbildungsreife, leisten wertvolle Arbeit bei<br>
Integration und Inklusion. Wir setzen uns dafür ein, die Entwicklungsplanung der<br>
Berufskollegs kontinuierlich fortzuschreiben und die Weiterentwicklung zu<br>
Regionalen Berufsbildungszentren zu prüfen. Ähnlich wie für die Sekundarstufe I<br>
wollen wir ein Übergangsmonitoring für die Übergänge aus Berufskollegs,<br>
Gesamtschulen und Gymnasien entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausweitung qualitativ hochwertiger Ganztagsangebote</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, dass der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz<br>
in den Grundschulen und den Sekundarstufen der weiterführenden Schulen in<br>
Dortmund möglichst zügig umgesetzt wird, um schon vor 2025 alle Kinder mit<br>
Bedarf versorgen zu können.<br>
Jedes Kind soll bei Bedarf einen Ganztagsplatz in seiner Schule erhalten – in<br>
einer gebundenen Ganztagsschule oder im Offenen Ganztag. Dabei wollen wir die<br>
klassische Trennung zwischen Unterricht und anschließender Betreuung an den<br>
Schulen durchbrechen. Das gilt für die Inhalte und die Teamarbeit mit<br>
multiprofessionellen Fachkräften ebenso wie für ein gemeinsames Raumkonzept.<br>
Eine gute, qualitativ hochwertige und verlässliche Betreuung nach dem Unterricht<br>
ist nicht nur familienfreundlich, sondern bietet auch Raum für gemeinsames<br>
formelles und informelles Lernen. Im Ganztag können sich Kinder erproben, ihre<br>
Kreativität entwickeln und erleben. Wir setzen uns dafür ein, dass die<br>
Ganztagsangebote grundsätzlich kostenlos angeboten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine gebundene Ganztagsschule jeder Schulform in jedem Stadtbezirk</strong><br>
In Dortmund sind momentan 14 Grund-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien sowie<br>
alle neun Gesamtschulen gebundene Ganztagsschulen, in denen alle Schüler*innen<br>
verbindlich an den Ganztagsangeboten teilnehmen. Wir wollen die Zahl dieser<br>
Schulen bedarfsgerecht und in partizipativen Prozessen ausweiten. Ein erstes<br>
Ziel ist eine gebundene Ganztagsschule jeder Schulform in jedem Stadtbezirk.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schneller Ausbau der OGS-Plätze</strong><br>
Auch die Plätze im Offenen Ganztag (OGS) wollen wir massiv ausbauen – an den<br>
Grundschulen sowie an den weiterführenden Schulen für die Schüler*innen der<br>
Sekundarstufe I. Stadtweit stehen nur für etwas mehr als 50 Prozent der<br>
Grundschüler*innen OGS-Plätze zur Verfügung. Die aktuellen Planungen sehen einen<br>
Ausbau bis 2022/23 auf dann ca. 15.000 Plätze vor. Gleichzeitig steigt stadtweit<br>
die Zahl der Kinder weiter stark an, der Bedarf vieler Eltern für einen OGS-<br>
Platz wächst. Die Ausbauplanungen müssen deshalb beschleunigt und erweitert<br>
werden. Dabei sind für den Ganztag neben notwendigen Um- und Anbauten auch die<br>
bereits vorhandenen Schulräume in den Schulen zu nutzen. Allein mit kommunalen<br>
Mittel ist das nicht zu schaffen. Wie setzen uns deshalb dafür ein, dass die<br>
Bundesregierung neben dem notwendigen Ausbau auch die Betriebskosten über die<br>
Länder bedarfsdeckend finanziert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.2 Gute Schulen in Dortmund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen eine schulische Bildung, die Kindern Selbstvertrauen, Sicherheit und<br>
Geborgenheit, gibt. Bildung muss die Freude am Lernen, die jedes Kind mitbringt,<br>
erhalten und fördern. Unser Verständnis von Leistung ist: Jedes Kind wird nach<br>
seinen individuellen Stärken gefordert und gefördert. Nur so kann es sich in<br>
einem anregenden und geschützten Rahmen entfalten und Leistung erbringen kann.<br>
Wir wollen dafür in Dortmund die Rahmenbedingungen schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Digitale Bildung in unseren Schulen</strong><br>
Die Digitalisierung verändert massiv die Art und Weise, wie wir leben, lernen<br>
und arbeiten. Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt auf, in der digitale<br>
Medien und das Internet gewöhnlich und jederzeit verfügbar sind. Dies erfordert<br>
neues Wissen, vor allem aber neue Kompetenzen.<br>
Dazu zählen für uns nicht nur die Technik des Programmierens, sondern auch die<br>
Beschäftigung mit Risiken, Funktionsweisen und Chancen sowie eine umfassende<br>
Medienkompetenz. Wir setzen uns dafür ein, dass unsere Schulen dafür bestmöglich<br>
ausgerüstet sind. Entscheidend sind dabei nicht nur eine funktionierende<br>
Hardware, sondern insbesondere die Unterstützung durch medienpädagogisches<br>
Fachpersonal und die kontinuierliche Weiterbildung von Lehrer*innen. Die für die<br>
Dortmunder Schulen durch den Digitalpakt Schule zur Verfügung stehenden<br>
finanziellen Mittel sind vollständig und fristgerecht für die Ausstattung mit<br>
digitaler Präsentationstechnik sowie für digitale Arbeitsgeräte und Tablets zu<br>
verwenden. Der städtische Masterplan „Digitale Bildung“ ist unter Beteiligung<br>
aller relevanten Akteur*innen kontinuierlich weiterzuentwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inklusive Schulen</strong><br>
Die größtmögliche Teilnahme aller Menschen am gesellschaftlichen Leben – dafür<br>
steht der Grundgedanke der Inklusion. Das gilt auch für den Zugang zu Bildung.<br>
Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass alle Kinder an allen Schulen und allen<br>
Schulformen willkommen sind. Wir stehen für das Recht auf die bestmögliche<br>
soziale und schulische Entwicklung aller Schüler*innen, für ein inklusives<br>
Schulsystem, für gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und<br>
ohne Beeinträchtigungen.<br>
Am Gemeinsamen Lernen an den allgemeinbildenden Schulen in Dortmund nehmen<br>
momentan ca. 2.400 Schüler*innen mit Förderbedarf teil. Wir wollen durch die<br>
Schaffung guter Rahmenbedingungen Eltern, Lehrer*innen und Kinder zur Teilnahme<br>
am gemeinsamen Unterricht ermutigen. Insbesondere die Gymnasien wollen wir<br>
ermuntern, sich für das Gemeinsame Lernen zu öffnen.<br>
Für einen Ausbau des gemeinsamen Lernens muss das Land die Lehrkräfte für<br>
sonderpädagogische Förderung an den Schulen zur Verfügung stellen. Wir setzen<br>
uns dafür ein, dass die benötigten räumlichen Voraussetzungen für ein<br>
gemeinsames Lernen geschaffen werden. Unsere Schulen sind dabei grundsätzlich<br>
barrierefrei zu gestalten bis hin zur Raumausstattung und -gestaltung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kostenloses Ticket für alle Schüler*innen</strong><br>
Der Zugang zu Bildung und Teilhabe darf nicht durch Mobilitätsschranken<br>
erschwert werden. Wir wollen allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu einer<br>
umweltfreundlichen Mobilität mit Bussen und Bahnen erleichtern, sie dafür<br>
begeistern – und das möglichst kostenlos. Das sehen wir auch als ersten Schritt<br>
auf dem Weg zu einem grundsätzlich kostenlosen ÖPNV. Das Schokoticket für<br>
Schüler*innen ist aktuell an Voraussetzungen geknüpft, die nicht alle Kinder<br>
erfüllen. Das liegt vor allem an der Entfernung zur jeweiligen Schule.<br>
Insbesondere Familien mit geringen Einkommen, die keine Transferleistungen<br>
beziehen, sowie nicht anspruchsberechtigte kinderreiche Familien sind zusätzlich<br>
benachteiligt.<br>
Daher wollen wir stufenweise allen Schüler*innen und Azubis die kostenlose<br>
Nutzung des ÖPNV ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gesunde und naturnahe Schulen</strong><br>
Gute Schule heißt für uns auch: Gesunde Schule. Das betrifft insbesondere die<br>
Mittagsversorgung in Schulen mit einem Ganztagsangebot. Wir setzen uns dabei für<br>
eine qualitativ gute Ernährung ein, bei der überwiegend regionales und Bio-Essen<br>
angeboten wird. Und: Kein Essen ohne Mensa. Im Rahmen verstärkter<br>
Ganztagsangebote wollen wir ein Ausbauprogramm von Mensen an den Schulen auf den<br>
Weg bringen. Darüber hinaus fordern wird die kostenlose Versorgung an den<br>
Schulen mit Waser, zum Beispiel durch Trinkbrunnen.<br>
Wir wollen an unseren Schulen die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)<br>
stärken. Damit sollen Schüler*innen befähigt werden, die Auswirkungen des<br>
eigenen Handelns zu verstehen und verantwortungsvolle, nachhaltige<br>
Entscheidungen zu treffen – gerade auch bei Umwelt- und Klimaschutz.<br>
Das auf GRÜNEN Antrag beschlossene Schulgärtenprogramm ist dazu ein wichtiger<br>
Beitrag. Wir wollen vorhandene Schulgärten unterstützen und neue Schulgärten<br>
schaffen. Dazu sollen auch Kooperationen mit schulnahen Kleingartenvereinen<br>
initiiert werden, insbesondere dort, wo Schulen kein eigenes Gelände zur<br>
Verfügung stellen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulbiologisches Zentrum für nachhaltige Entwicklung</strong><br>
Wir wollen das Schulbiologische Zentrum im Botanischen Garten Rombergpark und<br>
dem Zoo Dortmund zu einem Schulbiologischen Zentrum für nachhaltige Entwicklung<br>
weiterentwickeln. Immer mehr, gerade auch junge Menschen beschäftigen sich mit<br>
den Auswirkungen ihrer Lebensweise und ihres Konsums auf Andere und auf<br>
nachfolgende Generationen. Bildung für nachhaltige Entwicklung soll dabei<br>
helfen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen, zu<br>
einem zukunftsfähigen Denken und Handeln zu befähigen und verantwortungsvolle,<br>
nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Die bisherige gute Arbeit des<br>
Schulbiologischen Zentrums als außerschulischer Lernort soll deshalb<br>
entsprechend konzeptionell ausgebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sichere Schulwege</strong><br>
Kinder und Jugendliche müssen sicher zu ihren Schulen und auch zu ihren Kitas<br>
kommen – mit dem Bus, dem Rad, dem Roller oder auch zu Fuß. Wir wollen die<br>
selbstbestimmte, sichere und nachhaltige Mobilität von Kindern und Jugendlichen<br>
fördern und stärken. Dazu braucht es Mobilitätskonzepte an Schulen und Kitas mit<br>
und für Kinder, Eltern, Lehrer*innen und Erzieher*innen. Das Programm „So läuft<br>
das“ zur Förderung von Kinder- und Jugendmobilität hat in den vergangenen Jahren<br>
entsprechende Konzepte für erste Grundschulen erarbeitet. Wir setzen uns dafür<br>
ein, dass das Programm „So läuft das“ Schritt für Schritt auf alle Grundschulen<br>
und weiterführenden Schulen sowie für Kitas ausgeweitet wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öffnung von Schule - Entwicklung von Bildungskooperationen</strong><br>
Zur stärkeren Vernetzung und dem Ausbau von Themen im Rahmen der globalen<br>
Nachhaltigkeitsziele (Nachhaltigkeit, Klima, Umweltpädagogik, Fair Trade) setzen<br>
wir uns dafür ein, dass projektbezogene Bildungskooperationen mit<br>
Bildungsträgern der Umweltpädagogik und/oder Kultureinrichtungen entwickelt<br>
werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulhöfe neu denken</strong><br>
Schulhöfe sind mehr als nur ein Pausenraum. Sie sind Raum für Erholung, aber<br>
auch der Bewegung und der Kommunikation. Schulhöfe sollen Neugier wecken,<br>
Lernmöglichkeiten bieten, Phantasie und Kreativität fördern, zu Spiel und<br>
Bewegung einladen, Raum für Rückzug und Entspannung bereithalten, das soziale<br>
Zusammenleben fördern, die Bedürfnisse und Bedarfe von Mädchen und Jungen<br>
berücksichtigen. Viele Schulhöfe erfüllen diese Anforderungen nicht. Das wollen<br>
wir mit einem eigenen Programm zur Umgestaltung von Schulhöfen ändern.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dass Schulhöfe gemeinsam mit den Kindern und<br>
Jugendlichen der Schule, aber auch aus dem Stadtteil geplant werden. In<br>
zahlreichen Wohngebieten und Stadtteilen gibt es nur wenige Spiel- und<br>
Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Daher ist es wichtig,<br>
Schulhöfe in der unterrichtsfreien Zeit für Kinder und Jugendliche der<br>
Nachbarschaft zu öffnen und sie als wertvolle Spielressourcen mit anderen<br>
Spielplätzen und Grünflächen zu vernetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.3 Gerechte Schulen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grüne Bildungspolitik hat Bildungsgerechtigkeit zum Ziel. Wir wollen<br>
Bildungsbenachteiligung in Folge unterschiedlicher Voraussetzungen bekämpfen.<br>
Frühzeitige Selektion muss verhindert und der sozialräumlichen Spaltung einen<br>
Riegel vorgeschoben werden. In Dortmund ist jedes dritte Kind unter 15 Jahren<br>
von Armut betroffen oder von Armut bedroht. Wer arm ist, hat schlechtere<br>
Bildungschancen. Wir wollen diesen Zustand nachhaltig verändern und die sehr<br>
unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen vieler Kinder verbessern. Deshalb gilt<br>
beim Zugang zu Bildung für uns: Was ungleich ist, wird ungleich behandelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sozialindex für Dortmunder Schulen</strong><br>
Die Schulen mit den größten sozialen und pädagogischen Herausforderungen<br>
benötigen die größte Unterstützung. Das Land ist aufgefordert, die Zuweisung von<br>
Lehrer*innenstellen unter der Zielsetzung von Bildungsgerechtigkeit mit einem<br>
Sozialindex besser und effektiv zu steuern. Die Stadt als Schulträgerin muss<br>
materielle Ressourcen verstärkt an jenen Schulen bündeln, an denen der Bedarf am<br>
größten ist. Dazu wollen wir die Erarbeitung eines schulscharfen Sozialindex in<br>
Dortmund als Steuerungsinstrument</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erhalt und Ausbau der Schulsozialarbeit</strong><br>
Kinder und Jugendliche wachsen in einer Gesellschaft auf, die von starken<br>
Veränderungen geprägt ist. Schulsozialarbeiter*innen unterstützen sie bei der<br>
Verbesserung ihrer Lern- und Lebenssituation. Das dient auch der<br>
Chancengerechtigkeit. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Dortmunder Schulen<br>
mindestens eine Stelle für Schulsozialarbeit erhalten. Land und Bund werden wir<br>
weiterhin auffordern, die Finanzierung der Schulsozialarbeit sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schulbegleitung – Gerechter Zugang zur Bildung für alle</strong><br>
Schulbegleitung – die Unterstützung der betroffenen Kinder im Unterricht, im<br>
Schulalltag und bei Ganztagsangeboten – ist ein wichtiges und unverzichtbares<br>
Instrument für einen gemeinsamen Unterricht von Schüler*innen mit und ohne<br>
Beeinträchtigungen. Über 1.000 Schüler*innen in Dortmund nutzen inzwischen<br>
dieses Unterstützungsangebot.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind bei Bedarf Unterstützung durch eine<br>
Schulbegleitung erhält. Und auch für die Schulen gilt: Dort, wo Hilfe bei der<br>
Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung benötigt wird, muss<br>
sie gewährt werden. Dort, wo veränderte Rahmenbedingungen des Unterrichtens<br>
Unterstützungsleistungen für Schulen notwendig machen, soll die Kooperation von<br>
Schulen und Jugendhilfe gestärkt werden. Der Handlungsrahmen zur Schulbegleitung<br>
in Dortmund ist kontinuierlich zu evaluieren und weiter zu entwickeln</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schule als Lebens- und Bildungsort für alle</strong><br>
Wir wollen unsere Schulen über den Unterricht hinaus als Lebens- und<br>
Bildungsorte öffnen. Denn die Zeiten, in denen Schulen hermetisch abgeschlossene<br>
Systeme waren, gehören der Vergangenheit an. Schon jetzt haben viele<br>
Ganztagsschulen Vereinbarungen mit außerschulischen Partnern getroffen,<br>
kooperieren mit Jugendhilfe, Inklusionsexpertinnen und -experten, Sportvereinen<br>
und Einrichtungen der kulturellen Bildung. Wir setzen uns dafür ein, dass sich<br>
Schulen für ihren Stadtteil zu Begegnungs- und kulturellen Lebensorten auch<br>
außerhalb des schulischen Lernens weiterentwickeln. Dazu zählt für uns auch, die<br>
Öffnung von Schulen für Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu<br>
prüfen. Schulen rücken dadurch in das Bewusstsein der Bürger*innen und es<br>
entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, das die Identifikation mit der ‚eigenen‘<br>
Schule erhöht und damit auch zur Reduzierung von Vandalismus und Gewalt<br>
beitragen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Wirtschaft und Beschäftigung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wirtschaftliche Strukturen unterliegen einem kontinuierlichen Wandel. Dortmund<br>
hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einem Bier-, Kohle- und Stahlrevier<br>
zu einem vielfältigen Wirtschaftsstandort mit einer gesunden Mischung aus<br>
kleinen und großen Unternehmen aus Handwerk, Handel, Dienstleistung, Gewerbe und<br>
Industrie entwickelt. Das stellt den Standort in Zeiten des Strukturwandels gut<br>
auf.<br>
Florierende Stadtteile mit vielen innovativen Betrieben können große Wirkung<br>
entfalten und Standortvorteile schaffen, die auch für andere nützlich sind. Wir<br>
wollen das Profil einer dynamischen Stadt mit guten Arbeitsbedingungen schärfen,<br>
Kooperationen und Verbünde fördern, Beteiligung bei der Standortentwicklung<br>
sicherstellen, alte Industrieareale umnutzen, einzigartige Produktions- und<br>
Lebensorte gemeinsam mit den Unternehmen und Anwohner*innen vor Ort schaffen.<br>
Nachhaltiges und solidarisches Wirtschaften sollten aus GRÜNER Sicht der<br>
Normalfall sein. Wir wollen ökologische Gewerbegebiete, innovative Lösungen bei<br>
Digitalität und Mobilität sowie gute Arbeit mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen<br>
und Ausbildungs- oder Betreuungsangeboten.<br>
Wir wollen Dortmunder Unternehmen stärken und sie auf ihrem Weg in die digitale<br>
und auf Klimaschutz ausgerichtete Zukunft unterstützen. Wir wollen innovative<br>
Betriebe mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit und mit langfristiger<br>
wirtschaftlicher Profitabilität für Dortmund gewinnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.1 Die Märkte der Zukunft sind grün</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die wirtschaftliche Entwicklung sozial und ökologisch zu gestalten, ist eine<br>
große Herausforderung. Dazu gehört insbesondere, die vorhandenen Unternehmen in<br>
ihrem Bemühen um mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen. Denn der Erfolg ansässiger<br>
Unternehmen hängt zukünftig stark davon ab, wie nachhaltig sie ihre<br>
Arbeitsbedingungen, ihre Produktionsprozesse und ihre Produkte gestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Neunutzung von Industriebrachen</strong><br>
In der Grünen Wirtschaft gibt es viel Potenzial für Neuansiedlungen, deshalb<br>
soll sich die Dortmunder Wirtschaftsförderung verstärkt um die Ansiedlung von<br>
Unternehmen mit ökologischem und sozialem Bewusstsein bemühen. In künftigen<br>
Gewerbegebieten müssen Klima- und Umweltschutz eine deutlich größere Rolle<br>
spielen als bisher.<br>
Ansiedlungspolitik beginnt mit dem Bereitstellen von Gewerbeflächen. Dafür<br>
wollen wir aber keine wertvollen Freiflächen wie Groppenbruch, Buddenacker und<br>
Osterschleppweg versiegeln.<br>
Unternehmen sollen sich primär in vorhandenen Gewerbegebieten und auf<br>
Industriebrachen ansiedeln. Nachverdichtung ist auch hier ein wichtiges<br>
Stichwort. Phoenix-West und die ehemalige Kokerei Hansa sind gute Vorbilder<br>
dafür, wie Industriekultur und innovative Wirtschaftsunternehmen<br>
zusammengebracht werden können.<br>
Altlasten stellen häufig ein Problem für die Vermarktung der Flächen dar. Hier<br>
ist das Land gefordert, Dortmund bei der Sanierung belasteter Flächen mit den<br>
nötigen Fördergeldern zu unterstützen. Eine Ausweitung von Gewerbegebieten soll<br>
erst dann diskutiert werden, wenn alle zur Verfügung stehenden Flächenpotenziale<br>
ausgeschöpft sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und Vermarktungsstrukturen</strong><br>
Der Auf- und Ausbau regionaler Wirtschaftskreisläufe und Wertschöpfungsketten<br>
für Lebensmittel, Verbrauchsgegenstände und Dienstleistungen ist ein wichtiger<br>
Baustein für eine nachhaltige Wirtschaft. Als Teil der Metropole Ruhr kann<br>
Dortmund mit seiner Wirtschaftspolitik Einfluss nehmen, dass Wertschöpfung,<br>
qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze und Entwicklungsperspektiven für<br>
die Region geschaffen werden. Über die gezielte Ansiedlung und Förderung<br>
regionaler Unternehmen werden Transport-, Energie- und Versorgungsstrukturen<br>
ressourcenschonender gestaltet.<br>
Wir setzen uns deshalb für eine regionale, branchenübergreifende Vernetzung<br>
sowie Regionalvermarktung ein. Dafür wollen wir z.B. im Bereich der Lebensmittel<br>
die Zusammenarbeit regionaler Vermarktungsinitiativen mit Öko-Anbauverbänden und<br>
mit Unternehmen, die in der Regionalvermarktung aktiv sind, stärker<br>
unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bessere Nutzung digitaler Möglichkeiten</strong><br>
Wir GRÜNE wollen in Zusammenarbeit mit den Dortmunder Wissenschaftseinrichtungen<br>
unsere Stadt als digitalen Standort zum Vorteil der hier lebenden und<br>
arbeitenden Menschen weiterentwickeln. Dabei wollen wir vor allem die Chancen<br>
für eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine nachhaltige<br>
Entwicklung nutzen. Wir wollen einen Arbeitsschwerpunkt zur Energie- und<br>
Nachhaltigkeitsberatung bei der Wirtschaftsförderung ansiedeln, um Unternehmen<br>
dabei zu unterstützen, durch den Einsatz innovativer Technologien ihre<br>
Umweltverträglichkeit zu verbessern. Dazu gehört auch eine flächendeckende<br>
Versorgung mit Breitband.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.2 Infrastruktur als Standortfaktor für Unternehmen und Arbeitskräfte</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wichtige Standortfaktoren für Unternehmen sind ein großes Potenzial hoch<br>
qualifizierter Arbeitskräfte, die Einbindung in eine leistungsfähige<br>
Infrastruktur – sowohl beim klimafreundlichen Verkehr als auch bei der<br>
Kinderbetreuung und bei kulturellen Angeboten – sowie ein weltoffenes Klima, in<br>
dem sich Unternehmer*innen und Mitarbeiter*innen gleichermaßen wohlfühlen<br>
können. Sie machen die Attraktivität unserer Stadt als Arbeits-, Wirtschafts-<br>
und Wohnstandort aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine gute Anbindung der Gewerbegebiete an den ÖPNV und das Radwegenetz</strong><br>
Der Weg zur Arbeit ohne Auto muss zeitlich und finanziell attraktiv sein. Bei<br>
der Ausweisung und Nutzung von Gewerbeflächen müssen umweltfreundliche<br>
Mobilitätskonzepte deshalb von Beginn an mitgeplant werden (s. auch Kapitel<br>
Mobilität).<br>
Betriebe, die ihre Beschäftigten bei der Nutzung umwelt- und<br>
gesundheitsfördernder sowie kostenbewusster Verkehrsmittel unterstützen,<br>
reduzieren damit die Belastungen für Umwelt und Klima. Sie müssen bei der<br>
Radwege- und Nahverkehrsplanung mitberücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine intelligente und ressourcenschonende Transportlogistik</strong><br>
Güter werden in Dortmund immer noch hauptsächlich per Lkw transportiert, was<br>
wesentlich zur Verstopfung unserer Straßen beiträgt. Dabei hat Dortmund im<br>
Gegensatz zu anderen Städten die Möglichkeit, zu einer ökologisch sinnvollen<br>
Transformation des Güterverkehrs beizutragen. Dortmund hat einen der größten<br>
Kanalhäfen Europas, ist mit der Hafen AG an Eisenbahnunternehmen beteiligt und<br>
hat ein international bekanntes Fraunhofer-Institut, das über jahrzehntelange<br>
Erfahrung mit Logistikplanung verfügt.<br>
Wir GRÜNE stehen für die konsequente Nutzung dieser Potenziale zur Förderung des<br>
Schienengüterverkehrs und der Nutzung der Wasserstraßen zur Bündelung von<br>
Transporten. Unter einer intelligenten Transportlogistik verstehen wir aber auch<br>
die Vermeidung unnötiger Einzeltransporte, denn der Weg, der erst gar nicht<br>
stattfindet, trägt am meisten zum gesunden Klima bei. Für die Lieferverkehre in<br>
die City wollen wir die Nutzung von Cargo-Fahrrädern und emissionsfreien Lkw<br>
unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung von betriebsnahen Kinderbetreuungsangeboten</strong><br>
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein entscheidender Standortfaktor<br>
für die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber. Wir möchten Unternehmen<br>
bei der Einrichtung betriebsnaher Angebote zur Kinderbetreuung unterstützen, die<br>
die städtischen Betreuungsangebote ergänzen. Entscheidend für ein gutes Angebot<br>
sind Kita-Öffnungszeiten, die sich an die Betriebszeiten der Unternehmen<br>
anpassen, um vor allem alleinerziehende Elternteile zu unterstützen. Dabei sind<br>
auch die Arbeitszeiten von Eltern in Schichtdiensten zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vernetzung der lokalen Wirtschaft mit den Wissenschaftseinrichtungen</strong><br>
Wir wollen den Austausch der Stadt mit der Wissenschaft stärken und mehr<br>
Gelegenheiten schaffen, bei denen die Hochschulen mit ihren wissenschaftlichen<br>
Erkenntnissen in einen konstruktiven Dialog mit der Industrie und dem Handwerk<br>
treten. Dafür wollen wir den Masterplan Wissenschaft kontinuierlich<br>
fortschreiben und um Aspekte praxisnaher sozialer Innovation ergänzen. Die<br>
Kooperationen der Hochschulen im Ruhrgebiet sollen erhalten und weiter gefördert<br>
werden. Die Zusammenführung der FH-Standorte auf dem ehemaligen HSP-Gelände<br>
unterstützen wir.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.3 Gründungen fördern – Wirtschaft fördern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Gründer*innen wird in Dortmund schon jetzt viel getan. Wir wollen, dass der<br>
Start in die Selbstständigkeit ohne Hürden beginnt. Dazu gehört für uns ein Ort,<br>
an dem alle Informationen für die verschiedenen Zielgruppen gebündelt zur<br>
Verfügung stehen: von der Geburt einer Geschäftsidee über die Entwicklung eines<br>
Businessplans, die Beschaffung von Venture Capital, die Gewerbeanmeldung bis zur<br>
Gesellschaftsgründung und der weiteren Beratung. Das beinhaltet auch die<br>
Beratung zu Förderprogrammen über die Gründungsphase hinaus. Dies kann mit dem<br>
neu geplanten Gründungs- und Innovationscampus in der Speicherstraße entstehen.<br>
Dafür muss sichergestellt werden, dass alle Gründungsangebote der Stadt dort<br>
unter einem Dach zusammengeführt und dauerhaft gesichert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gründer*innenzentrum</strong><br>
Das Gründerinnenzentrum fördert heute vor allem weibliche Solo-<br>
Selbstständigkeit, diese birgt jedoch oft die Gefahr späterer Altersarmut. Daher<br>
wollen wir den Fokus des Angebots auf nachhaltig wachsende Unternehmen verlagern<br>
und besser mit den anderen Angeboten der Gründungsförderung verzahnen. Zudem<br>
kann eine stärkere Zusammenarbeit des Gründerinnenzentrums mit dem Centrum für<br>
Entrepreneurship und Transfer der TU Dortmund (CET) dazu beitragen,<br>
technikaffine Gründungen von Frauen zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Migrantische Ökonomie</strong><br>
Neben dem Erhalt des Gründerinnenzentrums haben wir uns immer wieder für die<br>
Wertschätzung und Unterstützung migrantischer Unternehmer*innen eingesetzt. Ihre<br>
Unternehmen sind ein untrennbarer Bestandteil der lokalen Ökonomie – nicht nur<br>
in der Nordstadt. Diese Entwicklung muss als Bereicherung eines vielfältigen<br>
Dortmunds gefördert werden.<br>
Am Gründungscampus sollen die Angebote für alle Zielgruppen gebündelt werden –<br>
auch für migrantische Unternehmer*innen. Das Deutsch-Internationale<br>
Wirtschaftszentrum Nordstadt (DIWN), dessen Bestand zunächst nur bis 2021<br>
gesichert ist, soll deshalb dauerhaft finanziert und im Gründungscampus<br>
angesiedelt werden, damit diese Gründer*innen nach Bedarf eine<br>
migrationsspezifische Beratung erhalten können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kreativwirtschaft</strong><br>
Neue Ideen brauchen Räume, Infrastruktur, Fördermaßnahmen und Starthilfen. Auch<br>
für Start-up-Ideen im Bereich der Kreativwirtschaft ist mehr städtische<br>
Infrastruktur notwendig. Im neu geplanten Hafenquartier soll deshalb Raum für<br>
ein entsprechendes Gründungszentrum mitgedacht werden.<br>
Wir Grüne wollen mit einem kreativwirtschaftlichen Zentrum in Dortmund einen<br>
Treffpunkt schaffen, wo sich Start-ups aus der Kreativwirtschaft austauschen,<br>
Ideen weiterentwickeln und sich gegenseitig inspirieren können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Pop-up-Stores und Zwischennutzungen</strong><br>
Wir wollen kreative Ansätze von Zwischennutzungen und Angebote wie Pop-up-<br>
Stores, also kurzfristige Einzelhandelsgeschäfte in leer stehenden<br>
Geschäftsräumen, weiterverfolgen. Dortmunder Start-ups und Menschen aus der<br>
Kultur- und Kreativwirtschaft können in diesem Rahmen ihre Produkte vorstellen<br>
und ihren möglichen Erfolg erproben. Auch die Wirkung auf die Stadtteile ist<br>
positiv, wenn Läden nicht leer stehen und wechselnde Angebote die Zentren<br>
beleben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.4 Gute Arbeit schaffen, Ökonomie und Gemeinwohl verbinden</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Wohl von Mensch und Umwelt muss mit den ökonomischen Zielen in Einklang<br>
gebracht werden. Wir GRÜNE wollen in Dortmund Unternehmen ansiedeln, die<br>
sozialversicherungspflichtige und existenzsichernde Beschäftigungen bieten.<br>
Zusätzlich wollen wir Umweltschutz, soziale Aspekte und wirtschaftliche Dynamik<br>
in ein neues Gleichgewicht bringen. Unsere Zukunft hängt unmittelbar davon ab,<br>
ob es gelingt, wirtschaftliches Wachstum und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln.<br>
Wirtschaftliche Aktivitäten können z.B. durch Billiglöhne und CO2 Emissionen<br>
negative Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft und Umwelt haben. Wir möchten,<br>
dass Wachstum und Wettbewerb nachhaltig und fair gestaltet wird. Daher sollen<br>
insbesondere bei der Auftragsvergabe der Stadt Unternehmen, welche<br>
verantwortungsvoll mit der Umwelt, den Menschen und der Gesellschaft umgehen,<br>
bevorzugt behandelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gemeinwohlbilanz für städtische Betriebe</strong><br>
Wir wollen auf der Grundlage des Public Corporate Governance Kodexes der Stadt,<br>
in dem die Grundsätze guter Unternehmensführung definiert sind, zunächst für<br>
alle städtischen Betriebe eine Gemeinwohlbilanz erstellen. (s. Kapitel Stadt-<br>
Verwaltung)<br>
Bei der Wirtschaftsförderung müssen die nötigen Kompetenzen geschaffen werden,<br>
um interessierte Unternehmen bei der Erstellung einer Gemeinwohlbilanz zu<br>
unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Existenzsichernde Beschäftigung durch qualifizierte Ansiedlungspolitik fördern</strong><br>
Wir GRÜNE wollen, dass die Wirtschaftsförderung Dortmund ihre Leistungsfähigkeit<br>
gezielt dazu nutzt, durch eine qualifizierte Ansiedlungspolitik dauerhafte und<br>
existenzsichernde Beschäftigung für alle Qualifikationen nach Dortmund zu holen.<br>
Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung von<br>
Bedeutung, die nicht weniger, aber andere Arbeitsplätze schaffen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gute Ausbildung</strong><br>
Als Schnittstelle im Kontakt zu Betrieben und Unternehmen soll die<br>
Wirtschaftsförderung gemeinsam mit den Fachbereichen Schule und Jugend verstärkt<br>
Ausbildungsplatzangebote insbesondere für bildungsferne Zielgruppen erschließen.<br>
Vorhandene Brückenprogramme im Übergangsfeld Schule/Beruf sollen ausgebaut<br>
werden. Dabei sollen zielgerichtete Programme insbesondere die Ausbildung im<br>
Handwerk fördern.<br>
Nicht alle Abiturient*innen wollen an die Hochschule. Wir möchten das Potenzial<br>
dieser Schüler*innen nutzen, um Programme wie „Meister statt Master“<br>
voranzubringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.5 Die Potenziale der Metropole Ruhr nutzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für die wirtschaftliche Entwicklung der Region – und damit auch der Stadt<br>
Dortmund – muss das Kirchturmdenken zugunsten eines regionalen<br>
Wirtschaftsstandortes und eines regionalen Arbeitsmarktes überwunden werden.<br>
Eine überregionale Zusammenarbeit, wie auf Ebene der Business Metropole Ruhr<br>
(BMR) oder des Regionalverbands Ruhr (RVR) vorgesehen, vermindert den<br>
Konkurrenzkampf der Kommunen, dient der neuen Nutzung industrieller Brachflächen<br>
und ist damit auch ein ökologischer Beitrag zur Verminderung des<br>
Freiflächenverbrauchs. Regionale Kooperationsstandorte sind dafür ein wichtiger<br>
Beitrag und sollen verstärkt entwickelt werden. Ansiedlungswillige Unternehmen<br>
sollen auch regional vermittelt werden, wenn in der jeweiligen Kommune keine<br>
geeignete Fläche bereitgestellt werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aufträge für die regionale Wirtschaft</strong><br>
Aktivitäten der kommunalen Unternehmen, die weitere Existenzgründungen vor Ort<br>
stützen und neue Arbeitsplätze in innovativen mittelständischen Unternehmen zur<br>
Folge haben, sehen wir positiv. All das dient direkt und indirekt den<br>
Dortmunderinnen und Dortmundern. Wir GRÜNE unterstützen es deshalb, wenn die<br>
Stadt und die städtischen Unternehmen ebenso wie private Unternehmen ihre<br>
Aufträge an lokale oder regionale Mittelständler*innen vergeben. Es ist ein<br>
Beitrag, Arbeitsplätze in der Stadt wie der Region zu schaffen und Investitionen<br>
vor Ort zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Regionale abgestimmte Ansiedlung von Einzelhandel</strong><br>
Unsere Innenstädte müssen lebendig bleiben. Eine gute Entwicklung des<br>
Einzelhandels ist dafür ein wichtiger Baustein und die Basis für ein<br>
pulsierendes öffentliches Leben. Neben einem zunehmenden Onlineangebot schwächen<br>
uniforme Geschäftstypen die Entwicklung der Stadtzentren. Wir wollen, dass sich<br>
die Städte des Ruhrgebiets nicht als Konkurrenten begreifen, sondern sich in der<br>
Belebung ihrer Innenstädte unterstützen.<br>
Unsere Innenstädte müssen lebendig bleiben. Wir wollen, dass sich die Städte des<br>
Ruhrgebiets nicht als Konkurrenten begreifen, sondern sich in der Belebung ihrer<br>
Innenstädte unterstützen. Statt uniformierter Einkaufspassagensoll sich die<br>
Einzigartigkeit jeder Stadt und jedes Stadtteils auch in Läden einer<br>
Einkaufspassage widerspiegeln. Wir setzen uns gegen große<br>
Einzelhandelsansiedlungen in nicht integrierten Lagen ein und befürworten eine<br>
Stadt der kurzen Wege mit einer vielfältigen und guten Nahversorgung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Einheitliche Gewerbesteuersätze im Ruhrgebiet</strong><br>
Wir wollen die Vereinheitlichung der Gewerbesteuersätze im Ruhrgebiet, um den<br>
Wettbewerb der Städte in der Region mit einer Subventionierung<br>
ansiedlungswilliger Unternehmen zu beenden. Dies dient auch der Stärkung<br>
interkommunaler Gewerbegebiete.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Stadt und Verwaltung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dortmund ist nicht nur der Ort, an dem über 600.000 Menschen leben. Dortmund ist<br>
auch Verwaltungszentrum, Arbeitgeberin und eine kommunalwirtschaftliche<br>
Organisation. Als Kommune ist Dortmund dem Wohlergehen einer und eines jeden<br>
Einzelnen innerhalb dieser Gemeinschaft verpflichtet. Ziel der städtischen<br>
Unternehmenstätigkeit ist damit vor allem die Daseinsvorsorge, aus der sich<br>
besondere Ansprüche sowohl an das eigene Handeln als auch an den Umgang mit<br>
Bürger*innen oder anderen Kommunen sowie an die Eigenbetriebe und<br>
Tochterunternehmen ableiten.<br>
Der wichtigste Punkt für uns: Die Unternehmen im Bereich der Pflichtaufgaben der<br>
Daseinsvorsorge bleiben unter demokratischer Kontrolle. Sie gehören nicht in<br>
private Hand – auch nicht in Teilen.Wir wollen eine starke kommunale<br>
Selbstverwaltung, eine Politik- und Verwaltungskultur, die auf Mitsprache<br>
ausgerichtet ist und eine Beteiligung der Bürger*innen aktiv fördert. Wir<br>
verstehen Verwaltung als Serviceangebot an die Dortmunder*innen. Und wir wollen<br>
eine Stadt, die fair, integrativ und nachhaltig handelt, die sich der<br>
Verantwortung gegenüber ihren rund 10.000 Mitarbeiter*innen bewusst ist und die<br>
den Ausbau digitaler Angebote zum Nutzen der hier lebenden Menschen vorantreibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.1 Bürger*innen-nahes Dortmund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir unterstützen den von der Stadt begonnenen Prozess zum Aufbau einer<br>
transparenten und bürgernahen Stadtverwaltung. Die Verwaltung soll ihre<br>
Kompetenzen verstärkt dafür einsetzen, den Dortmunder*innen die Erledigung<br>
weiterer Anliegen – neben der Vor-Ort-Beratung – auch online zu ermöglichen. In<br>
beiden Fällen müssen die Formulare für alle verständlich und nutzbar, also<br>
sowohl barrierefrei als auch mehrsprachig sein. Wir wollen die Möglichkeiten der<br>
Digitalisierung nutzen und dabei die Bürger*innen und die städtischen<br>
Mitarbeiter*innen mitnehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grün wählen für:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weiterentwicklung des Service für die Bürger*innen</strong><br>
Die Arbeitsweise von Verwaltungsstellen muss den Bedürfnissen und Lebenslagen<br>
der Bürger*innen entsprechen. Wer vormittags Kinder betreut, nur am Wochenende<br>
in Dortmund ist oder tagsüber arbeiten muss, kann derzeit die Bürgerdienste<br>
nicht ohne Weiteres nutzen. Wir wollen deshalb die Öffnungszeiten für die<br>
Kund*innen und damit auch die Arbeitszeiten der Mitarbeiter*innen flexibler<br>
gestalten, auch an Nachmittagen und einzelnen Samstagen. Für ältere und<br>
mobilitätseingeschränkte Menschen wollen wir die barrierefreie Erreichbarkeit<br>
sämtlicher Verwaltungsstellen. Alle Informationen müssen für jede und jeden klar<br>
verständlich sein: in allen häufig vorkommenden Fremdsprachen und in leichter<br>
Sprache. Wichtige politische Entscheidungen werden nach dem Beispiel des jüngst<br>
beschlossenen Klimabarometers in verständlich aufbereiteter Form kommuniziert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Digitalisierung von Rathaus und Verwaltung</strong><br>
Das Onlinezugangsgesetz (OGZ) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis Ende<br>
2022 einen Großteil der Verwaltungsleistungen digital anzubieten. Auf kommunaler<br>
Ebene müssen wir die Digitalisierung jetzt konsequent umsetzen – unter Beachtung<br>
des Datenschutzes. Deshalb wollen wir die Einführung barrierefreier digitaler<br>
Verwaltungsverfahren beschleunigen. Dazu gehört, das Bürger*innen-Portal im<br>
Internet weiter auszubauen, um mehr Dokumente und Anliegen online abwickeln und<br>
so Wartezeiten verkürzen zu können. Wir wollen, dass Behörden- und<br>
Verwaltungsangelegenheiten wie etwa die Ummeldung des Wohnsitzes oder die<br>
Beantragung von Kindergeld schnell und einfach über das Internet erledigt werden<br>
können. Die sichere Identifizierung über den elektronischen Personalausweis bei<br>
Behördengängen via Internet ist dafür die Voraussetzung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.2 Die Stadt als attraktive Arbeitgeberin</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Von Kommunen wird zu Recht erwartet, dass sie sich auch als Arbeitgebende<br>
gemeinwohlorientiert verhalten und gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen<br>
bieten.<br>
Wir wollen, dass die öffentliche Verwaltung und die städtischen Betriebe die<br>
Arbeitszeit soweit flexibilisieren, dass sich Familie und Beruf noch besser<br>
vereinbaren lassen. Frauen und Männer sollen generell gleiche Berufschancen und<br>
Karrieremöglichkeiten haben, das ist eins der grundsätzlichen GRÜNEN Ziele.<br>
Verwaltung und Stadttöchter haben Vorbildcharakter. Dementsprechend sollen sie<br>
insbesondere den nach Dortmund geflüchteten Menschen berufliche Perspektiven<br>
bieten. Gute Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie sichere<br>
Arbeitsplätze machen die Stadt Dortmund auf dem immer enger werdenden Markt der<br>
Fachkräfte attraktiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vorbildfunktion der Stadt in der Ausbildung</strong><br>
Die Stadt Dortmund leistet schon jetzt durch ihr Ausbildungsangebot für<br>
Schulabgänger*innen aller Schulformen und Abschlüsse einen wichtigen Beitrag zur<br>
Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und übernimmt Vorbildfunktion für andere<br>
Unternehmen. Einen Großteil ihres Personalbedarfs deckt sie durch eigene<br>
Nachwuchskräfte. In diesem Jahr gründete die Stadt mit dem Zentrum für<br>
Ausbildung und Kompetenzen (ZAK) eine zentrale Einrichtung für Aus- und<br>
Weiterbildung der Mitarbeitenden. Sie folgt damit dem zunehmenden Bedarf an<br>
zusätzlichen Kenntnissen und Kompetenzen, nicht nur für Auszubildende. Schon<br>
jetzt wird eine Vielzahl von Ausbildungsgängen für unterschiedliche<br>
Schulabschlüsse angeboten. Diesen Weg unterstützen wir und wollen insbesondere<br>
das Angebot für Schüler*innen mit eingeschränkten Chancen auf dem Arbeitsmarkt<br>
weiter ausbauen. Dafür wollen wir nicht nur das schon bestehende Projekt zur<br>
Förderung von Hauptschüler*innen ausweiten, sondern auch weitere Sonderformen<br>
zusätzlich zum geplanten Ausbildungsangebot einführen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Frauen in Führungspositionen</strong><br>
Noch immer gibt es in der Verwaltung zu wenig Frauen in Führungspositionen,<br>
obwohl ein Großteil der Mitarbeiter*innen bei der Stadt weiblich ist. Wir GRÜNE<br>
wollen, dass Frauen auch auf den oberen Ebenen adäquat vertreten sind. Deshalb<br>
wollen wir sie ermutigen und unterstützen, sich auf Führungspositionen zu<br>
bewerben. Dies geschieht z.B. durch Mentoring-Programme und Vernetzung. Wir<br>
wollen, dass die Stadt hierzu spezifische Angebote für Frauen bereitstellt. In<br>
Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro sollen zudem mehr Programme gegen<br>
geschlechterstereotype Berufswahl aufgelegt werden.<br>
Von einer geschlechtergerechten Verteilung der Positionen in den Aufsichtsräten,<br>
Vorständen und Geschäftsführungen sind auch die städtischen Eigenbetriebe und<br>
Tochterunternehmen nach wie vor weit entfernt. Ein Blick in den<br>
Beteiligungsbericht zeigt, dass die dort ausgewiesenen Vorstände hauptsächlich<br>
männlich besetzt sind. Wir wollen, dass die Regelungen des<br>
Landesgleichstellungsgesetz NRW in den Eigenbetrieben und städtischen Töchtern<br>
Anwendung finden und Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführung jeweils zur<br>
Hälfte mit Frauen besetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr Väter in Elternzeit</strong><br>
Noch ist es bei vielen Arbeitgeber*innen eher verpönt, wenn Väter Elternzeit<br>
nehmen – vor allem, wenn sie mehr als die ihnen zugedachten zwei Monate ihre<br>
Erwerbstätigkeit unterbrechen. Wir wollen Unternehmen davon überzeugen, dass<br>
wirklich gute Arbeitgeber*innen Väter in ihrem Vorhaben unterstützen, die Hälfte<br>
der Elternzeit zu nehmen. In der Stadtverwaltung und in den städtischen Töchtern<br>
wollen wir eine Kampagne anstoßen, die Väter dazu motiviert. Studien zeigen,<br>
dass hier für Männer Vorbilder im beruflichen Umfeld von besonderer Bedeutung<br>
sind. Wir wollen dafür sorgen, dass diese Vorbilder in Dortmund sichtbar und<br>
mehr werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Fortschreiben des Personal- und Organisationskonzeptes</strong><br>
Die Stadt Dortmund ist zusammen mit den städtischen Beteiligungen der größte<br>
lokale Arbeitgeber. Dennoch fehlt in einigen Bereichen, vor allem im Planungs-<br>
und Baubereich oder im Sozial- und Jugendhilfebereich, zunehmend Personal. Bis<br>
2035 wird zudem ein Anteil von rund 40 Prozent der jetzigen Belegschaft<br>
altersbedingt aus der Stadtverwaltung ausscheiden.<br>
Wir GRÜNE haben uns früh für die Einführung eines detaillierten Personal- und<br>
Organisationskonzepts in der Verwaltung eingesetzt. Dies muss kontinuierlich<br>
fortgeschrieben werden, um auf veränderte Aufgaben und Herausforderungen wie z.<br>
B. den Fachkräftemangel im Ingenieurswesen reagieren zu können. Das Konzept muss<br>
insbesondere die Entwicklungen durch den Masterplan „Digitale Verwaltung –<br>
Arbeiten 4.0“ berücksichtigen.<br>
Wir wollen, dass durch Weiterbildung und Zusatzausbildung Karrierepfade – auch<br>
auf rein fachlicher Ebene ohne Personalverantwortung – ermöglicht werden.<br>
Aufgaben- und Tätigkeitswechsel innerhalb des gesamten „Konzerns Stadt“ müssen<br>
durch entsprechende Fortbildungsangebote ermöglicht und unterstützt werden. Das<br>
Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle (u. a. Homeoffice) soll unter Beteiligung<br>
der Personalvertretung kontinuierlich ausgebaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gesunde Mitarbeiter*innen für die Stadt</strong><br>
Um die Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu erhalten und die Krankenquote<br>
abzusenken, wollen wir das betriebliche Gesundheitsmanagement weiter fördern.<br>
Der Arbeitsmedizinische Dienst der Stadt Dortmund ist personell deutlich<br>
unterbesetzt, was zu Ausfallzeiten bei den städtischen Mitarbeiter*innen und zu<br>
Verzögerungen bei den Einstellungsuntersuchungen führt. Wir setzen uns dafür<br>
ein, dass die nötigen arbeitsmedizinischen Leistungen für die Stadtverwaltung z.<br>
B. vom Klinikum Dortmund zentral übernommen und so verbessert und<br>
professionalisiert werden</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.3 Gemeinwohl ist ein Wirtschaftsfaktor</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunale Erfolge müssen nach mehr Kriterien als nur nach finanzwirtschaftlichen<br>
Kennzahlen bewertet werden. Neben der klassischen Wirtschaftsbilanz müssen auch<br>
Werte einbezogen und verglichen werden, die den gesellschaftlichen Nutzen des<br>
unternehmerischen Handelns bilanzieren. Dazu gehören Teilhabe aller,<br>
Mitbestimmung, Geschlechterdemokratie, ökologische Nachhaltigkeit oder auch<br>
Lebensqualität. Gemeinwohlökonomie ist ein Schritt auf dem Weg hin zu einer<br>
Wirtschaftsweise, die in erster Linie den Menschen in den Mittelpunkt stellt.<br>
Kommunale Unternehmen sollen hierbei Vorreiter und Impulsgeber sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Besondere Kriterien für kommunale Kapitalanlagen</strong><br>
Mit der Anlage öffentlicher Gelder können die Städte direkten Einfluss auf eine<br>
nachhaltige Produktion und sozial gerechtes Handeln nehmen. Investitionen in<br>
umweltschädliche Energieformen müssen ausgeschlossen werden. Ebenso sollte kein<br>
Geld der Stadt in Firmen fließen, die Kinderarbeit zulassen, Kriegswaffen<br>
herstellen oder anders gegen Menschenrechte verstoßen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stadt als Vorbild: Gemeinwohlbilanz für städtische Unternehmen</strong><br>
Wir wollen, dass die städtischen Unternehmen Gemeinwohlbilanzen erstellen oder<br>
in den Finanzberichten sozial-ökologische Kriterien gleichwertig mit den<br>
finanziellen Kriterien darstellen. Neben den klassischen Kennzahlen, wie Umsatz<br>
oder Rendite, soll die Bilanz um Gemeinwohlfaktoren erweitert werden, um die<br>
gesamtheitliche Wirkung der Organisation auf Umwelt und Gesellschaft abzubilden.<br>
Damit wird der Erfolg eines Betriebes an seinem tatsächlichen Beitrag zum<br>
Wohlergehen und der Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft gemessen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.4 Haushalt – Handlungsfähig und zukunftsfest</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kommunen brauchen für die Aufgaben, die sie erfüllen müssen, ausreichend<br>
finanzielle Mittel. Den Städten wurden in den vergangenen Jahren immer mehr<br>
Daueraufgaben z. B. in der Eingliederungshilfe oder bei der Flüchtlingsaufnahme<br>
und -integration übertragen, ohne dass Bund und Land für die nötige<br>
Gegenfinanzierung gesorgt haben. Damit werden die Spielräume für die eigenen<br>
kommunalpolitischen Akzente von Jahr zu Jahr geringer.<br>
Der Dortmunder Haushalt weist für das Jahr 2020 ein Defizit von 54,3 Mio. Euro<br>
aus, für das Jahr 2021 sogar 57,2 Mio. Euro. Und die Stadt benötigt zur<br>
Erfüllung ihrer Aufgaben zusätzlich Kassenkredite, deren Höhe sich 2019 auf rund<br>
1,6 Mrd. Euro summierten. Schon bei einem moderaten Zinsanstieg oder einer sich<br>
verschlechternden Konjunktur wäre Dortmund in der Haushaltssicherung. Für eine<br>
politische Gestaltung der Stadt wäre dann kein Geld mehr da.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Entlastung der Kommunen bei den Schulden</strong><br>
Über einen Altschuldenfonds wird den verschuldeten Kommunen ein Neustart<br>
ermöglicht, indem sie von sogenannten unechten Liquiditätskrediten befreit<br>
werden. Das sind die Kredite, die nicht nur zur Überbrückung kurzfristiger<br>
Engpässe aufgenommen wurden, sondern zum Ausgleich dauerhafter, struktureller<br>
Defizite benötigt werden. Sie sollen in einen Entschuldungsfonds eingebracht<br>
werden, der die vollständige Tilgung nach 30 Jahren ermöglicht. Wichtig ist uns,<br>
dass sich neben den Kommunen auch Bund und Länder an der Entschuldung<br>
beteiligen. Denn schließlich sind es vor allem die steigenden Aufgaben im<br>
sozialen Bereich, die den Kommunen aufgegeben werden, ohne sie mit den dafür<br>
benötigten Finanzmitteln auszustatten.<br>
Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen: Wir setzen uns deshalb für eine<br>
deutliche Stärkung des Konnexitätsprinzips ein. Wenn Bund oder Land ein neues<br>
Gesetz erlassen, müssen sie auch die Mehrkosten tragen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verbessertes Konzept für Bürger*innen-Haushalt</strong><br>
Das Ziel, die Dortmunder*innen über einen Bürger*innen-Haushalt an der<br>
finanziellen Prioritätensetzung der Stadt zu beteiligen, hat in der<br>
Vergangenheit nicht gut funktioniert. Dennoch ist der Bürger*innen-Haushalt ein<br>
wichtiges und in anderen Kommunen erfolgreich eingesetztes Instrument, um eine<br>
eigenständige Bürgerschaft zu stärken.<br>
Die Bürger*innen müssen erleben, dass sie über die Beteiligung Einfluss auf die<br>
politischen Entscheidungen nehmen und konkrete Veränderungen erreichen können.<br>
Wir wollen deshalb ein Gesamtkonzept von der Einbindung der Bürger*innen bis zum<br>
Umgang mit den Ergebnissen. Unterschiedliche Methoden bei der Auswahl der<br>
Bürger*innen (Zufallsauswahl, Ansprache aktiver Bürger*innen und<br>
Zielgruppenvertretungen), die stärkere Nutzung digitaler Möglichkeiten und eine<br>
Ausweitung der Inhalte sollen die Akzeptanz und die Teilnahme erhöhen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.5 Faire Kommune</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Stadt trägt Verantwortung. Ihr Handeln als Beschafferin von Waren und<br>
Dienstleistungen wirkt sich auf viele Bereiche aus und entscheidet mit, ob<br>
Klimaschutzziele erreicht werden, ob die hiesige Nachfrage zukunftsfähige<br>
Entwicklungen fördert, oder auch, ob Migration als Chance oder als Problem<br>
wahrgenommen wird.Auf GRÜNEN Antrag werden zukünftig bei Ausschreibungen und der<br>
Vergabe städtischer Aufträge auch Kriterien der Frauenförderung und der<br>
Vereinbarkeit von Beruf und Familie berücksichtigt. Damit wird das Engagement<br>
von Unternehmen anerkannt, die z. B. flexible Arbeitszeitmodelle anbieten, ihre<br>
Mitarbeiter*innen bei der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterstützen<br>
oder Frauen explizit ermutigen, sich auf Ausbildungs- und Arbeitsplätze in<br>
männerdominierten Berufsbereichen zu bewerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Dauerhaftes Engagement für mehr Nachhaltigkeit</strong><br>
Seit 2007 setzt sich Dortmund für eine faire und nachhaltige Beschaffung ein,<br>
seit 2009 trägt sie den Titel „Fairtrade Town“. Wir wollen, dass bei allen<br>
Ausschreibungen und Beschaffungen die in der Vergabesatzung verankerten<br>
sozialen, ökologischen und fairen Kriterien konsequent angewendet werden.<br>
Wir unterstützen ausdrücklich den Dortmunder Weg, der die Tariftreue in der<br>
strengen Form des alten Tariftreue- und Vergabegesetzes beibehält.<br>
Auf GRÜNEN Antrag hin wurden auch Kriterien zur Gleichstellung und<br>
Familienfreundlichkeit in die Richtlinien aufgenommen. Wir wollen, dass<br>
zukünftig auch Lokalität und der Umwelt-Footprint des Anbieters berücksichtigt<br>
werden. Auch bei der Versorgung von Kitas, (Hoch-)Schulen, Altenheimen oder<br>
Kliniken soll die Verwaltung verstärkt auf die Verwendung regionaler Öko-<br>
Produkte setzen.<br>
Im Fachbereich Vergabe und Beschaffung soll vor dem Hintergrund dieser<br>
Anforderungen ein Beurteilungskonzept für bevorzugte Lieferanten (Preferred-<br>
Supplier-Konzept) erarbeitet werden.<br>
Wir wollen, dass die Stadt zukünftig verstärkt Programme und Projekte der<br>
nachhaltigen Bildung und Entwicklung unterstützt und in ihren eigenen<br>
Einrichtungen durchführt (s. auch Programmabschnitt Schule).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkere Beteiligung der Bürger*innen</strong><br>
Bürgerbeteiligung ist für uns GRÜNE ein selbstverständlicher Bestandteil von<br>
Kommunalpolitik und auch in Dortmund an vielen Stellen institutionalisiert. Ob<br>
es um die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete, Nachverdichtung oder die<br>
städtebauliche Entwicklung von Flächen geht: Konflikte entstehen vor allem dann,<br>
wenn Bürger*innen den Eindruck haben, dass Politik und Verwaltung sich nicht mit<br>
ihnen über Ziele und Mittel der Stadtentwicklung verständigen.<br>
Wir wollen, dass die Stadt bei konfliktbehafteten Entscheidungen aktiv das<br>
Gespräch mit betroffenen Bürger*innen und ihren zivilgesellschaftlichen<br>
Organisationen sucht. Wir wollen „das Wissen der vielen“ rechtzeitig für<br>
Planungs- und Entscheidungsprozesse nutzen, damit besser durchdachte,<br>
akzeptierte und damit auch schnellere Lösungen herauskommen.<br>
Die Beteiligungsformate sollen möglichst viele Bevölkerungsgruppen ansprechen<br>
und ihre Teilnahme ermöglichen. Zudem sollen Zeit und Ort der Veranstaltung so<br>
gewählt werden, dass möglichst viele Bürger*innen teilnehmen können.<br>
Um Transparenz und Beteiligung zu intensivieren, fordern wir die Einrichtung der<br>
Stelle eines*r Beteiligungsbeauftragten. Die Person kann die Arbeit der<br>
Bezirksvertretungen und des Rates koordinieren, aber auch als Ansprechpartner*in<br>
für die Bürger*innen fungieren. Alle Beteiligungsformate sollen gesammelt und<br>
zentral veröffentlicht werden, sodass möglichst viele Menschen die Möglichkeit<br>
haben mitzubestimmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.6 Digitalisierung – aktiv, nachhaltig, für den Menschen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Grüne sehen die Digitalisierung als Chance, die verantwortungsbewusst von<br>
der Politik gestaltet werden muss. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen<br>
gleichermaßen von den positiven Aspekten profitieren. Um die vielfältigen<br>
Chancen des digitalen Wandels nutzbar zu machen, müssen wir diesen Wandel<br>
gestalten. Im Mittelpunkt stehen für uns eine zukunftsfähige, digitale<br>
Infrastruktur, der freie und gleichberechtigte Zugang zum Netz für alle, der<br>
Schutz unserer Privatsphäre und unserer persönlichen Daten beispielsweise über<br>
höchste IT-Sicherheitsstandards sowie eine modernisierte Verwaltung. Dies<br>
ermöglicht ein freies Handeln im Netz, Innovationen und fairen Wettbewerb.<br>
Wir dürfen aber auch diejenigen nicht vergessen, die keinen digitalen Zugang<br>
haben. Ihnen müssen wir den „analogen“ Zugang zu öffentlichen Diensten und<br>
Leistungen weiterhin garantieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbau des Open-Data-Portal und Nutzung von Open Source Software</strong><br>
Durch die Stadtverwaltung Dortmund werden große Mengen an nicht<br>
schutzbedürftigen Daten erhoben: statistische Daten, Umwelt-, Infrastruktur-,<br>
Verkehrs- oder Geodaten. Der offene und strukturierte Zugang zu diesen frei<br>
verfügbaren Datenbeständen ist ein wichtiger Beitrag für die Weiterentwicklung<br>
einer Wissensgesellschaft und ein zunehmender Standortfaktor für<br>
Wirtschaftsansiedlungen. Dortmund hat schon 2018 in Zusammenhang mit dem<br>
Masterplan Digitale Verwaltung die Einführung von Open Data beschlossen, u.a. um<br>
den Demokratiegedanken durch eine Öffnung der Verwaltung zu stärken. Open Data<br>
kann aber auch die Erstellung und Nutzung von Anwendungen für das tägliche Leben<br>
erleichtern sowie Möglichkeiten zur Mitwirkung an Meinungsbildungsprozessen<br>
schaffen.<br>
Wir wollen, dass die Stadt diesen Weg konsequent weiterverfolgt und das Open-<br>
Data-Portal kontinuierlich ausbaut. Wir setzen uns zudem für die Nutzung von<br>
freier Software und offene Standards in der Datenverarbeitung ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Digitalisierung im Sinne der Arbeitnehmer*innen</strong><br>
Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist für alle eine große Herausforderung. Wir<br>
GRÜNE wollen sie aktiv und zum Nutzen der Menschen gestalten. Wir wollen die<br>
Chancen der Flexibilisierung nutzen und dabei die Arbeitnehmer*innen- und<br>
Arbeitsschutzrechte nicht aus den Augen verlieren. Der Chance, seine Arbeit am<br>
frühen Abend zu erledigen, weil es besser in den eigenen Tagesablauf passt,<br>
steht die Gefahr gegenüber, dass wie selbstverständlich am frühen Abend Mails<br>
abgerufen werden müssen.<br>
Wir sehen durch die neue Technologie die Chance, Sozial- und Arbeitsstandards<br>
weiterzuentwickeln. Die begonnene Digitalisierungsstrategie begrüßen wir und<br>
werden sie unter Beachtung der gesetzlichen Mitbestimmungsregeln und der<br>
Einbeziehung der Personalvertretungen aktiv begleiten. Erwerbstätigkeit ist<br>
nicht nur ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein Instrument<br>
sozialer Teilhabe. Sie muss bei der fortschreitenden Digitalisierung besonders<br>
berücksichtigt werden.<br>
In Zeiten großer Veränderung ändern sich auch die Anforderungen ständig. Um eine<br>
menschgerechte Arbeitsgestaltung in einer digitalisierten Welt zu garantieren,<br>
wollen wir einen modernen Beschäftigtendatenschutz und wirksame<br>
Rahmenbedingungen für gesunde Arbeitsplätze. Auch in einer digitalisierten Welt<br>
muss es einen analogen Feierabend geben. Um den Wünschen nach beruflicher<br>
Weiterentwicklung gerecht zu werden, wollen wir eine Weiterbildungsstrategie<br>
definieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weiterentwicklung der Smart-City Dortmund</strong><br>
Die Stadt ist Teil der Smart City Allianz. Ihre Rolle dort ist die der<br>
Sachwalterin der Bürger*innen-Interessen. Sie soll die vielfältigen<br>
kommerziellen Interessen der Beteiligten kanalisieren und Fehlentwicklungen<br>
abwenden. Als Teil des Prozesses soll sie diesen kreativ gestalten und steuern.<br>
Im Umfeld von Smart City und in Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Ombudsmann<br>
für Datenwert und Datenethik muss die Stadt sicherstellen, dass sensible Daten<br>
geschützt und nicht von Interessengruppen „vermarktet“ werden</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nachhaltige Gestaltung von Digitalisierung</strong><br>
In vielen Bereichen wie z.B. Mobilität und Logistik oder Strom und Wärme können<br>
digitale Innovationen helfen, die Klimaziele zu erreichen. Doch gleichzeitig<br>
sorgt die digitale Information und Kommunikation für einen rapide wachsenden<br>
Anteil der weltweiten Emissionen von Treibhausgasen und einen hohen<br>
Ressourcenverbrauch.<br>
Auf Bundesebene setzen wir GRÜNE uns deshalb für die Aufstellung ökologischer<br>
Leitplanken ein: Serverfarmen müssen auf Ökostrom umgestellt und Anbieter<br>
digitaler Lösungen zur Datensparsamkeit, d.h. keine unnötige Erhebung und<br>
Speicherung, verpflichtet werden. Es müssen Anreize für die Reduktion des IT-<br>
bedingten Stromverbrauchs geschaffen werden. Digitale Endgeräte dürfen keine<br>
Einwegprodukte mehr sein, sondern müssen auch repariert werden können.<br>
Auf kommunaler Ebene wollen wir vor allem über Vorgaben in der Ausschreibung und<br>
Beschaffung den Energie- und Ressourcenverbrauch von Soft- und Hardware<br>
berücksichtigen und reduzieren. Im städtischen Arbeitsprogramm des Systemhauses<br>
muss das Thema Green IT dauerhaft verankert und im Hinblick auf die neuen<br>
Herausforderungen weiterentwickelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Transparenz, Demokratie, Mitsprache und Beteiligung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wem gehört die Stadt? Natürlich den Bürger*innen. Viele Projekte in den<br>
Bereichen Umwelt, Verkehr, Soziales, Kultur und Inklusion wären ohne das<br>
vielfältige Engagement vieler Dortmunder*innen undenkbar. Wir GRÜNE sind selbst<br>
aus Bürger*innen-Initiativen entstanden und unterstützen Menschen, die<br>
Verantwortung übernehmen und die Stadtgesellschaft mitgestalten wollen. Wir<br>
setzen uns deshalb dafür ein, dass die Beteiligung von Bürger*innen in der<br>
Kommunalpolitik verbessert wird. Gleichzeitig müssen politische Prozesse<br>
transparenter werden. Das Ehrenamt wollen wir weiter stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Live-Stream einführen</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, öffentliche Sitzungen des Stadtrats live im Internet<br>
zu übertragen und dauerhaft zugänglich zu machen. Das macht politische<br>
Entscheidungen transparenter und führt zu einer geringeren Distanz zwischen den<br>
Bürger*innen und ihren gewählten Vertreter*innen.<br>
Eine Instrumentalisierung der Sitzungen des Rates durch rechtsextreme und<br>
rechtspopulistische Ratsvertreter*innen bekämpft man durch kluge Strategien<br>
abgestimmt mit anderen demokratischen Parteien und eine offensive<br>
Auseinandersetzung in den Sitzungen – auch im Stream.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Beteiligungsrechte in den Sitzungen ausbauen</strong><br>
Wir wollen Beteiligungsrechte der Bürger*innen in den Sitzungen der Ausschüsse<br>
ausbauen statt sie einzuschränken. In den Bezirksvertretungen gibt es bereits<br>
jetzt in jeder Sitzung eine Bürger*innen-Sprechstunde. Wir setzen uns dafür ein,<br>
dass die Mitglieder des Integrationsrates, des Seniorenbeirats sowie des<br>
Behindertenpolitischen Netzwerks ein festes Rederecht in den Bezirksvertretungen<br>
bekommen.<br>
Die Möglichkeiten des Ausschusses für Bürgerdienste, öffentliche Ordnung,<br>
Anregungen und Beschwerden sind zu wenigen Bürger*innen bekannt. Das zeigt die<br>
geringe Anzahl von Eingaben. Wir setzen uns dafür ein, über die Möglichkeiten<br>
für Anregungen und Beschwerden offensiv zu informieren. Wir setzen uns für die<br>
Einführung einer Bürger*innen-Sprechstunde im Ausschuss analog zu den<br>
Bezirksvertretungen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bezirksvertretungen – Stadtbezirksparlamente wertschätzen</strong><br>
Die Bezirksvertretungen leisten wichtige, kommunalpolitische Arbeit in den zwölf<br>
Dortmunder Stadtbezirken. Sie haben den direktesten Zugang zu vielen<br>
Bürger*innen. Ihre Kenntnisse über die Situation vor Ort ist bei vielen<br>
Entscheidungen des Stadtrats, der Ausschüsse und der Stadtverwaltung von großer<br>
Bedeutung. Allerdings werden Entscheidungen der Bezirksvertretungen oft nicht<br>
ausreichend berücksichtigt oder nicht nachvollziehbar abgelehnt. Wir wollen den<br>
Bezirksvertretungen mehr Gewicht verleihen und für die gewählten<br>
Bezirksvertretungen bessere Möglichkeiten für ihre Arbeit schaffen. Dazu zählen<br>
die entsprechende Ausrüstung mit digitalen Geräten und ein besserer Zugang zu<br>
den Informationsmöglichkeiten der Verwaltung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Digitale Beteiligung einführen, Jugendparlament prüfen</strong><br>
Wir wollen die größtmögliche Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der<br>
Entwicklung unserer Stadt. Die stadtweiten Jugendforen sind dabei ein gutes und<br>
bewährtes Instrument. Die zusätzliche Einrichtung eines Jugendparlaments in der<br>
nächsten Wahlperiode wollen wir mit allen demokratischen Parteien und unter<br>
Beteiligung der Kinder und Jugendlichen diskutieren (siehe auch Kapitel „Kinder<br>
und Jugendliche“).<br>
Wir setzen uns dafür ein, insbesondere für Jugendliche weitere moderne<br>
Beteiligungsformen einzuführen. In anderen Städten gibt es dafür bereits das<br>
Projekt „aula“. Es ermöglicht in erster Linie Schüler*innen der weiterführenden<br>
Schulen, mit Hilfe einer Online-Plattform und didaktischer Begleitung eigene<br>
Ideen für die Gestaltung ihres Schulumfelds zu entwickeln, Mehrheiten dafür zu<br>
finden und die Umsetzung zu beschließen. Damit vereint „aula“ mediale Bildung<br>
mit politischer Bildung und fördert die mündige politische Beteiligung in einer<br>
digitalisierten Welt. Wir wollen das Modell auch für kommunale Zusammenhänge<br>
außerhalb von Schulen prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bürger*innenbeteiligung stärken</strong><br>
Dortmund hat 600.000 Gehirne – nutzen wir sie. Wir stehen für eine aktive<br>
Zivilgesellschaft, deren Rat und Mitentscheidung wir noch stärker einbeziehen<br>
wollen. Dazu braucht es frühzeitige Information und Einbeziehung bei allen<br>
Planungsprozessen, neue Formen der Beteiligung und die Modernisierung<br>
traditioneller Formate. Wir wollen neue Verfahren entwickeln und ausweiten, die<br>
möglichst viele Menschen einbinden und nicht nur die bereits in der<br>
Stadtgesellschaft Engagierten. Onlinebeteiligungsplattformen, Bürger*innen-<br>
Gutachten, Zukunftswerkstätten, Online-Petitionen und Beteiligungshaushalte sind<br>
dabei ebenso mögliche Formen wie die Modernisierung von Bürger*innen-<br>
Versammlungen mit Vorabdiskussionen auf Onlineplattformen. Die Erfahrungen mit<br>
Beteiligungsprozessen zeigen, dass sich mehrheitlich politiknahe<br>
Bevölkerungsgruppen beteiligen. Wir wollen, dass auch Bevölkerungsgruppen<br>
miteinbezogen werden, die nicht so artikulations- und beteiligungsstark sind.<br>
Deshalb setzen wir uns dafür ein, projektbezogen sinnvolle Formen zu finden, die<br>
eine möglichst breite Beteiligung ermöglichen.<br>
Für eine kontinuierliche Bürger*innen-Beteiligung ist es notwendig, alle<br>
relevanten Informationen und Dokumente zugänglich zu machen und praxisgerechte<br>
Beteiligungsinstrumente zu schaffen. Und: Beteiligungsprozesse dürfen nicht im<br>
Nichts verlaufen, sondern müssen Konsequenzen haben, über die transparent und<br>
kontinuierlich informiert wird. Das bereits beschlossene Klimabarometer auf der<br>
Homepage der Stadt ist dafür ein erstes Beispiel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Frag die Stadt – Informationsfreiheitsgesetz stärken</strong><br>
Informationsfreiheit ist das Recht auf freien Zugang zu amtlichen Informationen<br>
und ein Mittel zur Kontrolle politischer Prozesse. Sie kann Korruption vorbeugen<br>
und erhöht die Transparenz und Rechenschaftspflicht von Politik und Verwaltung.<br>
Der freie Informationsfluss vom Staat an die Bürger*innen stärkt und belebt die<br>
Demokratie, weil er Partizipation möglich macht. Ob Umweltauswirkungen von<br>
Bauvorhaben, Lärmmessungen, CO2-Daten, Gutachten zum öffentlichen Nahverkehr<br>
oder Ergebnisse von Hygienekontrollen – auf der Grundlage des<br>
Informationsfreiheitsgesetz muss die Stadt auf Antrag Informationen und auch<br>
Protokolle zur Verfügung stellen. Dabei sollte die Stadt proaktiv vorgehen und<br>
Informationen auf dem Open Data Portal der Stadt zur Verfügung stellen (siehe<br>
auch Kapitel Verwaltung). Wir stehen für eine offene und transparente Verwaltung<br>
und setzen uns dafür ein, dass alle Bürger*innen in Dortmund auf der Grundlage<br>
des Gesetzes problemlos freien Zugang zu städtischen Informationen bekommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ehrenamt und Freiwilligkeit stärken</strong><br>
Das ehrenamtliche Engagement vieler Dortmunder*innen in ganz unterschiedlichen<br>
Bereichen von sozialen Projekten bis hin zum Umweltschutz trägt viel dazu bei,<br>
unsere Stadtgesellschaft zusammenzuhalten und zu einem offenen und<br>
demokratischen Miteinander zu entwickeln. Das gilt insbesondere auch für das<br>
große Engagement der vielen Ehrenamtlichen bei der Integration der zu uns<br>
Geflüchteten und Zugewanderten. Wir unterstützen und fördern weiterhin das<br>
Ehrenamt als wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen und politischen<br>
Gemeinwohl und zur Integration. Deshalb haben wir der Einführung der<br>
Ehrenamtskarte des Landes in Dortmund zugestimmt. Die damit möglichen<br>
Vergünstigungen wollen wir erweitern. Gleichzeitig ist uns eine Unterstützung<br>
derjenigen Ehrenamtlichen wichtig, die nicht die Voraussetzungen für die<br>
Ehrenamtskarte erfüllen. Gerade diesen Bereich wollen wir in der kommenden<br>
Wahlperiode ausbauen. Durch Online-Plattformen wollen wir die Vernetzung unter<br>
den Ehrenamtlichen als auch den Austausch mit professionell helfenden fördern.<br>
Gleichzeitig werden wir darauf achten, dass keine Aufgaben aus bezahlten<br>
Bereichen ins Ehrenamt ausgegliedert werden, um Kosten zu sparen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 21 Apr 2020 11:13:37 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A6: A3: GRÜN IST… SOZIALE GERECHTIGKEIT!</title>
                        <link>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/A3_GRUeN_IST_SOZIALE_GERECHTIGKEIT-63874</link>
                        <author>Stefan Rath</author>
                        <guid>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/A3_GRUeN_IST_SOZIALE_GERECHTIGKEIT-63874</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜN IST… Soziale Gerechtigkeit<br>
… wie wir sozialen Zusammenhalt, Fairness und Miteinander stärken wollen…</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inhalt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Wohnen und Stadtentwicklung</strong><br>
1.1 Wohnen muss bezahlbar sein<br>
1.2 Grund und Boden sind Gemeingut<br>
1.3 Lebenswertes Dortmund</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Wohnungslosenhilfe</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Kommunale Arbeitsmarktpolitik – Teilhabe für Langzeitarbeitslose</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Alt werden in Dortmund</strong><br>
4.1 Inklusive und starke Infrastruktur für Senior*innen<br>
4.2 Selbstbestimmt alt werden</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Drogenhilfe in Dortmund: Hilfe statt Sanktion</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Hilfe für Menschen in Prostitution</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7. Sicherheit in Dortmund: Bürger*innenrechte achten</strong><br>
7.1 Polizei, Stadt und Bürger*innen in partnerschaftlichem Zusammenwirken<br>
7.2 Bürgerschaftliches Engagement für ein sicheres Dortmund<br>
7.3 Zukunftsfähigkeit von Feuerwehr und Katastrophenschutz</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Land und auch eine Stadt sind nur dann sozial, wenn sie eine selbstbestimmte<br>
Teilhabe für Alle ermöglichen und ihre Bürger*innen wirkungsvoll vor Armut<br>
schützen. Das ist unser GRÜNER Anspruch. Wir stehen für eine inklusive<br>
Gesellschaft und Stadt, in der alle dazu gehören und niemand ausgegrenzt wird.<br>
Die Realität sieht allerdings auch in Dortmund anders aus.<br><br>
Im Februar dieses Jahres waren über 33.000 Personen arbeitslos gemeldet, die<br>
Arbeitslosenquote lag bei 10,5 Prozent. Insgesamt leben ca. 90.000 Menschen in<br>
sogenannten Bedarfsgemeinschaften und bekommen Leistungen nach SGB II (Hartz IV)<br>
oder Sozialgeld – unter ihnen auch viele Kinder und Alleinerziehende. Dazu<br>
kommen ca. 15.000 sogenannte Aufstocker*innen, die von ihrer Erwerbsarbeit nicht<br>
leben können und ergänzende Sozialleistungen erhalten. Der gesetzliche<br>
Mindestlohn hat an dieser Situation wenig geändert, weil er zu niedrig ist, um<br>
die Menschen von Transferleistungen unabhängig zu machen; dies gilt insbesondere<br>
für Familien mit mehreren Kindern. Und: Immer mehr Menschen in Dortmund sind<br>
neben ihren Altersbezügen auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die Zahl der<br>
Bezieher*innen von Grundsicherung im Alter stieg innerhalb von zehn Jahren um 43<br>
Prozent und liegt inzwischen ebenfalls bei ca. 15.000 Menschen.<br><br>
Damit gehört Dortmund nach den Zahlen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zu<br>
den zehn Regionen mit der höchsten Armutsquote: In Dortmund liegt sie konstant<br>
bei gut 20 %. Der Sozialbericht 2018 betrachtet die soziale Lage in Dortmund<br>
nach Kriterien wie Höhe des Einkommens, Bildungschancen der Kinder, Teilhabe am<br>
Arbeitsmarkt, Wohnsituation, Gesundheit und macht deutlich: Die soziale<br>
Ungleichheit ist in bestimmten Sozialräumen sehr groß. Damit können und wollen<br>
wir uns nicht zufriedengeben. Der Bericht zur sozialen Lage muss kontinuierlich<br>
fortgeschrieben werden und die Grundlage für entsprechende Konzepte zur<br>
Armutsbekämpfung sein, die mit anderen Prozessen wie etwa der Kommunalen<br>
Arbeitsmarktstrategie abstimmt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als GRÜNE wissen wir: Es kann keine ökologische Nachhaltigkeit geben ohne eine<br>
soziale Nachhaltigkeit. Das eine ist vom anderen nicht zu trennen. Ob in der<br>
Kinderbetreuung und in der Schulpolitik, ob bei der Politik für Senior*innen, in<br>
der Arbeitsmarktpolitik oder beim bezahlbaren Wohnen – an vielen Stellen unseres<br>
Programms finden sich deshalb Vorschläge, um die soziale Situation vieler<br>
Dortmunder*innen zu verbessern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Wohnen und Stadtentwicklung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.1 Wohnen muss bezahlbar sein</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dortmund wächst. Die Bevölkerungszahl erhöhte sich seit 2014 um rund 13.300<br>
Personen. Der Wohnungsmarkt kommt trotz vieler Neubauten mit diesem stetigen<br>
Zuwachs nicht mit. Folge: Die Wohnkosten steigen, Wohnraum für Menschen mit<br>
geringem und normalem Einkommen ist zur Mangelware geworden. Die<br>
durchschnittliche Nettokaltmiete stieg seit 2014 um insgesamt 20 Prozent auf<br>
aktuell 7,00 €/qm (2019) im Mittel. Bei neu gebauten Wohnungen lag der<br>
Mittelwert im Jahr 2019 schon bei 10,50 €/qm. Nur noch 7,5 Prozent des gesamten<br>
Dortmunder Wohnungsbestands waren im Jahr 2018 geförderte Wohnungen – und die<br>
Entwicklung ist weiterhin rückläufig. Gleichzeitig aber steigt die Zahl der<br>
Haushalte, die auf eine Unterstützung durch das Wohnungsamt angewiesen sind.<br>
2018 waren insgesamt 5.000 Haushalte anspruchsberechtigt, rund 2.000 davon<br>
standen auf der Warteliste für eine öffentlich geförderte Wohnung.<br>
Alle Dortmunder*innen sollen eine gute Wohnung finden und sich diese Wohnung<br>
auch leisten können. Das heißt auch, dass für den Durchschnittshaushalt die<br>
Miete nicht mehr als 30 Prozent des verfügbaren Einkommens betragen sollte. Für<br>
alle Dortmunder*innen müssen ausreichend Wohnungen zur Verfügung stehen, die<br>
barrierefrei und bezahlbar sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Anteil von geförderten Wohnungen in jedem Neubaugebiet soll auf mindestens<br>
30 Prozent erhöht werden.</strong><br>
Seit dem Ratsbeschluss vom 10. April 2014 gibt es eine Regelung, die festlegt,<br>
dass in jedem Baugebiet mindestens 25 Prozent der entstehenden Wohneinheiten<br>
öffentlich geförderte Mietwohnungen sein müssen. Diese Quote reicht aufgrund der<br>
steigenden Nachfrage und der wachsenden Bevölkerung heute nicht mehr aus und<br>
muss an die neuen Entwicklungen angepasst werden.<br>
In jedem Neubaugebiet sollen mindestens 10 Prozent der Wohnungen im sog.<br>
preisgedämpften Segment, also mit Quadratmeterpreisen zwischen Angebotsmiete und<br>
Sozialmiete angeboten werden. Es gibt viele Dortmunder*innen mit niedrigem oder<br>
mittlerem Einkommen, die die durchschnittliche Neubaumiete von 10,50 €/qm in<br>
Dortmund nicht aufbringen können. Deshalb muss in den Bebauungsplänen zukünftig<br>
festgesetzt werden, dass ein Mindestanteil an Wohnungen für Preise zwischen 6<br>
und 9 €/qm vermietet wird. Eine Sicherung der Quotierung erfolgt zum Beispiel<br>
über einen städtebaulichen Vertrag.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bewahren gewachsener Quartiere durch eine soziale Erhaltungssatzung bzw.<br>
Milieuschutzsatzung</strong><br>
Bei zunehmendem Wohnungsmangel findet verstärkt eine bauliche Aufwertung von<br>
meist innenstadtnahen Wohngebieten statt. Das ist ein positiver Prozess, solange<br>
er nicht zur Verdrängung der alteingesessenen Mieter*innen mit niedrigem<br>
Einkommen durch eine neue, finanzkräftige Bevölkerung führt und das Viertel<br>
seine soziale Struktur komplett verändert. Durch den Erlass sozialer<br>
Erhaltungssatzungen kann die Gefahr der Verdrängung durch Umwandlung in<br>
Eigentumswohnungen und Luxusmodernisierungen verringert werden. Zudem kann die<br>
Stadt Vorkaufsrechte geltend machen und bebaute oder unbebaute Grundstücke<br>
selbst kaufen, um Immobilienspekulationen vorzubeugen. Und sie kann verhindern,<br>
dass bisher günstige Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.<br>
Nach dem Vorbild der Stadt Leipzig sollte zudem die gesamte Stadt Dortmund<br>
hinsichtlich von Verdrängung bedrohter Stadtteile und Quartiere untersucht<br>
werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung von Investitionen im Bestand</strong><br>
Die Stadt Dortmund setzt bei ihren eigenen Liegenschaften hohe Standards<br>
bezüglich der Energieeffizienz. Der größte Teil der Gebäude in Dortmund,<br>
insbesondere der Wohngebäude, ist jedoch in privater Hand. Für viele Menschen<br>
sind gerade die Heizkosten eine enorme Belastung. Diese können durch eine<br>
energetische Sanierung deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig bringt eine solche<br>
Sanierung viel für den Klimaschutz. Wir wollen, dass die Kosten dafür auch über<br>
zusätzliche städtische Fördergelder abgefedert werden, statt über eine Umlage<br>
allein von den Mieter*innen finanziert. Ein entsprechendes kommunales<br>
Förderprogramm schafft zudem einen zusätzlichen Investitionsanreiz.<br>
Für die Mieter*innen der städtischen Wohnbaugesellschaft Dogewo21 sollen sich<br>
Mieterhöhungen aufgrund energetischer Modernisierungen und die sich daraus<br>
ergebende Energieeinsparung finanziell ausgleichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verstärkter Bau von geförderten Wohnungen durch Dogewo21 bzw. die Dortmunder<br>
Stadtentwicklungsgesellschaft (DSG)</strong><br>
Wohnen ist ein Grundrecht und gehört zur Daseinsvorsorge der Stadt. Sie muss<br>
durch ihre stadteigene Wohnungsbaugesellschaft dafür Sorge tragen, den<br>
Wohnungsmarkt zu entspannen. Dies wird durch den verstärkten Bau von geförderten<br>
Wohnungen durch die Stadt erreicht. Dafür muss die Dogewo21 in die Pflicht<br>
genommen werden. Dazu gehört auch der strategische Ankauf von Wohnungsbeständen<br>
in problematischen Lagen.<br>
Das Ziel ist es, über Dogewo 21 bzw. die DSG in der kommenden Wahlperiode<br>
jährlich rund 500 geförderte Wohnungen für alle Generationen und Zielgruppen vom<br>
Einpersonenhaushalt bis zu Familien mit Kindern zu errichten. Hierfür sind<br>
geeignete Grundstücke an Dogewo21 bzw. DSG zu übertragen und Baurecht zu<br>
schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begrenzung der Mietenentwicklung</strong><br>
Die Leerstandsquote in Dortmund hat sich in den letzten 15 Jahren halbiert.<br>
Während sie im Jahr 2004 noch bei über 4 Prozent lag, betrug sie Ende 2018 nur<br>
noch 2 Prozent. Manche Stadtteile erreichen mit einer Quote von 1 Prozent de<br>
facto Vollvermietung. Diese Entwicklung zeigt, dass auch in Dortmund Instrumente<br>
zur Mietbegrenzung nötig sind. Auf Landesebene machen wir uns deshalb dafür<br>
stark, dass Kappungsgrenzen, Mietendeckel und<br>
Mietpreisbremse auch in NRW zum Schutz für Mieter*innen eingeführt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wohnen als Grundrecht</strong><br>
In Dortmund gibt es verschiedene Gruppen von Menschen, die aus unterschiedlichen<br>
Gründen Schwierigkeiten haben, eine eigene Wohnung zur finden. Wir wollen allen<br>
Einheimischen und Zugezogenen ermöglichen, selbstbestimmte Mieter*innen zu sein.<br>
Die Betroffenen benötigen – neben der städtischen Wohnungslosenhilfe –<br>
Unterstützung und Hilfe ohne große Hürden. Wir unterstützen deshalb Konzepte wie<br>
Housing First, die Wohnungslosigkeit direkt beenden und flexible wohnbegleitende<br>
Hilfen zum dauerhaften Wohnungserhalt anbieten.<br>
Menschen, die ALG II, Grundsicherung oder Sozialgeld beziehen, erhalten bei der<br>
Berechnung der Angemessenheitsgrenzen der Kosten der Unterkunft einen Klimabonus<br>
für energetisch sanierte Wohnungen, angelehnt an die Zuschläge des Mietspiegels.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Barrierefreies Wohnen</strong><br>
Wir unterstützen den (Um-)Bau von barrierefreien und altersgerechten Wohnungen.<br>
Dabei wollen wir Wohnungseigentümer*innen von den Vorzügen barrierearmer und -<br>
freier Wohnungen überzeugen. In städtebaulichen Wettbewerben sollen<br>
barrierefreie Wohnungen eingefordert und bevorzugt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.2 Grund und Boden sind Gemeingut</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Rat hat 2018 auf GRÜNE Initiative die Erarbeitung von Grundsätzen für die<br>
Vergabe städtischer Grundstücke verabschiedet. Dazu gehört, dass in Dortmund<br>
Baugrundstücke zukünftig über sog. Konzeptverfahren vergeben werden: Nicht<br>
allein der Preis ist das entscheidende Kriterium für die Grundstücksvergabe,<br>
sondern es fließen auch Kriterien wie zum Beispiel ein Mobilitätskonzept für die<br>
künftigen Bewohner*innen, eine klimafreundliche Energieversorgung usw. in die<br>
Entscheidung für einen Investor ein. Bei Konzeptverfahren werden außerdem der<br>
Anteil geförderten Wohnraums (über die verpflichtende 25-Prozent-Quote hinaus)<br>
und verlängerte Bindungsfristen (über die 20 bzw. 25 Jahre hinaus gemäß den<br>
aktuellen Förderbestimmungen) berücksichtigt.<br>
Um die künftige Stadtentwicklung ökologisch und nachhaltig steuern zu können,<br>
muss die Stadt Eigentümerin des kommunalen Grund und Bodens bleiben und in die<br>
Lage versetzt werden, auch Grundstücke dazuzukaufen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>In der öffentlichen Hand Halten städtischer Grundstücke</strong><br>
Städtische Grundstücke sollen nicht mehr verkauft, sondern durch Erbpacht in der<br>
öffentlichen Hand gehalten werden. Durch die Vergabe von Erbbaurechten wird die<br>
Stadt Dortmund in die Lage versetzt, im Sinne des Gemeinwohls aktiv und steuernd<br>
Einfluss zu nehmen auf den Bodenmarkt und seine (städtebauliche) Entwicklung.<br>
Denn nach Ablauf des Erbbaurechts fällt das Grundstück wieder an die Stadt<br>
zurück und die Stadt kann die weitere Nutzung an den aktuellen Bedarf anpassen.<br>
Dies gilt auch für Gewerbeflächen.<br>
Grundstücksvergaben in Erbpacht erhalten nicht nur das kommunale Grundvermögen,<br>
sondern durch den Erbbauzins wird auch eine dauerhafte Einnahme erzielt. Das<br>
Erbbaurecht kann einen sinnvollen Beitrag zur Daseinsvorsorge und zur<br>
nachhaltigen Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum leisten, indem zum<br>
Beispiel für geförderte Wohnungen geringere Erbpachtzinsen und/oder reduzierte<br>
Verkehrswerte gemäß Gemeindeordnung angesetzt und längere Bindungsfristen<br>
vereinbart werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verhinderung von Bodenspekulation</strong><br>
Gemeinwohl vor Rendite ist unsere Forderung für die städtische Boden- und<br>
Wohnungspolitik. Bauland und Wohnungen dürfen nicht zu Spekulationsobjekten<br>
werden. Dagegen können Vorkaufsrechte (zum Beispiel über Bauleitplanung,<br>
Sanierungsgebiete und Milieuschutzgebiete) helfen, die sowohl für die Stadt als<br>
auch für Genossenschaften festgelegt werden.<br>
Unser Ziel ist es, den Bestand von Wohnungen und Boden im Besitz der<br>
öffentlichen Hand mit einer aktiven Ankaufstrategie zu vergrößern. Dazu gehört<br>
auch die Verankerung eines kommunalen Vorkaufsrechts für ganze Stadtgebiete<br>
(Gebiete mit sozialer Erhaltungssatzung). Akteur*innen wie Genossenschaften oder<br>
Stiftungen, die gemeinwohlorientiert handeln, sollen diese kommunale Strategie<br>
ergänzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vereinbarungen mit Eigentümer*innen / Investor*innen zu einer nachhaltigen und<br>
sozialen Quartiersentwicklung</strong><br>
Um die Stadt und die Quartiere nachhaltig und sozial zu entwickeln, braucht<br>
Dortmund die Zusammenarbeit mit engagierten Investor*innen. Über städtebauliche<br>
Verträge und Konzeptvergaben wird erreicht, dass – neben dem Kaufpreis – noch<br>
weitere Kriterien eine entscheidende Rolle spielen: die Verbesserung des<br>
Angebots von Wohnraum im unteren Preissegment, die Förderung alternativer<br>
Mobilität (zum Beispiel mit Carsharing-Angeboten, E-Ladestationen, gesicherten<br>
Abstellflächen für Fahrräder, Stellflächen für Lastenräder usw.),<br>
Quartierskonzepte, Entwicklung des Mikroklimas sowie ökologisches Bauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Effizientere Bodennutzung durch flächensparendes Bauen</strong><br>
In der Innenstadt sind die Flächen für den Wohnungsbau begrenzt. In zentralen<br>
Neubaugebieten haben Mietgeschosswohnungen deshalb für uns eindeutig Vorrang vor<br>
Einfamilienhäusern. Um mit wenig Flächenverbrauch mehr Wohnungen bauen zu<br>
können, halten wir sowohl den Ausbau von Dachgeschossen als auch eine höhere<br>
Geschossigkeit bei Neubauten für sinnvoll. Angesichts des mit zunehmendem<br>
Wachstum immer kostbarer werdenden Bodens wird Dortmund in Zukunft nach oben<br>
wachsen müssen. Grüne Hochhäuser, die Arbeiten und Wohnen vereinbaren, können im<br>
Innenstadtbereich entstehen. Die „doppelte Innenentwicklung“, das heißt die<br>
Qualifizierung und Erweiterung von Grün- und Freiflächen, der Erhalt von<br>
Frischluftbahnen oder von mikroklimatisch wirksamem Grün ist für uns dabei eine<br>
entscheidende Voraussetzung. Das heißt aber auch, dass in Konfliktfällen immer<br>
wieder individuell zwischen Nachverdichtung und Erhalt von Grün- und Freiflächen<br>
abgewogen werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Flächenkreislaufwirtschaft: Wiederverwerten von Flächen, statt Versiegelung<br>
neuer Flächen</strong><br>
Wir wollen in Dortmund nach Möglichkeit keine neuen Flächen versiegeln. Die<br>
Umnutzung und Wiederverwertung bereits erschlossener Grundstücke und die<br>
Aktivierung brachliegender Flächen hat absoluten Vorrang vor einer Neuausweisung<br>
– sowohl für Baugebiete als auch für Gewerbeflächen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Effizientere Bodennutzung durch Überbauung von Stellplatz- und Handelsflächen</strong><br>
In Dortmund wird für Supermärkte künftig der mehrgeschossige Bau mit Büros<br>
und/oder Wohnungen in den oberen Stockwerken zum Standard. Um weitere schon<br>
versiegelte Flächen besser zu nutzen, sollen auch bestehende Stellplatzflächen<br>
entsprechend überbaut werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bedarfsgerechte Verteilung des bestehenden Wohnangebots</strong><br>
Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes wollen wir Möglichkeiten schaffen,<br>
dass Wohnungen freiwillig, zum vergleichbaren Quadratmeterpreis und möglichst im<br>
Quartier getauscht werden können. Wohnungstauschbörsen beim Wohnungsamt oder bei<br>
den Wohnungsbaugesellschaften können helfen, die passenden Wohnungen für die<br>
jeweilige Lebenslage zu finden. Lösungsansätze bietet das „Frankfurter Programm<br>
zum Wohnungstausch“, das auf den festgelegten Mietpreisen im geförderten<br>
Wohnungsbau aufsetzt. Auch Vereinbarungen der Stadt mit der Dogewo21 und den<br>
großen Wohnbaugesellschaften sind möglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkere Förderung von Genossenschaften und gemeinwohlorientierte<br>
Baugemeinschaften</strong><br>
Genossenschaftliches Wohnen und Baugemeinschaften zeichnen sich durch<br>
Solidarität und gemeinsame Verantwortung aus. So kann nicht nur preiswerter<br>
Wohnraum geschaffen werden, sondern es werden auch Chancen für kreatives,<br>
vielfältiges und buntes Wohnen und Leben eröffnet. Das hilft, sowohl die soziale<br>
Balance in den Quartieren der Stadt zu erhalten als auch die gesellschaftliche<br>
Vielfalt zu stärken. Schon jetzt werden auf GRÜNE Initiative hin 10 Prozent der<br>
Grundstücksfläche in Neubaugebieten für solche Projekte vorgehalten. Diesen<br>
Anteil gilt es zu verdoppeln und zur Verfügung stehende Grundstücke primär<br>
genossenschaftlichen, gemeinschafts- und gemeinwohlorientierten<br>
Baugemeinschaften anzubieten.<br>
Wir wollen Möglichkeiten schaffen, dass die Stadt durch die Gewährung zinsloser<br>
Darlehen auch einkommensschwächeren Haushalten den Eintritt in eine<br>
Wohnbaugenossenschaft ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.3 Lebenswertes Dortmund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Lebensqualität in unserer Stadt hängt maßgeblich von unserer Umwelt ab.<br>
Deshalb treten wir GRÜNE für die Entwicklung und den Erhalt der Grünflächen<br>
sowie der natürlichen und naturnahen Lebensräume im Stadtgebiet und für die<br>
naturnahe Gestaltung von Wasserläufen ein. Damit schaffen wir die Grundlagen für<br>
Artenvielfalt auch im städtischen Raum. Wir sorgen für den Schutz der Menschen<br>
vor Lärm und Schadstoffen und wir haben auch den Schutz des Klimas im Blick.<br>
Das Konzept der „autogerechten Stadt“ muss abgelöst werden durch das Ziel der<br>
„menschengerechten Stadt“. Eine dichtere und urbanere Stadt kann nur mit weniger<br>
Autoverkehr und höherer Aufenthaltsqualität des Stadtraums funktionieren.<br>
Entscheidend für unsere dynamische Stadt ist es, den öffentlich nutzbaren Raum<br>
zu erhalten und ihn zum Bewegungsraum weiterzuentwickeln.<br>
Ziel GRÜNER Politik ist eine Stadt, deren Gestaltung sich an der Gesamtheit der<br>
Lebensbedürfnisse der Menschen orientiert statt den Verkehrsfluss der Autos und<br>
entsprechende Abstellmöglichkeiten zum alleinigen Maßstab zu machen.<br>
Lebensqualität bedeutet vor allem: weniger Autoverkehr, mehr Ruhe, mehr<br>
Freiräume, Parks und Seen, Schatten spendende Bäume, begrünte Dächer und eine<br>
sozial durchmischte Stadt ohne abgeschottete Wohnviertel – weder für die Armen<br>
noch für die Reichen. Eine GRÜNE Stadt ist kein Selbstzweck. Es geht zuallererst<br>
darum, das Leben im Sinne der Menschen zu verbessern, und zwar vor allem für die<br>
einkommensschwächeren Dortmunder*innen, die oft diejenigen sind, die<br>
beispielsweise an lauten Straßen mit hoher Luftverschmutzung leben müssen. Sie<br>
sind auf eine soziale und ökologische Weiterentwicklung der Stadt besonders<br>
angewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Am Gemeinwohl ausgerichtete Quartiersentwicklung</strong><br>
Bei der Entwicklung neuer Wohnquartiere muss der gemeinwohlorientierte Bedarf<br>
des umliegenden Stadtteils stärker berücksichtigt werden: Beispiele sind ein<br>
bedarfsgerechtes Wohnungsangebot, soziale Einrichtungen wie Kitas,<br>
Begegnungszentren und Pflegeeinrichtungen sowie eine wohnungsnahe<br>
Einzelhandelsversorgung. Wir wollen Nutzungsmöglichkeiten und Einrichtungen<br>
schaffen, die eine kostenfreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.<br>
Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und einem guten Quartiersmanagement<br>
wollen wir den Einzelhandel stärken und Leerstände insbesondere in den<br>
Stadtteilzentren verhindern.<br><br><strong>Beteiligung der Menschen vor Ort bei Planungsprozessen</strong><br>
Die Entwicklung großer Areale in der Stadt ist nicht allein Thema von<br>
Stadtverwaltung und Investor*innen. Die Menschen vor Ort müssen auf Augenhöhe<br>
und frühzeitig in Planungsprozesse als legitime Kooperationspartner*innen in die<br>
Stadtentwicklung einbezogen werden. Es gibt viele Initiativen, die sich mit viel<br>
Know-how bei der Entwicklung zum Beispiel des Hafenquartiers, des ehemaligen<br>
HSP-Geländes oder der Nordfläche am Hauptbahnhof einsetzen.<br>
Wir wollen die Bürger*innen an städteplanerischen Entwicklungen beteiligen und<br>
ihre Anregungen in die weiteren Planungen einfließen lassen – mit der Option,<br>
dass sich Pläne auch ändern können.<br>
Wir wollen, dass Bestandserhalt ernst genommen wird und kreative Gestaltungs-<br>
und Umnutzungsideen entwickelt werden. Die Einbindung von Baugruppen, die<br>
Bereitstellung von Räumen für Gemeinschaftsnutzungen sowie Experimentier- und<br>
Freiräume sind wichtige Bestandteile einer gemeinwohlorientierten<br>
Stadtentwicklung. Akteur*innen, die einen sozialen und kulturellen Mehrwert für<br>
die Nachbarschaft und Stadtgesellschaft leisten, haben für uns den gleichen<br>
Stellenwert wie wirtschaftliche Akteur*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schaffen öffentlicher Räume</strong><br>
Für uns GRÜNE ist die Erweiterung, Entwicklung und Gestaltung des öffentlichen<br>
Raums eine zentrale Zukunftsaufgabe, um Teilhabe und Zusammenhalt in der<br>
Gesellschaft zu fördern. Hinter dem Begriff „öffentlicher Raum“ verbergen sich<br>
nicht nur Parks und öffentliche Plätze.<br>
Öffentliche Räume bringen Menschen jedweder Herkunft, Geschlecht, sozialer<br>
Schicht und Alter zueinander. Wir wollen Angebote schaffen, die es den Menschen<br>
ohne Hürden möglich machen, zusammenzukommen, sich kennenzulernen, Kontakte zu<br>
pflegen und am öffentlichen Leben teilzuhaben.<br>
Nicht zuletzt ist der öffentliche Raum ein wichtiger Ort des politischen<br>
Diskurses. Dafür wollen wir Orts- und Stadtteilzentren stärken, eine Stadt der<br>
kurzen Wege bieten. Wir wollen im öffentlichen Raum eine hohe<br>
Aufenthaltsqualität für alle schaffen: mit Grün und Wasser, guten<br>
Sitzmöglichkeiten, Spielplätzen, Veranstaltungsflächen, Kunst, Trinkbrunnen,<br>
Toiletten, Foodsharing-Stationen, Bücherschränken und mehr. Angebote zum<br>
kostenlosen und angenehmen Aufenthalt in der Öffentlichkeit sind eine<br>
Investition in eine lebendige und gerechte Gemeinschaft, ein wichtiger Beitrag<br>
zu Inklusion und Teilhabe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Barrierefreiheit für den gesamten öffentlichen Raum</strong><br>
Senior*innen, Kinder und Menschen mit Behinderungen sollen sich sicher und<br>
selbstständig in der Stadt bewegen können. Ein barrierefreier öffentlicher Raum<br>
mit Nahversorgung im Wohnumfeld gibt Senior*innen und Menschen mit Behinderung<br>
die Möglichkeit, sich lange selbstbestimmt zu versorgen und zugleich am<br>
gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Neuaufteilung des Straßenraums zugunsten von Fußgänger*innen und Radverkehr</strong><br>
Öffentlicher Raum ist ein Gemeingut und sollte gleichermaßen für alle zugänglich<br>
sein. Doch ein großer Teil der Fläche ist derzeit den Autos – fahrenden oder<br>
parkenden – vorbehalten. Damit hat sich der Stadtraum vom Bewegungs- und<br>
Aufenthaltsraum zu einem Raum für den motorisierten Verkehr entwickelt.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dass der Straßenraum wieder zum Raum für den Menschen<br>
wird und allen Verkehrsteilnehmer*innen gleichberechtigt zur Verfügung steht. Er<br>
soll zur Begegnungszone nach Schweizer Vorbild werden – attraktiver und sicherer<br>
für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Auch wenn es derzeit in Deutschland<br>
noch keine rechtliche Grundlage für Begegnungszonen nach Schweizer Vorbild gibt<br>
(eine Begegnungszone ist eine Form der Verkehrsberuhigung, in der<br>
Fußgänger*innen Vorrang vor Fahrzeugen haben), wollen wir bei der zukünftigen<br>
Stadt- und Straßenplanung den Menschen mit all seinen Mobilitätsbedürfnissen und<br>
nicht nur das Auto vorrangig in den Blick nehmen (s. auch Kapitel Mobilität).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verminderung von Lärm</strong><br>
Lärm beeinflusst nicht nur die Lebensqualität, sondern wirkt sich auch auf die<br>
Gesundheit aus. Der Lärmaktionsplan der Stadt muss kontinuierlich<br>
weiterentwickelt werden und dazu beitragen, besonders verlärmte Orte vor allem<br>
an verkehrsreichen Straßen konsequent zu beruhigen – unter anderem durch die<br>
Reduzierung von Geschwindigkeit und Verkehrsaufkommen.<br>
Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h müssen die Regel sein (s. auch Kapitel<br>
Mobilität). Dazu gehört auch, dass eine Straße wie die OW IIIa bzw. L 663 n, die<br>
eine der letzten großen Ruhezonen in Dortmund durchschneiden würde, nicht<br>
weitergebaut wird.<br>
Auch der Dortmunder Flughafen belastet die Anwohner*innen mit zusätzlichem Lärm.<br>
Deshalb lehnen wir die Verlängerung der Start- und Landebahn sowie jegliche<br>
Aufweichung des Nachtflugverbotes ab. Langfristig fordern wir den Rückbau des<br>
Flughafens (s. auch Kapitel Mobilität).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung von nachhaltigem Bauen</strong><br>
Der Bausektor gehört zu den Wirtschaftszweigen mit dem höchsten<br>
Ressourcenverbrauch. Gleichzeitig herrscht in Dortmund ein Bauboom. Für uns<br>
bedeutet das, klimaneutrales und nachhaltiges Bauen nach anerkannten<br>
Zertifizierungssystemen zu fordern und zu fördern.<br>
Die Bewertung der Klimaneutralität muss zukünftig bei kommunalen Bauvorhaben<br>
obligatorisch sein. Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) wird bereits<br>
verpflichtend für Neubauten des Bundes und einiger Bundesländer angewendet. Die<br>
Stadt Dortmund sollte die Anwendung des BNB für städtische Bauvorhaben einführen<br>
und damit ihrer Vorbildrolle gerecht werden. Auf Landes- und Bundesebene machen<br>
wir uns für entsprechende Förderprogramme im kommunalen Sektor stark.<br>
Um nachhaltiges Bauen nach anerkannten Bewertungs- und Zertifizierungssystemen<br>
auch in der Privatwirtschaft anzuregen, könnten Förderprogramme die Mehrkosten<br>
an Planungshonoraren auffangen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Wohnungslosenhilfe</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie viele Menschen in Dortmund obdach- und wohnungslos sind, weiß niemand so<br>
genau. Fakt ist: Es sind viele Hundert, die Zahl liegt höher als offiziell<br>
bekannt und sie steigt weiter. Das zeigen die Zahlen der Besucher*innen bei der<br>
Wohnungslosen-Initiative Gast-Haus e.V., bei der Kanaa-Suppenküche sowie in der<br>
Männer- und in der Frauenübernachtungsstelle. Dazu kommen viele Menschen, die<br>
akut von Wohnungslosigkeit bedroht sind. All das ist auch Ausdruck der<br>
grundsätzlichen Armut vieler Menschen in der Stadt. Das im Jahr 2018<br>
verabschiedete Konzept zur Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe beinhaltet<br>
vor allem bereits bestehende Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen und entwickelt<br>
sie quantitativ weiter. Wir fordern zusätzlich eine qualitative<br>
Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Keine Verdrängung obdachloser Menschen</strong><br>
Armut, Obdach- und Wohnungslosigkeit gehören auch in Dortmund zur<br>
gesellschaftlichen Realität und zum Stadtbild. Eine Verdrängung obdachloser<br>
Menschen aus dem öffentlichen Raum lehnen wir ebenso ab wie Ordnungsgelder für<br>
den Aufenthalt auf der Straße. Statt einer Bestrafung Obdachloser für ihre<br>
Obdachlosigkeit setzen wir uns für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der<br>
Unterstützungs- und Hilfsangebote ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weiterentwicklung von Männer- und Frauenübernachtungsstellen</strong><br>
Sowohl die Männer- als auch die Frauenübernachtungsstelle sind erneuert und<br>
erweitert worden. Dabei werden konzeptionell auch Hilfs- und<br>
Beratungsmöglichkeiten angeboten. Schon jetzt zeichnet sich aber ab, dass die<br>
vorhandenen Plätze perspektivisch nicht reichen werden. Zusätzlich fehlen Plätze<br>
für obdachlose Paare oder auch für obdachlose Menschen mit Hunden. Wir setzen<br>
uns dafür ein, bei Bedarf erweiterte Angebote zu schaffen. Der Zugang zu<br>
sogenannten Übernachtungsscheinen durch das Jobcenter oder das Sozialamt, um<br>
kostenfreie Übernachtungen zu ermöglichen, soll erleichtert werden.<br>
Nicht-Dortmunder*innen und EU-Zugewanderte können die Übernachtungsstellen nur<br>
eine Nacht nutzen, wenn sie nicht selbst zahlen. Das bedeutet einen faktischen<br>
Ausschluss dieser Gruppen von warmen und sicheren Übernachtungsmöglichkeiten.<br>
Das wollen wir ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nothilfeprogramm im Winter</strong><br>
Wir wollen die Hilfen für obdachlose und wohnungslose Menschen im Winter<br>
verbessern. Bereits in den letzten Jahren kam es teilweise zu lebensbedrohlichen<br>
Situationen, wenn Menschen im Freien übernachtet haben. Eine Öffnung der U-<br>
Bahnhöfe ist bis jetzt immer wieder abgelehnt worden. Wir setzen uns deshalb<br>
dafür ein, dass es ein schlüssiges Nothilfeprogramm für die Wintermonate gibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mitternachtsbus</strong><br>
Seit vielen Jahren fordern wir einen Wärme- oder Mitternachtsbus, der obdach-<br>
und wohnungslose Menschen ohne Übernachtungsplatz versorgt und ihnen<br>
unbürokratische Überlebenshilfen bietet. Seit Ende 2018 gibt es einen Bus, der<br>
vom Malteser Hilfsdienst Dortmund, der Katholischen Stadtkirche Dortmund und der<br>
Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft organisiert wird. Der Bus versorgt<br>
mehrmals in der Woche abends in der Innenstadt obdach- und wohnungslose Menschen<br>
mit Tee, Kaffee und heißer Suppe, mit Hygieneartikeln, warmer Kleidung und<br>
Schlafsäcken. Jeden Abend werden damit bis zu 100 Menschen erreicht, versorgt<br>
und unterstützt. Der Betrieb läuft ausschließlich über Ehrenamtliche und wurde<br>
bisher ausschließlich aus Spendenmitteln finanziert. Auf Antrag der GRÜNEN<br>
Ratsfraktion wird der Bus ab 2020 mit 10.000 Euro jährlich unterstützt. Wir<br>
setzen uns dafür ein, dass der Bus perspektivisch ganzjährig fährt und ein<br>
fester Bestandteil der Notfallhilfen für obdach- und wohnungslose Menschen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nothilfeprogramm für EU-Zuwander*innen</strong><br>
Ein großer Teil der Zuwander*innen aus Südosteuropa ist zunehmend von Armut und<br>
Verelendung betroffen oder bedroht, weil sie die rechtlichen Voraussetzungen für<br>
die Anerkennungs des Hilfsbedarfs nicht erfüllen. Viele sind obdachlos oder<br>
leben in prekären Wohnverhältnissen. Sie besitzen weder einen Anspruch auf<br>
Sozialleistungen noch einen Krankenversicherungsschutz und sind größtenteils von<br>
integrierenden Hilfeleistungen ausgeschlossen. So ist zum Beispiel eine<br>
Versorgung mit Lebensmitteln bei der Dortmunder Tafel an die Voraussetzung<br>
geknüpft, dass für den Erhalt eines Tafelausweises die Bedürftigkeit mit einem<br>
amtlichen Bescheid über den Bezug von Sozialleistungen nachgewiesen wird. Diesen<br>
Bescheid haben aber viele der Zuwander*innen nicht. Für die betroffenen Menschen<br>
bleiben im Fall der Bedürftigkeit meist nur die offenen Tagestreffs,<br>
Suppenküchen oder Notfallambulanzen, wo ihnen unabhängig von ihren rechtlichen<br>
Ansprüchen geholfen wird. Ein eigenständiges niedrigschwelliges Konzept bzw.<br>
Nothilfeprogramm zur Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen gibt es<br>
bis heute nicht. Wir wollen, dass ein solches Konzept erstellt wird, das sich an<br>
den konkreten Lebenslagen orientiert. Bestandteil eines solchen Programms muss<br>
insbesondere die medizinische Versorgung sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärken vorhandener Tagesaufenthalte – Schaffen dezentraler Tagesaufenthalte</strong><br>
Die vorhandenen Tagesaufenthalte wollen wir stärken und auch mit kommunalen<br>
Mitteln absichern. Notwendig sind aber aufgrund der gestiegenen und weiter<br>
steigenden Zahlen wohnungsloser Menschen mehr kleine dezentrale Möglichkeiten<br>
des Tagesaufenthalts – vor allem auch für die zunehmende Zahl jugendlicher<br>
Obdachloser. In den Einrichtungen sind insbesondere Möglichkeiten des Waschens<br>
und der Körperhygiene zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Housing First</strong><br>
Vor dem Hintergrund des angespannten Wohnungsmarkts haben Menschen in prekären<br>
Lebenslagen Probleme, adäquate Wohnungen zu finden. Das gilt besonders für<br>
bisher Obdach- und Wohnungslose. Das Housing-First Konzept beendet<br>
Wohnungslosigkeit unmittelbar und bietet flexible wohnbegleitende Hilfen zum<br>
dauerhaften Wohnungserhalt an. Dabei besteht von Anfang an ein normales,<br>
unbefristetes Mietverhältnis mit allen Rechten und Pflichten. Das ist ein<br>
entscheidender Unterschied zum derzeit praktizierten System, in dem Betroffene<br>
ihre „Wohnfähigkeit“ zunächst unter Beweis stellen müssen. Wir setzen uns dafür<br>
ein, das Konzept des Housing First in Dortmund einzuführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Kommunale Arbeitsmarktpolitik – Teilhabe für Langzeitarbeitslose</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der ökologische Umbau, die Digitalisierung und der technologische Wandel in der<br>
Arbeitswelt setzen viele Arbeitsplätze unter Veränderungsdruck. Dortmund hat<br>
eine lange Geschichte des Strukturwandels hinter sich. In den letzten Jahren<br>
konnte gemeinsam mit vielen arbeitsmarktpolitischen Akteur*innen, darunter die<br>
lokale Wirtschaft, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und viele<br>
Beschäftigungsträger, die Zahl der Menschen ohne Erwerbsarbeit deutlich<br>
verringert werden. Die Stadt Dortmund soll ihren Einsatz für nachhaltige<br>
Beschäftigung und gute Arbeit weiter verstärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Strategien für die Teilhabe am Arbeitsmarkt</strong><br>
Trotz der Bemühungen der Stadt sind immer noch viele Menschen in Dortmund<br>
langzeitarbeitslos und mit ihren Familien und Angehörigen von Leistungen des<br>
Staates abhängig. Im Januar dieses Jahres waren es noch über 83.000 in über<br>
42.000 Bedarfsgemeinschaften.<br>
Das Job Center unterstützt bereits Arbeitgeber*innen, die Langzeitarbeitslose<br>
über das Teilhabechancengesetz des Bundes in den ersten Arbeitsmarkt<br>
eingliedern. Darüber hinaus brauchen wir für Menschen, die langzeitarbeitslos<br>
sind und absehbar keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, einen<br>
öffentlichen geförderten sozialen Arbeitsmarkt, der eine verlässliche<br>
Perspektive eröffnet. Dazu müssen nicht nur befristete, sondern auch<br>
unbefristete Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden. Dafür setzen wir uns<br>
auf Bundes- und Landesebene ein.<br>
Dortmund hat in den letzten Jahren eigene finanzielle Mittel aufgebracht, um<br>
Langzeitarbeitslosigkeit mit Hilfe von Bundes- und Landesmitteln über Projekte<br>
vor Ort effektiv und nachhaltig zu verringern. Diese Kommunale<br>
Arbeitsmarktstrategie werden wir weiter unterstützen. Statt Arbeitslosigkeit zu<br>
verfestigen, wollen wir Teilhabechancen schaffen und die soziale und ökologische<br>
Infrastruktur in den Quartieren der Stadt stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Integration von geflüchteten Menschen durch und in Arbeit</strong><br>
Die Integration von zu uns geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt ist eine<br>
besondere Herausforderung. Klar ist, dass eine echte Integration nur gelingen<br>
kann, wenn ein eigenes Einkommen ein eigenständiges Leben und eine<br>
Lebensperspektive ermöglicht. Wir setzen uns weiterhin für eine Integration der<br>
geflüchteten Menschen in den Dortmunder Arbeitsmarkt ein. Im Rahmen der<br>
Kommunalen Arbeitsmarktstrategie müssen alle arbeitsmarktpolitischen<br>
Akteur*innen entsprechende Schwerpunkte wie zum Beispiel<br>
Qualifizierungsangebote, Sprachkurse etc. setzen. Mit der Integration begegnen<br>
wir erfolgreich dem zunehmenden Fachkräftemangel bei Dortmunder Unternehmen und<br>
Handwerksbetrieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Perspektiven für junge Menschen</strong><br>
Die Zahl Jugendlicher und junger Erwachsener ohne Arbeit ist in Dortmund immer<br>
noch viel zu hoch. Allein im Januar dieses Jahres waren 2849 junge Menschen<br>
unter 25 Jahren ohne Job. Wer sein Erwerbsleben mit einer Phase der<br>
Arbeitslosigkeit und verbunden damit auch mit Perspektivlosigkeit beginnt, hat<br>
schlechtere Aussichten auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Die Grundlagen<br>
für einen guten Start ins Erwerbsleben werden schon früh in der Schule gelegt.<br>
Ein Schulabschluss ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Perspektive<br>
auf dem Arbeitsmarkt. Wir werden Projekte, die Jugendliche und junge Erwachsene<br>
im Übergang von der Schule in einen Beruf unterstützen, fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Qualifizierung als Schlüssel zur Beschäftigung</strong><br>
Eine zentrale Rolle für die Überwindung von Arbeitslosigkeit spielt die<br>
Qualifizierung insbesondere von langzeitarbeitslosen Menschen. Dabei müssen sich<br>
die Lerninhalte und Lernformen den unterschiedlichen Vorkenntnissen und<br>
Bedürfnissen der Menschen anpassen: Manche benötigen berufliches Basiswissen,<br>
andere brauchen eine gezielte Weiterbildung in ihrem Beruf. Dabei gilt es<br>
insbesondere, die digitale Spaltung zwischen Menschen, die die Technik<br>
beherrschen, und denen, die sie nicht beherrschen, zu verhindern. Nicht jede<br>
Qualifizierung ist für alle Arbeitslosen geeignet und notwendig. Deshalb müssen<br>
die Angebote die Interessen und Bedürfnisse der Arbeitslosen berücksichtigen;<br>
sie müssen zudem nachhaltig in dem Sinne sein, dass sie die Chancen auf einen<br>
existenzsichernden und sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gewähren.<br>
Projekte und Initiativen, die nachhaltige und an den Bedürfnissen der<br>
Teilnehmer*innen orientierte Angebote machen, unterstützen wir.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Leistungen des Dortmund-Passes ausweiten</strong><br>
Mit dem Dortmund-Pass erhalten Menschen, die Sozialleistungen beziehen,<br>
ermäßigten Eintritt für städtische Freizeit- und Kulturangebote. Wir wollen den<br>
Kreis der Anspruchsberechtigten ausweiten auf Bürger*innen mit geringem<br>
Einkommen. Außerdem setzen wir uns dafür ein, die Leistungen des Dortmund-Passes<br>
analog zu den Vergünstigungen durch die Ehrenamtskarte zu erweitern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Alt werden in Dortmund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in Dortmund werden viele Menschen immer älter. Unser Ziel ist es, dass sie<br>
dabei so lange wie möglich selbstbestimmt leben und aktiv sein können. Die<br>
meisten Menschen möchten auch im Alter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und<br>
am alltäglichen Leben teilhaben. Deshalb braucht es kurze Wege und Hilfen vor<br>
Ort. Dazu gehören eine gute Nahversorgung, ein guter und preiswerter<br>
öffentlicher Nahverkehr, eine ausreichende Gesundheitsversorgung sowie gut<br>
erreichbare und gut ausgestattete Begegnungs- und Beratungsstellen. Mit ihren<br>
Lebenserfahrungen, ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten bereichern Senior*innen<br>
unsere Stadtgesellschaft. Wir wollen deshalb die Teilhabe älterer Menschen<br>
ermöglichen und unterstützen, unabhängig davon, wie viel Geld sie haben, wie es<br>
um ihre Gesundheit bestellt ist oder welche Sprache sie sprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.1 Inklusive und starke Infrastruktur für Senior*innen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir GRÜNE stehen für ein inklusives Dortmund. Wir stehen für eine Stadt, in der<br>
Chancengleichheit, gerechte Teilhabe und Selbstbestimmung für alle Menschen<br>
sicherzustellen sind. Für uns ist Inklusion eine Querschnittaufgabe, die alle<br>
Lebensbereiche berührt, insbesondere auch die der älteren Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inklusives Dortmund – Teilhabe und Barrierefreiheit</strong><br>
Teilhabe braucht unabdingbar ein entsprechendes barrierefreies Wohnumfeld, das<br>
allen zugutekommt. Wir setzen uns außerdem ein für den weiteren Ausbau von<br>
barrierefreien Haltestellen und von Ampelanlagen für Sehbehinderte sowie die<br>
Absenkung aller Gehwege an Kreuzungen. Auch alle Behörden und Ämter müssen<br>
barrierefrei sein, genauso die Zugänge zu amtlichen Formularen. Barrierefreiheit<br>
muss darüber hinaus bei allen Gebäuden gewährleistet werden, die von der Stadt<br>
Dortmund Investitionszuschüsse erhalten, Wir erwarten, dass der Hauptbahnhof<br>
nach seinem Umbau grundsätzlich barrierefrei ist und erwarten das auch von<br>
anderen Bahnstationen in der Stadt.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dass Teilhabe im Alltag selbstverständlich wird.<br>
Städtische Veranstaltungssäle sollen grundsätzlich mit induktiven Höranlagen<br>
ausgestattet bzw. nachgerüstet werden, damit hörgeschädigte Menschen auch an<br>
öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begleitservice für Bus und Bahn</strong><br>
Mobilität ist ein wichtiges Kriterium für eine selbstbestimmten Teilhabe am<br>
gesellschaftlichen Leben. Gerade viele ältere und mobilitätseingeschränkte<br>
Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Gehhilfe, aber auch seheingeschränkte,<br>
blinde oder gehörlose Menschen fühlen sich bei der Nutzung von Bussen und Bahnen<br>
unsicher und benötigen Hilfe. Ein ÖPNV-Begleitservice begleitet Fahrgäste von<br>
der Haustür an in allen auf dem Weg erforderlichen öffentlichen Verkehrsmitteln<br>
bis zu ihrem Zielort. Er wäre in einer tendenziell alternden Gesellschaft und<br>
Stadt eine wichtige Ergänzung und Hilfestellung. Die von uns immer wieder<br>
geforderte Einrichtung eines solchen Begleitservices ist in den letzten Jahren<br>
aus unterschiedlichen Gründen gescheitert. Wir wollen einen ÖPNV-Begleitservice<br>
in Dortmund weiterhin realisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öffentliche Toiletten ausbauen</strong><br>
Ausreichende, barrierefreie und qualitativ gute öffentliche Toiletten gehören<br>
zur kommunalen Daseinsvorsorge einer Stadt. Insbesondere ältere Menschen, aber<br>
auch Menschen mit Behinderung sind auf darauf angewiesen, dass ein stadtweites<br>
Netz öffentlicher Toiletten zur Verfügung steht. Mit der derzeitigen Anzahl<br>
vorhandener öffentlicher Toiletten kann die Stadt Dortmund die gleichberechtigte<br>
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht gewährleisten. Wir setzen uns für ein<br>
Konzept zum Ausbau öffentlicher Toiletten sowie für die stadtweite Umsetzung des<br>
Projekts „Nette Toilette“ ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wohnungstauschbörse und Umzugsmanagement</strong><br>
Ein Teil der älteren Menschen lebt in Wohnungen, die nicht altersgerecht, nicht<br>
barrierefrei oder inzwischen einfach zu groß sind. Das macht eine eigene und<br>
selbstbestimmte Haushaltsführung oft schwierig. Gleichzeitig wollen viele<br>
Senioren*innen so lange wie möglich eigenständig leben und in vertrauter<br>
Umgebung ihres Stadtteils bleiben. Viele trauen sich aber einen freiwilligen<br>
Wohnungswechsel ohne Unterstützung nicht zu. Gleichzeitig gibt es junge Familien<br>
mit Kindern, die eine größere Wohnung benötigen. Diese unterschiedlichen<br>
Ansprüche wollen wir zusammenbringen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass in<br>
der Zusammenarbeit von Stadt und Wohnungsbaugesellschaften eine<br>
Wohnungstauschbörse und ein Umzugsmanagement entwickelt werden. (siehe auch<br>
Kapitel Wohnen und Stadtentwicklung).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung von Mehrgenerationen-Wohnen</strong><br>
Schon jetzt gibt es in Dortmund verschiedene generationenübergreifende<br>
Wohnprojekte, in denen jüngere und ältere Menschen, Familien mit Kindern und<br>
Alleinstehende zusammenleben, planen und entscheiden. Nachbarschaftliches<br>
Miteinander statt sozialer Isolation ist das Motto. Statt in der eigenen Wohnung<br>
zu vereinsamen, sind hier ältere Menschen aktiv eingebunden. Wir werden weitere<br>
Mehrgenerationen-Wohnprojekte in Dortmund unterstützen und fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schaffung von Gesundheitskiosken</strong><br>
In einigen Stadtteilen ist die ärztliche Versorgung nicht ausreichend gegeben,<br>
weil es nicht genug Arztpraxen gibt. Gerade für ältere Menschen ist das ein<br>
Problem. Sogenannte Gesundheitskioske bieten in anderen Städten eine<br>
niedrigschwellige ambulante Versorgung und Beratung vor Ort, helfen bei der<br>
Suche nach medizinischem Personal, bei Vor- und Nachbereitungen von Arztbesuchen<br>
oder auch Aufklärung und Erläuterungen von medizinischen Befunden. Angliedert<br>
ist zum Teil auch eine ambulante Pflege für chronisch kranke Patient*innen. Wir<br>
wollen die Einrichtung von Gesundheitskiosken in Dortmund prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weiterentwicklung Städtischer Seniorenheime</strong><br>
Die Städtische Seniorenheime gGmbH mit acht Seniorenheimen und fast 1.000<br>
Plätzen im Stadtgebiet ist eine wichtige kommunale Daseinsvorsorge für das<br>
betreute Wohnen älterer Menschen, die nicht mehr in ihrer eigenen Wohnung leben<br>
können. Wir wollen diese Seniorenheime stärken und weiterentwickeln, gerade<br>
hinsichtlich interkultureller Ansätze. Den Bereich der Service-Wohnungen für<br>
Senior*innen wollen wir ausbauen. Gleichzeitig befürworten wir den Ausbau<br>
ambulanter Dienste.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.2 Selbstbestimmt alt werden</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Seniorenbeirat stärken</strong><br>
Der gewählte Beirat für Senior*innen ist ein wichtiges kommunales Gremium, das<br>
den Anliegen älterer Menschen in Dortmund eine Stimme gibt. Wir wollen den<br>
Beirat in seiner Arbeit unterstützen und stärken. Dazu zählt auch ein<br>
verankertes Rederecht der Mitglieder des Seniorenbeirates in den<br>
Bezirksvertretungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Seniorenbüros stärken</strong><br>
Die zwölf Seniorenbüros in Trägerschaft der Stadt und der Verbände der Freien<br>
Wohlfahrtspflege sind ein wichtiger Anlaufpunkt in jedem Stadtteil für Hilfen im<br>
Alltag, für die Kooperation mit medizinischem Personal und Pflegediensten, für<br>
Begegnungsmöglichkeiten und Kommunikation, aber auch für die Vermittlung von<br>
bürgerschaftlichem Engagement aktiver Senior*innen. Wir setzen uns dafür ein,<br>
die Angebote der Seniorenbüros weiter auszubauen. Notwendig sind dabei gerade<br>
vor dem Hintergrund vieler älter Zuwander*innen vermehrt auch kultursensible<br>
Ansprechpartner*innen. Die Zusammenarbeit der Seniorenbüros mit vorhandenen<br>
Seniorenbegegnungsstätten wollen wir fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nachbarschaftsprojekte ausbauen</strong><br>
Starke Nachbarschaften und lebendige Quartiere stärken die Qualität des<br>
Wohnumfeldes und das soziale Zusammenleben. Das ist insbesondere für ältere<br>
Menschen von großer Bedeutung, die möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung und<br>
der vertrauten Umgebung ihres Quartiers bleiben wollen. Wir setzen uns deshalb<br>
dafür ein, nachbarschaftliche Projekte in der Stadt zu fördern und zu<br>
realisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kultursensible Senior*innenarbeit, Beratung und Pflege stärken</strong><br>
Alt werden in der Fremde, die aber doch Heimat geworden ist, ist nicht immer<br>
leicht. Wir setzen uns dafür ein, Angebote der Senior*innenarbeit, der Beratung<br>
und Pflege auf die Bedürfnisse von Senior*innen mit Migrationshintergrund<br>
abzustimmen und zu verbessern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Drogenhilfe in Dortmund: Hilfe statt Sanktion</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stehen für eine humane Drogen- und Suchtpolitik, die Drogen weder<br>
verharmlost noch ideologisch verteufelt. Kinder und Jugendliche wollen wir<br>
wirksam vor Drogen schützen. Die Selbstverantwortung mündiger Erwachsener wollen<br>
wir stärken, ebenso die wirksame Prävention. Abhängige benötigen Hilfe,<br>
Konsument*innen sollten nicht länger kriminalisiert werden. Mit einer<br>
Entkriminalisierung insbesondere von Cannabis werden Polizei und<br>
Staatsanwaltschaften entlastet und finanzielle Mittel frei für Prävention,<br>
Schadensminderung und bessere Therapieangebote.<br>
Prävention und die Hilfen für drogenabhängige Menschen sind in Dortmund an<br>
vielen Stellen gut ausgebaut. Und trotzdem gibt es Lücken im System, die gefüllt<br>
werden müssen. Wir wollen deshalb das aktuelle Drogenhilfekonzept<br>
weiterentwickeln.<br>
Zur besseren Stabilisierung drogenkonsumierender Menschen braucht es unter<br>
anderem niedrigschwellige Beschäftigungsmöglichkeiten. Wir wollen im Rahmen des<br>
Teilhabechancengesetz entsprechende Möglichkeiten anzubieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung der Prävention für Kinder und Jugendliche</strong><br>
Wir setzen uns ein für eine verstärkte und glaubwürdige Drogenprävention.<br>
Insbesondere Kinder und Jugendliche wollen wir wirksam vor Drogen schützen,<br>
indem wir z.B. die Werbung für Drogen wie Alkohol und Nikotin auf allen<br>
städtischen Werbeflächen ausschließen. Durch das Präventionsprojekt „Klasse<br>
2000“ sind in der Vergangenheit zu wenige Kinder erreicht worden. Wir wollen das<br>
Projekt ebenso erweitern und stärken wie andere vorhandene Präventionsmaßnahmen<br>
und -angebote.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis</strong><br>
Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Die Zahl der<br>
Konsument*innen ist in den letzten Jahren auch in Dortmund deutlich gestiegen.<br>
Verbote führen offensichtlich nicht zu einer Vermeidung des Konsums, sondern<br>
fördern stattdessen in mehrfacher Hinsicht eine Kriminalisierung: Durch den<br>
illegalen Handel werden Schwarzmarktstrukturen gestärkt, bei denen auch<br>
verunreinigtes Cannabis und harte Drogen ins Spiel kommen. Eine kontrollierte<br>
Abgabe von Cannabis mit einem kontrollierten Wirkstoffgehalt kommt deshalb nicht<br>
nur dem gesundheitsrelevanten Aspekt viel näher als ein Verbot, sondern hat auch<br>
positive Effekte für den Jugendschutz und schwächt den Schwarzmarkt.<br>
Wir setzen uns deshalb für die legale und kontrollierte Abgabe von Cannabis ein.<br>
Damit sollen – im Gegensatz zu heute – der Verbraucher- und Jugendschutz<br>
gestärkt werden. Sollte es die Möglichkeit von Modellprojekten zur<br>
kontrollierten Abgabe von Cannabis geben, wollen wir sie für Dortmund nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausweitung der Öffnungszeiten und der Nutzung des Drogenkonsumraums</strong><br>
Das inzwischen zum Grafenhof umgezogene und von der Aidshilfe betriebene Cafe<br>
Kick mit dem Dortmunder Drogenkonsumraum ist eine überlebenswichtige Einrichtung<br>
für viele Menschen, die aus dem Hilfesystem der Stadt nicht mehr wegzudenken<br>
ist. Drogenabhängige haben dort einen festen Anlaufpunkt, an dem sie sicher,<br>
hygienisch und unter ärztlicher Aufsicht ihre Drogen konsumieren können, statt<br>
sich in Hauseingängen oder Hinterhöfen zu verstecken. Zusätzlich werden Spritzen<br>
und Kanülen gezielt gesammelt und entsorgt, statt auf Spielplätzen oder anderen<br>
Orten herumzuliegen. Der Drogenkonsumraum nutzt also auch der gesamten Stadt.<br>
Trotz der auch auf GRÜNE Initiative vorgenommenen Ausweitung der Plätze reichen<br>
die Kapazitäten des Drogenkonsumraums nicht aus. Wir setzen uns deshalb dafür<br>
ein, dass die Öffnungszeiten weiter ausgeweitet werden.<br>
Momentan können nur in Dortmund gemeldete Drogenabhängige den Konsumraum nutzen,<br>
auswärtige Abhängige nicht. Viele von ihnen kaufen ihre Drogen in Dortmund und<br>
konsumieren sie dann zwangsläufig im Umfeld des Konsumraums oder irgendwo in der<br>
Stadt – mit allen negativen Begleiterscheinungen bis hin zu weggeworfenen<br>
Spritzen. Das wollen wir ändern. Wir setzen uns dafür ein, dass der<br>
Wohnortnachweis für die Nutzung des Konsumraums entfällt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbau der Hilfsangebote in der Nordstadt</strong><br>
Insbesondere die Nordstadt braucht hinsichtlich der Drogensituation dringend<br>
weitere Hilfen. Das Ordnungsamt hat klar beschrieben, wie die momentane<br>
Situation aussieht: Auf Spielplätzen, auf öffentlichen Straßen und Plätzen, in<br>
Grünanlagen oder in Hauseingängen werden weiche und harte Drogen konsumiert und<br>
gehandelt.<br>
Der bereits vorhandene Drogenkonsumraum am Grafenhof wird von vielen Abhängigen<br>
der Nordstadt aufgrund der Entfernung nicht genutzt. Die Bewohner*innen der<br>
Nordstadt haben aber zu Recht die Erwartung, dass die Szene ihre Drogen nicht<br>
mehr vor und in ihren Hauseingängen konsumiert. Ordnungspolitische Maßnahmen<br>
allein werden dieses Problem nicht lösen. Wir setzen uns deshalb dafür ein,<br>
zusätzliche niedrigschwellige Hilfsangebote für Abhängige zu schaffen, die auch<br>
den Bürger*innen vor Ort helfen. Dazu zählt auch die Ausweitung der<br>
Straßensozialarbeit insbesondere rund um den Nordmarkt.<br>
Wir setzen uns dafür ein, einen der geplanten neuen Tagesaufenthalte für<br>
Drogenabhängige in der Nordstadt mit Wasch- und Konsummöglichkeiten<br>
auszustatten. Außerdem ist die Installierung von Spritzenautomaten zur<br>
Versorgung mit sauberen Spritzen und zur sauberen Entsorgung gebrauchter<br>
Spritzen zu prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Intensivierung der Substitutionsbehandlung durch Diamorphin-Vergabe für<br>
Schwerstabhängige</strong><br>
Dortmund hat mit über 40 niedergelassen Ärztinnen und Ärzte sowie der<br>
Methadonambulanz des Gesundheitsamtes ein breites und gut aufgestelltes Angebot<br>
der Substitutionsbehandlung. Dieses Angebot wollen wir erhalten und stärken.<br>
Seit vielen Jahren fordert die GRÜNE Ratsfraktion darüber hinaus eine<br>
Diamorphin-Vergabe für Schwerstabhängige. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:<br>
Insbesondere für hochgradig drogenabhängige Frauen, die seit Jahren und ohne<br>
Perspektive in der Nordstadt der Prostitution nachgehen, ist ein Diamorphin-<br>
Programm eine Möglichkeit, den Teufelskreis aus Sucht und Prostitution zu<br>
durchbrechen. Viele von ihnen befinden sich in einer schwierigen<br>
gesundheitlichen Situation, die sich durch den hohen Kontrolldruck nach der<br>
Schließung des Straßenstrichs erheblich verschärft hat. Auch Strafverfahren und<br>
Freiheitsstrafen führten in der Regel nicht zu einem Ausstieg aus Prostitution<br>
und Sucht. Das zeigt auch, wie wenig repressive Maßnahmen gegen Drogensucht<br>
helfen.<br>
Immer wieder ist die Forderung nach einer Diamorphin-Vergabe aus<br>
unterschiedlichen Gründen abgelehnt worden. Inzwischen hat eine Mehrheit des<br>
Rates zumindest einer Machbarkeitsstudie für eine Vergabe in städtischer<br>
Trägerschaft zugestimmt. Wir setzen uns dafür, dass schnellstmöglich eine<br>
Diamorphin-Vergabe in Dortmund realisiert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Entwicklung eines Konzepts für Drogenkonsumierende im Alter</strong><br>
Durch das verbesserte Hilfesystem erreichen Konsumierende inzwischen ein immer<br>
höheres Alter. Dadurch wird das Thema der Pflege für ältere Drogenabhängige<br>
aktuell und stellt besondere Anforderungen. Denn viele der Betroffenen leiden an<br>
körperlichen und seelischen Folgeerkrankungen, an Mobilitätsstörungen bis hin<br>
zur Körperbehinderung. Bereits seit vielen Jahren bietet das Landesmodellprojekt<br>
LÜSA (Langzeit Übergangs- und Stützungsangebot) in Unna als niedrigschwellige<br>
stationäre Wohneinrichtung stationäre Plätze in verschieden konzipierten<br>
Wohnangeboten für mehrfach schwerstgeschädigte chronisch drogenabhängige<br>
Menschen an. Wir setzen uns dafür ein, dass ein ähnliches Konzept für ältere<br>
Drogenabhängige auch in Dortmund entwickelt und umgesetzt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Hilfe für Menschen in Prostitution</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Dortmund arbeiten über 1.000 Frauen und Männer in der Prostitution. Unser<br>
Ziel ist es, ihre rechtliche und soziale Situation zu verbessern. Gleichzeitig<br>
setzen wir uns für ihren größtmöglichen Schutz ein. Wichtig ist uns, sie vor<br>
jeglicher Form von Ausbeutung und Gewalt zu schützen. Wir stellen uns aber auch<br>
gegen alle Bestrebungen, Menschen in der Prostitution zu kriminalisieren und zu<br>
diskriminieren. Es gibt keine Belege dafür, dass durch Repressionen und<br>
Kriminalisierung die Prostitution verhindert wird. Ein Verbot der Prostitution<br>
lässt diese nicht verschwinden, wie Erfahrungen anderer Länder zeigen.<br>
Prostitution würde verlagert, weniger sichtbar, wodurch Prostituierte weniger<br>
geschützt werden können. Stattdessen wollen wir Beratungs- und Hilfsangebote<br>
stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Dortmunder Modell – Unterstützung der Beratungs- und Hilfsangebote</strong><br>
Seit vielen Jahren gibt es den „Runden Tisch Prostitution“, an dem neben der<br>
Verwaltung auch Beratungsstellen, Betreiber*innen der Linienstraße und<br>
bordellähnlicher Betriebe, Prostituierte sowie die Polizei teilnehmen. Ziel<br>
dieses Dortmunder Modells ist es, die Belange aller Beteiligten zu<br>
berücksichtigen und sich auf gemeinsame Ziele zu einigen. Auch der Runde Tisch<br>
“Kinder und Jugendliche in der Prostitution&quot; verfolgt das Ziel schneller und<br>
unbürokratischer Hilfen, um einem Verbleib junger Menschen im Milieu<br>
entgegenzuwirken. Wir setzen uns dafür ein, die Arbeit der Runden Tische<br>
fortzusetzen und das Dortmunder Modell weiterzuentwickeln.<br>
Seit 2014 wird im Rahmen der Neuordnung der Hilfen für Prostituierte die<br>
Mitternachtsmission als Fachberatungsstelle mit städtischen Mittel gefördert.<br>
Inhalt der Arbeit sind neben den psychosozialen Beratungsangeboten auch die<br>
aufsuchende Sozialarbeit und Streetwork sowie umfassenden Ausstiegshilfen.<br>
Zusätzlich bietet auch die Beratungsstelle KOBER Unterstützungshilfen für<br>
betroffene Frauen. Wir wollen die vorhandenen Beratungs- und Hilfsangebote<br>
erhalten und absichern und sie bei Bedarf mit finanzieller Unterstützung der<br>
Stadt ausweiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wahrung der Persönlichkeitsrechte</strong><br>
Das neue Prostituiertenschutzgesetz gilt seit dem 01. Juli 2017 und hat durch<br>
die neue Beratungs- und Anmeldepflicht zum Teil gravierende Auswirkungen. Viele<br>
Frauen üben die Prostitution im Verborgenen und ohne Kenntnis ihres privaten<br>
Umfelds aus. Durch die Anmeldebescheinigung und die Weiterleitung der Daten an<br>
die Finanzbehörden besteht die Befürchtung, dass diese Anonymität aufgehoben<br>
wird und die Betroffenen im Zweifelsfall erpressbar werden. Wir setzen uns dafür<br>
ein, dass die Durchführung der gesundheitlichen Beratung im Gesundheitsamt<br>
personell angemessen ausgestattet ist und kostenfrei bleibt. Es ist dafür Sorge<br>
zu tragen, dass im Zuge der Anmeldung die Anonymität bestmöglich geschützt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Hilfe durch eine Diamorphin-Ambulanz</strong><br>
Mit den bestehenden Unterstützungsangeboten wurden bisher nur unzureichend<br>
drogenabhängige Frauen in der Prostitution erreicht. Eine Diamorphin-Vergabe<br>
bietet eine Möglichkeit, den Teufelskreis aus Sucht und Prostitution zu<br>
durchbrechen. Wir setzen uns dafür ein, dass schnellstmöglich eine Diamorphin-<br>
Ambulanz in Dortmund realisiert wird. (siehe auch Programmteil „Drogenhilfe“)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Absicherung und Finanzierung der Arbeit zum Schutz der Kinder und Jugendlichen</strong><br>
Auch Minderjährige prostituieren sich in Dortmund oder werden zum Teil zur<br>
Prostitution gezwungen. Die Beratungsstellen gehen von deutlich mehr als 50<br>
Mädchen aus. Viele von ihnen haben den Kontakt zum Elternhaus und Freundeskreis<br>
abgebrochen, leben in der Obdachlosigkeit, leiden unter Alkohol- und<br>
Drogenkonsum sowie unter gesundheitlichen Problemen. Für ihre Beratung und für<br>
Hilfen zum Ausstieg gibt es bisher keine öffentlichen Zuschüsse; auch die<br>
Beratung und Prävention gegen das so genannte CyberGrooming, die gezielte<br>
Ansprache von Kindern im Internet zur Anbahnung sexueller Kontakte ist zur Zeit<br>
nicht finanziell gesichert. Die Beratungsstellen sind für diese Teile ihrer<br>
Arbeit auf Spenden angewiesen. Wir setzen uns dafür ein, dass Hilfsangebote und<br>
Ausstiegsarbeit, Prävention in Schulen und Onlineberatung ausreichend finanziert<br>
und abgesichert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung der Beratungsangebote für männliche Prostituierte</strong><br>
Nach einer wissenschaftlichen Studie ist Dortmund ein Zentrum der männlichen<br>
Prostitution im östlichen Ruhrgebiet. Ca. 250 Jungen und Männer gehen in unserer<br>
Stadt regelmäßig der Prostitution nach. Zumeist sind sie von massiven<br>
psychosozialen und gesundheitlichen Problemen betroffen. Wir setzen uns für die<br>
weitere und ausreichende Unterstützung von Präventions-, Beratungs- und<br>
Begleitangeboten für männliche Prostituierte ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Finanzierung der Beratung für Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution</strong><br>
Insbesondere viele afrikanische Frauen sind während ihrer Flucht Opfer von<br>
Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden – darunter auch Minderjährige.<br>
Die Altersfeststellungen durch das Jugendamt sind unter Umständen für die jungen<br>
Frauen sehr belastend. Beratungsarbeit wird vom Land nur für die Frauen<br>
gefördert, die in Deutschland und nicht auf ihrer Flucht Opfer von<br>
Menschenhandel geworden sind. Wir setzen uns dafür ein, dass Hilfsangebote für<br>
alle Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution zur Verfügung gestellt<br>
werden. Hier ist insbesondere das Land gefragt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7. Sicherheit in Dortmund: Bürger*innen-Rechte achten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Jahren ist die Kriminalität in Dortmund kontinuierlich<br>
gesunken. Gleichzeitig werden immer mehr Verbrechen aufgeklärt. Trotzdem leben<br>
einige Menschen in Angst vor Gewalt, Einbruchskriminalität oder Übergriffen im<br>
öffentlichen Raum, auf Straßen und Plätze oder auch im ÖPNV. Dieser<br>
widersprüchlichen Entwicklung stellen wir uns mit bedachtem Handeln und einer<br>
nüchternen Analyse. Wir setzen dabei auf städtebauliche und gestalterische<br>
Maßnahmen, um Angsträume zu minimieren, und weiter auf eine Stärkung der<br>
Nachbarschaft innerhalb der Quartiere sowie auf eine effektive,<br>
partnerschaftliche Zusammenarbeit der städtischen Behörden mit der Polizei. Zu<br>
einem sicheren Dortmund gehört für uns auch die Stärkung von Feuerwehr und<br>
Katastrophenschutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7.1 Polizei, Stadt und Bürger*innen in partnerschaftlichem Zusammenwirken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bürger*innennahe Polizei statt Videobeobachtung</strong><br>
Wir wollen eine Stadt, in der sich die Bürger*innen frei und ungezwungen und<br>
gleichzeitig sicher bewegen können. Eine Ausweitung der Videobeobachtung und -<br>
überwachung im öffentlichen Raum führt zu mehr Überwachung und eventuellen<br>
Verdrängungseffekten ohne Lösung der eigentlichen Probleme. Studien belegen,<br>
dass Videobeobachtung Straftaten nicht verhindern kann. Zusätzlich sprechen<br>
Datenschutz und Eingriffe in persönliche Freiheitsrechte gegen ein Mehr an<br>
Überwachung. Auch die Landesdatenschutzbeauftragte NRW warnt vor dem Risiko<br>
einer nahezu uferlosen Ausweitung polizeilicher Videoüberwachung im öffentlichen<br>
Raum. Dies würde schrittweise auch zu einer Desensibilisierung für die<br>
Problematik der Videoüberwachung führen. Wir lehnen deshalb einen Ausbau von<br>
Videobeobachtung und -überwachung ab.<br>
Die 2016 aufgrund einer Entscheidung von Innenministerium und Polizei in der<br>
Brückstraße und am Platz von Leeds installierten Kameras haben nicht zu mehr<br>
Sicherheit geführt. Im videobeobachteten Bereich kam es sogar zu einem Anstieg<br>
von Straßenkriminalität. Gleichzeitig führen die Kameras zu einer Zunahme von<br>
Überwachung und Beobachtung unbeteiligter Personen.<br>
Die nun neu geplanten Kameras in der Münsterstraße waren noch 2016 von der<br>
Polizei mit der Begründung verworfen worden, dass eine Videobeobachtung dort die<br>
Dealerszene und andere Straftäter in umliegende Wohnviertel verdrängen könnte.<br>
Während auf dem Weg durch die Einkaufspassagen Alternativen gewählt werden<br>
können, ist dies auf dem Weg zur eigenen Wohnung nicht möglich. Daher lehnen wir<br>
eine Überwachtung reiner Wohngebiete, die zudem ganze Straßen stigmatisiert, ab.<br>
Wir setzen uns stattdessen für regelmäßige Streifen einer bürger*innennahen<br>
Polizei und der kommunalen Ordnungspartnerschaften ein, um auch durch den<br>
persönlichen Austausch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und<br>
Straftaten durch schnelles und regelmäßiges Einschreiten zu verhindern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kommunale Polizei-Beschwerde-Stelle</strong><br>
Seit 1996 erneuert der UN-Menschenrechtsausschuss immer wieder seine Forderung<br>
nach einem unabhängigen Mechanismus zur Untersuchung von Beschwerden über<br>
widerrechtliche Gewaltanwendung durch Polizeibeamt*innen.<br>
Auch die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und<br>
Grundfreiheiten gewährleistet ein Verbot von erniedrigender Behandlung (Art. 3)<br>
und unterstreicht, dass bei Misshandlungsvorwürfen gegen die Polizei ein<br>
effektives und offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet werden muss. Dieses<br>
individuelle Recht auf effektive Beschwerde bei innerstaatlichen Instanzen<br>
entspricht den Grundprinzipien einer demokratischen Gesellschaft. Daher werden<br>
wir die Möglichkeiten zur Einrichtung eines effektiven und unabhängigen<br>
kommunalen Polizei-Beschwerdesystems prüfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kommunale Ordnungspartnerschaften</strong><br>
Die Kommunalen Ordnungspartnerschaften mit der paritätischen Besetzung der<br>
Streifen durch Ordnungsamt und Polizei haben sich seit vielen Jahren bewährt.<br>
Die Streifen tragen objektiv zu einer erhöhten Sicherheit bei und steigern<br>
gleichzeitig das subjektive Sicherheitsempfinden vieler Bürger*innen. Seit<br>
längerem sind die paritätisch besetzten Ordnungspartnerschaften allerdings nicht<br>
mehr die Regel, sondern die Ausnahme. Die Zahl der beteiligten Polizist*innen<br>
hat sich reduziert, gleichzeitig ist die Zahl der rein städtisch besetzten<br>
Doppelstreifen gestiegen. Das sehen wir kritisch. Wir setzen uns dafür ein, die<br>
Streifen wieder grundsätzlich mit je einem/einer Mitarbeiter*in des<br>
Ordnungsamtes und einem/einer Polizeibeamt*in zu besetzen. Das Land ist<br>
aufgefordert, die dafür benötigten zusätzlichen Stellen der Polizei zur<br>
Verfügung zu stellen. Die Ausrüstung der städtischen Mitarbeiter*innen mit<br>
Schlagstöcken oder anderen Waffen lehnen wir ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Steigerung des Subjektiven Sicherheitsempfindens</strong><br>
Eine geringe Aufenthaltsqualität öffentlicher Plätze und Räume erhöht das Risiko<br>
sogenannter „Angsträume“, an denen Menschen Angst haben, Opfer von Kriminalität<br>
zu werden. Das führt teilweise dazu, dass viele Menschen bestimmte Wege oder<br>
Orte nicht mehr benutzen. Wir setzen uns für eine Stadtplanung und -entwicklung<br>
ein, die die Sicherheit öffentlicher Räume und Wege mit in den Mittelpunkt<br>
stellt. Plätze und Wege müssen übersichtlich, gut beleuchtet und barrierefrei<br>
sein. Wenn Menschen ihre Stadt, ihren Stadtteil, ihr Quartier als sicher<br>
empfinden, wenn Plätze zu belebten Orten werden, an denen soziale Kontrolle<br>
stattfindet, dann sinkt das Risiko für Kriminalität und das subjektive<br>
Sicherheitsempfinden steigt. Wir wollen deshalb eine systematische Analyse zur<br>
Erfassung sogenannter „Angsträume“ auf Wegen, Straßen und Plätzen im<br>
öffentlichen Raum und ein Programm zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Entkriminalisierung von Cannabis</strong><br>
Durch den illegalen Handel mit Drogen – insbesondere mit Cannabis – werden auch<br>
in Dortmund Schwarzmarktstrukturen gestärkt, bei denen auch harte Drogen ins<br>
Spiel kommen. Wir setzen uns deshalb für eine kontrollierte Abgabe von Cannabis<br>
ein. Damit würden nicht nur erwachsene Konsument*innen entkriminalisiert,<br>
sondern auch der Schwarzmarkt auf Straßen, Plätzen oder in Parks reduziert. Das<br>
führt zu einer erhöhten Sicherheit und Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig werden<br>
damit auch Polizei, Justiz und Ordnungsbehörden von zeitraubenden, kostspieligen<br>
und ineffektiven Einsätzen und Verfahren entlastet und stehen für andere<br>
Aufgaben zur Verfügung, zum Beispiel für einen bürger*innennahen Streifendienst.<br>
(siehe auch Programmteil „Drogenhilfe).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7.2 Bürgerschaftliches Engagement für ein sicheres Dortmund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Solidarische Stadteile und Quartiere</strong><br>
Starke Nachbarschaften und lebendige Quartiere stärken das soziale<br>
Zusammenleben, führen zu einer höheren Qualität des Wohnumfeldes und stärken<br>
auch das Sicherheitsbefinden. Die Identifikation von Bürger*innen mit ihren<br>
Quartieren entsteht u.a. durch die Einbindung in die gemeinsame Planung und<br>
Gestaltung von Stadtvierteln, Wegen, Straßen und Plätzen in ihrem Lebensumfeld.<br>
Bürger*innen, die den öffentlichen Raum zu ihrer eigenen Angelegenheit machen<br>
können, kümmern sich auch verstärkt um ihr Quartier und die dort lebenden<br>
Menschen.<br>
Wir wollen deshalb möglichst viele nachbarschaftliche Projekte in der Stadt<br>
realisieren, um mehr Bürger*innen in die Gestaltung ihrer Stadt einbeziehen zu<br>
können. Die Stadt ist gefordert, selbstinitiierte Projekte im Rahmen ihrer<br>
Möglichkeiten zu unterstützen, Freiflächen zu erfassen und zu vermitteln und als<br>
Ansprechpartnerin zum Beispiel für ordnungsrechtliche Probleme zur Verfügung zu<br>
stehen.<br>
Als Ansprechpartner*innen für Sorgen und Nöte vor Ort möchten wir weiterhin die<br>
Arbeit der Quartierskümmerer*innen im gesamten Stadtgebiet fördern. Durch ihre<br>
vielfältige Tätigkeit – von kleineren Reinigungsarbeiten über die Konfliktlösung<br>
bis hin zur Unterstützung von sozialen Institutionen, Vereinen oder<br>
Veranstaltungen – nehmen die Quartierskümmerer*innen eine bedeutende Rolle im<br>
Rahmen der Stadtteile ein. Wir befürworten, dass auch zukünftig<br>
Langzeitarbeitslose als Quartierskümmerer*in eingesetzt werden, um auf dem<br>
ersten Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kommunikatives Konfliktmanagement vor Ort</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, ein so genanntes Allparteiliches Konfliktmanagement<br>
(AKIM) für Dortmund einzuführen. Eine derartige Einrichtung gibt es bereits mit<br>
Erfolg in anderen Städten. Das AKIM ist eine zentrale Stelle, die für das<br>
gesamte Stadtgebiet bei Anfragen zu Konfliktlösungen im öffentlichen Raum eine<br>
erste Konfliktanalyse vornimmt und vor Ort mit rein kommunikativen Mitteln<br>
präsent ist.<br>
Die AKIM-Konfliktmanager*innen werden bei Konflikten an öffentlichen Plätzen<br>
aktiv, dort, wo andere Stellen nicht zuständig sind oder ihr Einsatz nicht<br>
verhältnismäßig wäre. Die AKIM-Konfliktmanager*innen agieren vor Ort, um durch<br>
ihre Präsenz Konflikte zu beruhigen und vermittelnd einzugreifen, sprechen mit<br>
den Konfliktparteien und informieren sie ggf. über die Regeln im öffentlichen<br>
Raum. Sie benennen zuständige Stellen für weiterführende Hilfe oder schalten<br>
sich direkt ein. Dabei setzen sie sich für die Interessen und Belange aller<br>
Nutzergruppen ein und versuchen zwischen ihnen zu vermitteln. In München wurde<br>
das Allparteiliche Konfliktmanagements mit dem Eurocities Award 2019<br>
ausgezeichnet, weil es niedrigschwellig und mit wenig Aufwand stadtweit<br>
unterschiedliche Konflikte im öffentlichen Raum bearbeitet.<br>
Zusätzlich wollen wir die Einrichtung von Nachtbürgermeister*innen prüfen<br>
lassen. In vielen Städten gibt es schon eine solche Stelle zur Vernetzung von<br>
Nachtkultur und Nachtökonomie sowie zur Lösung von Konfliktsituationen zwischen<br>
Gastronomie, Besucher*innen und Anwohner*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7.3 Zukunftsfähigkeit von Feuerwehr und Katastrophenschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sicherung der Infrastruktur und finanziellen Mittel</strong><br>
Absehbar werden die Ansprüche an Feuerwehr und Katastrophenschutz weiter<br>
steigen: Der Klimawandel führt vermehrt zu Hitzeperioden und Trockenheit, aber<br>
auch zu Starkregen mit Überschwemmungen. Wir setzen uns dafür ein, dass die für<br>
diese Aufgaben notwendige Infrastruktur und die notwendigen finanziellen Mittel<br>
zur Verfügung gestellt wird. Dabei ist auch die Interkommunale Zusammenarbeit<br>
der Feuerwehren zu stärken.<br>
Die dezentral in den Stadtbezirken angesiedelten Standorte der Feuerwehr sind im<br>
Katastrophenfall Anlaufstellen für die Bevölkerung. Wir setzen uns dafür ein,<br>
dass alle Bürger*innen umfassend und transparent informiert werden, wie sie sich<br>
im Gefahrenfall verhalten sollen und welche Möglichkeiten es zur Information<br>
gibt. Die bisherigen Möglichkeiten sind zu überprüfen und gegebenenfalls zu<br>
ergänzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Anpassung der Rettungsdienste an eine alternde Gesellschaft</strong><br>
Zusammen mit den Hilfsorganisationen sorgt die Feuerwehr für einen<br>
flächendeckenden Rettungsdienst, notärztliche Versorgung und Krankentransporte.<br>
In einer tendenziell älter werdenden Gesellschaft steigen die Anforderungen an<br>
einen effektiven Rettungsdienst. Der städtische Rettungsdienstbedarfsplan bietet<br>
eine gute Grundlage, um im Notfall Leben zu retten. Wir setzen uns dafür ein,<br>
dass in Notfällen auch weiterhin der Einsatzort in der Regel innerhalb von 8<br>
Minuten erreicht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung und Anerkennung für die Haupt- und Ehrenamtlichen</strong><br>
Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und der Katastrophenschutz in Dortmund sind<br>
gut aufgestellt; die Dienste genießen in der Öffentlichkeit im allgemeinen<br>
großes Vertrauen und hohes Ansehen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem hohen<br>
Engagement und dem Leistungsstand der haupt- und vor allem auch der<br>
ehrenamtlichen Akteuren. . Deshalb wenden wir uns entschieden gegen Anfeindungen<br>
und gewalttätige Übergriffe. unterstützen wir das Engagement von Feuerwehr und<br>
Hilfsorganisationen bei der Gewinnung neuer Mitwirkender – insbesondere auch von<br>
Dortmunder*innen mit Migrationsgeschichte. Ebenso unterstützen wir die Feuerwehr<br>
mit Nachdruck bei der Nachwuchsförderung und der Jugendarbeit der<br>
Jugendfeuerwehr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aktualisierung des Dortmunder Pandemieplans</strong><br>
Das Corona-Virus hat gezeigt, dass eine Pandemie innerhalb kürzester Zeit eine<br>
Stadt, ja ein ganzes Land lahmlegen kann – mit massiven Auswirkungen und<br>
Konsequenzen. Wir wollen aus Corona lernen und setzen uns dafür ein, den seit<br>
2012 bestehenden Dortmunder Pandemieplan aufgrund der Erfahrungen mit Corona<br>
dringend zu aktualisieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 21 Apr 2020 11:11:59 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A5: A2: GRÜN IST... VIELFALT UND TEILHABE FÜR ALLE!</title>
                        <link>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/A2_GRUeN_IST____VIELFALT_UND_TEILHABE_FUeR_ALLE-9128</link>
                        <author>Stefan Rath</author>
                        <guid>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/A2_GRUeN_IST____VIELFALT_UND_TEILHABE_FUeR_ALLE-9128</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜN IST... Vielfalt und Teilhabe für alle!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... Wie wir gleiche Chancen und Möglichkeiten für alle Menschen schaffen wollen!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inhalt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft: Vielfalt ist unsere Stärke</strong><br>
1.1. Stärkung einer Kultur der Vielfalt und eines gleichberechtigten<br>
Miteinanders<br>
1.2 Schutz und Hilfe für Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus<br>
1.3 Förderung der politischen, sozialen und kulturellen Teilhabe von<br>
Migrant*innen und Menschen aus Einwandererfamilien<br>
1.4. Gerechte Teilhabe und soziale Sicherheit für alle<br>
1.5. Bildungsgerechtigkeit in der Einwanderungsgesellschaft<br>
1.6. Gerechte Verteilung der Kosten der Integration</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Die Hälfte der Macht den Frauen: Geschlechtergerechtigkeit schaffen</strong><br>
2.1. Gerechte Teilhabe im Erwerbsleben<br>
2.2 Gegen Gewalt gegen Frauen<br>
2.3 Sicherer und sozialer Wohnraum für Frauen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. LSBTTIQ-Menschen: Verschiedenheit leben und anerkennen</strong><br>
3.1 Stärkung der LSBTTIQ-Organisationen und Initiativen<br>
3.2 LSBTTIQ-Leben in Dortmund</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Teilhabe und Teilnahme für alle: Inklusion umsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Freie und offene Stadtgesellschaft: Kunst und Kultur stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Zusammenleben in Bewegung: Sport verbindet<br><br>
7. 365 Tage im Jahr für Menschenrechte, Vielfalt und Demokratie: Aufstehen gegen<br>
Rechts</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft: Vielfalt ist unsere Stärke</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dortmund ist eine Stadt der Vielfalt mit über 600.000 eigenständigen<br>
Geschichten. Jung oder alt, weiblich, männlich oder divers, geboren am<br>
Borsigplatz oder am Bosporus, Hetero oder LSBTTIQ, Atheist*in oder religiös –<br>
Vielfalt ist unsere Stärke. Wir begreifen Vielfalt als Bereicherung und als<br>
Chance für die weitere Entwicklung unserer Stadt. Dazu zählt auch die Vielfalt<br>
durch Zuwanderung.<br>
Die Dortmunder Geschichte ist immer auch die Geschichte von Migration gewesen:<br>
Von der Einwanderung vieler Menschen und Familien aus Osteuropa gegen Ende des<br>
19. Jahrhunderts über die Zuwanderung sogenannter „Gastarbeiter*innen“ in den<br>
sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts bis hin zu den<br>
Geflüchteten und Eingewanderten der letzten Jahre. Aktuell haben über ein<br>
Drittel der Dortmunder Bürger*innen eine Migrationsgeschichte. Viele leben seit<br>
vielen Jahrzehnten in Dortmund, viele sind hier geboren, zur Schule gegangen,<br>
leben und arbeiten hier. Dortmund ist unser gemeinsames Zuhause.<br>
Das gilt auch für die große Anzahl der seit 2015 aus ihren Heimatländern nach<br>
Dortmund geflüchteten Menschen. Sie stießen auf eine überwältigende<br>
Willkommenskultur und die Solidarität vieler Dortmunder*innen. Viele der in<br>
diesen Jahren mit großem Engagement aufgebauten Strukturen zur Unterstützung der<br>
Geflüchteten bestehen bis heute.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.1. Stärkung einer Kultur der Vielfalt und eines gleichberechtigten<br>
Miteinanders</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schaffung eines eigenen Amtes für Integration und Vielfalt</strong><br>
Eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre ist die Stärkung einer Kultur<br>
der Vielfalt in Dortmund. Denn Vielfalt ist die Stärke einer lebendigen, offenen<br>
und demokratischen Stadt - die Vielfalt der Lebensformen, der Kulturen, der<br>
unterschiedlichen Herkunft. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dieser Vielfalt<br>
mit der Schaffung eines eigenen Amtes für Integration und Vielfalt auch in der<br>
Verwaltung eine ganz eigene und starke Stimme zu geben.<br>
In ein solches Amt soll auch das Kommunale Integrationszentrum MIA-DO als ein<br>
wichtiger Akteur bei der Erarbeitung und Umsetzung integrationsfördernder<br>
Maßnahmen integriert werden. Wir wollen die Arbeit des Integrationszentrums<br>
weiter stärken und fortsetzen und den dort federführend bearbeiteten „Masterplan<br>
Integration“ in Zusammenarbeit zwischen Vertreter*innen aus Verwaltung, Politik<br>
und Zivilgesellschaft weiterentwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Serviceorientierung der Ausländerbehörde</strong><br>
Durch eine Aufstockung des Personals wollen wir Mitarbeiter*innen und<br>
Migrant*innen entlasten sowie Wartezeiten verkürzen. Transparenz, Respekt und<br>
Kundenorientierung sollen den Beratungscharakter der Behörde stärken. Gegenüber<br>
allen Antragsteller*innen und Ratsuchenden muss die Achtung der Menschenwürde<br>
höchste Priorität haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Einrichtung eines kommunales Flüchtlingsforums</strong><br>
Wir unterstützen die Forderung der Träger in der Flüchtlingshilfe in Dortmund<br>
nach Einrichtung eines kommunalen Flüchtlingsforums. Damit soll ein ständiger<br>
Dialog zwischen Ausländerbehörde und Hauptberuflichen institutionalisiert<br>
werden, um kommunale Konzepte und Maßnahmen, wie das Bleiberechtsprogramm u.a.zu<br>
entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Anerkennung und Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit in der Flüchtlingshilfe</strong><br>
Die Projekte der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe sind in den letzten Jahren<br>
wichtige Bausteine bei der Unterstützung Geflüchteter geworden. Sie leisten für<br>
die gesamte Stadt eine unverzichtbare Arbeit bei der schrittweisen Integration<br>
vieler Menschen, bei Beratung, Betreuung und konkreter Unterstützung. Wir wollen<br>
diese Initiativen weiter stärken und setzen uns dafür ein, den Dialog zwischen<br>
der Ausländerbehörde und Ehrenamtlichen zu verstetigen und die ehrenamtliche<br>
Arbeit intensiv zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Dezentrales Auszugsmanagement für geflüchtete Menschen</strong><br>
Seit der Ankunft vieler Geflüchteter 2015/16 haben sich die kommunalen Aufgaben<br>
für geflüchtete Menschen grundsätzlich verändert. Ging es zunächst um die reine<br>
Versorgung und Unterbringung, geht es heute insbesondere um die dauerhafte<br>
Integration in die Dortmunder Stadtgesellschaft. Ein wesentlicher Bestandteil<br>
der Integration ist dabei neben dem Zugang zum Arbeitsmarkt ein eigener und<br>
bezahlbarer Wohnraum. Wir halten an dem Ziel fest, möglichst schnell möglichst<br>
viele Geflüchtete dezentral in eigenen Wohnungen unterzubringen. Durch ein<br>
kommunal unterstütztes Auszugsmanagement sollen Geflüchtete auf der Suche nach<br>
Wohnraum unterstützt werden. Zur Unterstützung wollen wir das<br>
Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ in den Stadtbezirken weiter ausbauen.<br>
Sofern im Ausnahmefall auf die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften<br>
zurückgegriffen werden muss, sind insbesondere die Bedarfe von Frauen und<br>
weiteren besonders schutzbedürftigen Personengruppen zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gründung eines Museums für Migration</strong><br>
Wir werden uns dafür einsetzen, dass Dortmund ein eigenes festes Museum der<br>
Migration bekommt. Damit soll die Geschichte der Zuwanderung dauerhaft<br>
dokumentiert und der Beitrag der zugewanderten Menschen bei der Entwicklung der<br>
Stadt gewürdigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gerechte Verteilung der Kosten für kommunale Aufgaben der Integration</strong><br>
Dortmund wird seit langem seiner Aufnahmeverpflichtung für Geflüchtete gerecht.<br>
Aber: Ob bei den Monatspauschalen für Geflüchtete oder der Erstattung der Kosten<br>
für Geduldete – Land und Bund finanzieren die anfallenden Kosten an vielen<br>
Stellen bisher nur unzureichend. Wir setzen uns dafür ein, dass Bund und Land<br>
ihre Verantwortung und die tatsächlich entstehenden Kosten übernehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.2 Schutz und Hilfe für Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erarbeitung eines kommunalen Bleiberechtsprogramms</strong><br>
Mehr als tausend Menschen leben seit vielen Jahren als Geduldete und damit ohne<br>
gesicherten Aufenthaltsstatus in Dortmund. Sie sind formal ausreisepflichtig,<br>
ihre Abschiebung ist aber ausgesetzt, weil sie zum Beispiel aus humanitären<br>
Gründen nicht durchgeführt werden kann. Eine Duldung wird dabei immer nur für<br>
eine begrenze Zeit erteilt und muss dann erneuert werden. Für die Betroffenen<br>
sind eine wirkliche Integration und eine gesicherte Perspektive kaum möglich.<br>
Auch Zugänge zu Arbeitsstellen und Wohnungen sind erschwert. Geduldete haben<br>
keinen Zugang und Sprach- und Integrationskursen. Wir wollen hier kommunal<br>
zusätzliche Möglichkeiten schaffen.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dass die Verwaltung vorhandene Ermessensspielräume<br>
konsequent nutzt, um für möglichst viele Geduldete, ihre Familien und Kinder ein<br>
dauerhaftes Bleiberecht zu schaffen. Zusätzlich wollen wir ein separates<br>
kommunales Bleiberechtsprogramm entwickeln, um mit und für Geduldete eine<br>
Bleiberechtsperspektive aufzubauen. Das gilt auch für Geflüchtete, die sich als<br>
ehemalige unbegleitete minderjährige Geflüchtete in einer Schul- oder<br>
Berufsausbildung befinden oder bereits einen Arbeitsplatz haben.<br>
Petitionsausschuss und Härtefallkommission des Landes sind darüber hinaus für<br>
viele Menschen oft die letzte Hoffnung hinsichtlich einer Bleibeperspektive. Wir<br>
setzen uns dafür ein, dass die Verwaltung positiven Beschlüssen und Ersuchen von<br>
Petitionsausschuss und Härtefallkommission folgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verbesserung der rechtlichen und soziale Situation für Menschen ohne Papiere</strong><br>
Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus gehören auch in Dortmund zur<br>
gesellschaftlichen Realität. Viele von ihnen sind abgelehnte Asylsuchende,<br>
ehemalige Geflüchtete, Studienabbrecher*innen – Menschen, die ihr<br>
Aufenthaltsrecht verloren haben und trotzdem bleiben. Sie alle leben in<br>
ständiger Angst, aufgegriffen und abgeschoben zu werden. Sie sind nicht<br>
krankenversichert, leben oft in überbelegten und unwürdigen Wohnungen und sehen<br>
sich Vermieter*innen oftmals schutzlos ausgeliefert. Viele von ihnen arbeiten<br>
schwarz ohne aufenthalts- und arbeitsrechtliche Absicherung zu inakzeptablen<br>
Bedingungen und Löhnen. Unter den Menschen ohne Papiere befinden sich auch<br>
Kinder. Wir setzen uns dafür ein, die Situation der betroffenen Menschen zu<br>
verbessern und Wege aus der Illegalität in den gesicherten Aufenthalt zu<br>
schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Dortmund als „Sicherer Hafen“ für geflüchtete Menschen</strong><br>
Wir GRÜNE haben uns dafür eingesetzt, dass Dortmund sich zum Sicheren Hafen für<br>
aus dem Mittelmeer gerettete Geflüchtete erklärt. Der Rat hat im Sommer 2019<br>
einen entsprechenden Beschluss gefasst. Wir wollen erreichen, dass der Beschluss<br>
des Rates mit Leben gefüllt und durch die zusätzliche Aufnahme von Geflüchteten<br>
im Rahmen zukünftiger bundesweiter Aufnahmeproramme umgesetzt wird. Das betrifft<br>
zum Beispiel die zusätzliche Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen<br>
Geflüchteten aus südosteuropäischen Flüchtlingslagern oder auch die Beteiligung<br>
Dortmunds am Aufnahmeprogramm „NeSt – Neustart im Team“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.3 Förderung der politischen, sozialen und kulturellen Teilhabe von<br>
Migrant*innen und Menschen aus Einwandererfamilien<br><br>
Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung der Migrant*innen-Selbstorganisationen</strong><br>
Wir möchten die politische, soziale und kulturelle Teilhabe von Menschen aus<br>
Einwandererfamilien fördern. Wir wollen das Engagement von und für Migrant*innen<br>
sichtbarer machen. Migrant*innen-Selbstorganisationen (MSO) sind dabei ein<br>
wichtiger Baustein – bei der Integration von Neuzugewanderten, aber auch von<br>
Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die schon lange hier leben. Sie<br>
unterstützen den interkulturellen Dialog, fördern den Zusammenhalt und nehmen<br>
eine Brückenfunktion zwischen zugewanderten Menschen und der<br>
Mehrheitsbevölkerung ein. Wir wollen die Arbeit der vorhandenen MSO weiter<br>
stärken und die Selbstorganisation und soziale Teilhabe neuer<br>
Zuwanderungsgruppen fördern. Das betrifft zum Beispiel Initiativen von<br>
geflüchteten Menschen oder von Zugewanderten aus Südosteuropa. Mit dem Haus der<br>
Vielfalt gibt es bereits ein Zentrum für Selbstorganisationen von Migrant*innen.<br>
Wir setzen uns dafür ein, bei steigendem Bedarf zusätzliche Räumlichkeiten zu<br>
schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung des Integrationsrates</strong><br>
Wir wollen den Integrationsrat als eine starke kommunale Interessenvertretung<br>
von Migrant*innen stärken. Der Integrationsrat tritt für die kulturelle,<br>
soziale, rechtliche und politische Gleichstellung von Migrant*innen ein und<br>
berät über viele Inhalte der Dortmunder Kommunalpolitik mit. Damit ist er eine<br>
wichtige Unterstützung für Entscheidungen der Ausschüsse und des Rates. Leider<br>
hat er nur eine beratende Funktion. Wir wollen seine Rolle in der Dortmunder<br>
Kommunalpolitik stärken und setzen uns für die Prüfung zusätzlicher Kompetenzen<br>
und Rechte ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Forderung nach einem kommunalen Wahlrecht für alle</strong><br>
Migrantinnen und Migranten dürfen keine Bürger*innen zweiter Klasse sein. Nach<br>
wie vor sind aber viele Eingewanderte, die nicht aus der EU kommen, von<br>
kommunaler Mitbestimmung ausgeschlossen. Viele von ihnen leben und arbeiten seit<br>
Jahrzehnten in Dortmund, können aber bei der Wahl eines/einer<br>
Oberbürgermeister*in sowie über die Zusammensetzung des Rates und der<br>
Bezirksvertretungen nicht mitbestimmen. Für uns ist eine gleichberechtigte<br>
Mitbestimmung eine Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration. Deshalb<br>
treten wir ein für das kommunale Wahlrecht aller in Dortmund lebenden<br>
nichtdeutschen Einwohner*innen und werden uns dafür auf Landes- und Bundesebenen<br>
stark machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.4. Gerechte Teilhabe und soziale Sicherheit für alle<br><br>
Grün wählen für:<br><br>
Integrative Stadtentwicklung</strong><br>
Wir wollen eine auf Dauer angelegte soziale und ethnische Abgrenzung in unserer<br>
Stadt verhindern. Deshalb müssen Integration und Stadtentwicklung für uns Hand<br>
in Hand gehen. Wir setzen uns für eine ressortübergreifende Stadtentwicklung<br>
ein, die eine stadtweite Integration fördert und eine Armuts- oder ethnische<br>
Separierung in den Stadtbezirken verhindert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kultursensible Gesundheitsversorgung und Pflege</strong><br>
Soziale und kulturelle Angebote für Senior*innen sollen immer auch auf die<br>
Bedarfe von älteren Migrant*innen abgestimmt werden. Finanzielle Sicherung im<br>
Alter, der Wunsch nach Teilhabe sowie eine kultursensible Gesundheitsversorgung<br>
und Pflege im Alter müssen insbesondere auch für ältere Migrant*innen<br>
sichergestellt werden. Wir setzen uns für eine soziale Infrastruktur ein, die<br>
den verschiedenen Lebensbiografien gerecht wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Programm „Überlebenshilfe Zuwanderung Südosteuropa“</strong><br>
In den vergangenen Jahren sind viele Menschen aus Südosteuropa als EU-<br>
Bürger*innen legal nach Dortmund gezogen. Fast 3.000 von ihnen arbeiten<br>
inzwischen sozialversicherungspflichtig oder als geringfügig Beschäftigte. Für<br>
viele der Zugewanderten gestaltet sich die Arbeitssuche und Arbeitsaufnahme nach<br>
wie vor schwierig. Die intensiven Bemühungen einer differenzierten und fachlich<br>
fundierten Beratung bei Arbeitssuche, -aufnahme und beruflicher Bildung sind<br>
deshalb verstärkt fortzusetzen.<br>
Da viele der Eingewanderten weder einen Anspruch auf Sozialleistungen noch eine<br>
Krankenversicherung besitzen und größtenteils von integrierenden Hilfeleistungen<br>
ausgeschlossen sind, ist ein Teil von ihnen zunehmend von Armut und Verelendung<br>
betroffen oder bedroht, lebt in prekären Wohnverhältnissen oder ist obdachlos.<br>
In dieser existenziellen und sozialen Notlage sehen insbesondere einige Frauen<br>
die Prostitution als einzigen Ausweg aus ihrer Perspektivlosigkeit. Das<br>
existierende Netz von Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten reicht absehbar<br>
nicht aus. Wir setzen uns deshalb für ein gesondertes städtisches Programm<br>
„Überlebenshilfe Zuwanderung Südosteuropa“ ein. Bestandteil eines solchen<br>
Programms muss insbesondere auch die medizinische Versorgung sein.<br>
Die bestehenden Unterstützungsstrukturen sind personell aufzustocken, um<br>
Projekte zu begleiten, zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Zusätzlich halten<br>
wir die Einrichtung einer unabhängigen Stelle zur Akquise von Finanzmitteln zur<br>
Co-Finanzierung von Projekten und Programmen für notwendig. Damit sollen Lücken<br>
geschlossen werden, die durch das vorhandene Unterstützungsangebot noch nicht<br>
abgedeckt werden.<br>
Anders als Geflüchtete haben EU-Zuwander*innen keinen Rechtsanspruch auf die<br>
Teilnahme an Integrationskursen. Das erschwert eine schnellere Integration. Wir<br>
wollen deshalb entsprechende Angebote schaffen.Wir unterstützen die Bemühungen,<br>
möglichst viele Menschen in die gesetzliche Regelversorgung der<br>
Krankenversicherung aufzunehmen. Zusätzlich braucht es ausreichende Angebote für<br>
Nichtkrankenversicherte. Die Angebote für Kinder in Kitas und Schulen<br>
insbesondere bei der Sprach- und Integrationsförderung sind weiter auszubauen.<br>
Wir setzen uns dafür ein, dauerhafte Wohnungslosigkeit von Eingewanderten von<br>
Beginn an verhindern. Im Rahmen einer Notunterbringung muss eine gemeinsame<br>
geschützte Unterbringung von Familien in Männer- und Frauenübernachtungsstellen<br>
möglich sein. Wir wollen das Projekt „Boarding-House“ entwickeln und umsetzen.<br>
Dort können aus einer Hand kurzzeitiges Wohnen und Sozialberatung und<br>
Vermittlung in Maßnahmen angeboten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.5. Bildungsgerechtigkeit in der Einwanderungsgesellschaft</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aufstockung der Mittel für die kommunale Bildungsarbeit</strong><br>
Deutschland ist längst zur Einwanderungsgesellschaft geworden. Und auch in<br>
Dortmund haben Zuwander*innen, Migrant*innen und Geflüchteten eine neue Heimat<br>
gefunden. Wir setzen uns dafür ein, ihnen persönliche und berufliche<br>
Perspektiven zu eröffnen und sie so in die Gesellschaft zu integrieren. Die<br>
Unterstützung bei Bildung und Qualifizierung ist dabei die wichtigste Aufgabe.<br>
Wir wollen die Mittel für kommunale Bildungsarbeit, insbesondere für die<br>
Unterstützung der Elternarbeit bei Migrant*innen, aufstocken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Passgenaue Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche</strong><br>
Auch geflüchtete Kinder und Jugendliche haben eine Recht auf Bildung. Wir setzen<br>
uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in regulären Schulen und Klassen<br>
unterrichtet werden und durch passgenaue Unterstützungsangebote im Spracherwerb<br>
und darüber hinaus gefördert werden. Schon in der Kinderbetreuung können<br>
Grundsteine für ein gelingendes Ankommen in Dortmund gelegt werden. Dafür sind<br>
Betreuungsplätze für alle Kinder – unabhängig ihrer Herkunft – sicherzustellen.<br>
Dabei ist die Förderung von Mehrsprachigkeit und Herkunftssprachen ein wichtiger<br>
Baustein. Wir setzen wir uns für die Einführung eines bilingualen Zweigs<br>
mindestens in einer weiterführenden Schule in jedem Stadtbezirk ein.Wir setzen<br>
uns dafür ein, dass die Ausländerbehörde ihre Ermessensspielräume nutzt, um für<br>
junge Geflüchtete in Ausbildung ein Aufenthaltsrecht zu gewähren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Die Hälfte der Macht den Frauen: Geschlechtergerechtigkeit schaffen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir treten dafür ein, Zeit, Macht, Geld und Chancen zwischen Frauen und Männern<br>
gerecht zu teilen. Wir GRÜNE praktizieren das in unseren eigenen Strukturen mit<br>
quotierten Vorständen und Fraktionen von Beginn an. Die Hälfte der Macht den<br>
Frauen – das heißt auch Aufwertung der sozialen Berufe, mehr Frauen als<br>
Chef*innen und eine gerechte Aufteilung der Sorgearbeit zwischen Frauen und<br>
Männern. An vielen Stellen unseres Programms finden sich dazu themenübergreifend<br>
Anmerkungen und Forderungen.<br>
Wir sagen zudem deutlich: Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen! Gewalt gegen<br>
Frauen und Mädchen ist ein gleichbleibend großes gesellschaftliches Problem.<br>
Nach wie vor sind vor allem Frauen Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt.<br>
In diesem Zusammenhang ist das eigene Zuhause oft der gefährlichste Ort für sie.<br>
Wir wollen diese Gewalt entschieden bekämpfen.<br>
Männer, Frauen und Diverse haben unterschiedliche Lebensbedingungen, Ansprüche<br>
und Bedürfnisse. Wir wollen, dass die unterschiedlichen Perspektiven der<br>
Menschen in allen Politikbereichen und innerhalb der Stadtverwaltung unter den<br>
Leitzielen von Gleichstellung und gleicher Teilhabe für alle Geschlechter<br>
wahrgenommen und berücksichtigt werden. Für uns ist die konsequente Anwendung<br>
des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes selbstverständlich: Niemand darf wegen<br>
seines Geschlechts oder seiner sexuellen Identität diskriminiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.1. Gerechte Teilhabe im Erwerbsleben</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr Frauen in Führungspositionen</strong><br>
Wir sind überzeugt, dass unsere Gesellschaft die Perspektiven und Lebens- und<br>
Berufserfahrungen von Frauen braucht. Die Stadt Dortmund ist Arbeitgeberin: In<br>
ihrer Verwaltung und in den Betrieben mit städtischer Beteiligung arbeiten viele<br>
Frauen; in einigen Arbeitsbereichen überwiegt ihr Anteil. Aber in<br>
Führungspositionen sind sie noch immer erheblich unterrepräsentiert. Wir wollen<br>
Frauen ermutigen und unterstützen, sich auf Führungspositionen zu bewerben. Dies<br>
geschieht z. B. durch Mentoring-Programme und Vernetzung. Wir wollen, dass die<br>
Stadt hierzu spezifische Angebote für Frauen bereitstellt. In Kooperation mit<br>
dem Gleichstellungsbüro sollen zudem mehr Programme gegen geschlechterstereotype<br>
Berufswahl aufgelegt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Umsetzung des Grundsatzes „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“</strong><br>
Seit Jahrzehnten verdienen Frauen im Durchschnitt 20 % weniger als Männer: 2019<br>
erhielten Frauen 17,72 brutto Stunde, Männer dagegen 22,16 €. Die wesentlichste<br>
Ursache für diesen „Gender Pay Gap“ liegt darin, dass Frauen häufiger in Berufen<br>
und Branchen arbeiten, die geringer bezahlt werden; das hat v.a. mit der<br>
Bewertung von Arbeit zu tun. Diese ist nach wie vor von einer Geringschätzung<br>
von Berufen geprägt. Vor allem frauendominierte Berufe in personennahen sozialen<br>
Dienstleistungen (Pflege, Erziehung, Betreuung, Soziale Arbeit, Beratung) werden<br>
nicht ihren Anforderungen entsprechend gerecht bewertet und damit auch nicht<br>
gerecht bezahlt. Weiter erhalten Frauen nach einer Berufsunterbrechung wegen<br>
Erziehungs- bzw. Pflegearbeit ein geringeres Entgelt. Frauen sind seltener in<br>
Führungspositionen; aber auch die Frauen in den Chefetagen werden oft geringer<br>
bezahlt als ihre männlichen Kollegen.<br>
Der Equal Pay Day ist der internationale Aktionstag, um auf den „Gender Pay Gap“<br>
aufmerksam zu machen. In Deutschland markiert der Aktionstag symbolisch den Tag,<br>
bis zu dem Frauen ohne Lohn arbeiten. Wir unterstützen die Aktionen zum Equal<br>
Pay Day in Dortmund. Auf Bundesebene fordern wir ein effektives<br>
Entgeltgleichheitsgesetz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf</strong><br>
Wir wollen Rahmenbedingungen verändern, damit Beruf und Familie besser vereinbar<br>
sind, insbesondere auch für alleinerziehende Frauen. Dazu gehört maßgeblich der<br>
weitere und vermehrte Ausbau qualitativ guter Ganztags-Kitas und Ganztags-<br>
Schulen. Eine gute, zeitlich flexible und verlässliche Betreuung und Bildung von<br>
Kindern schafft Freiraum für berufliche Ansprüche. Wir setzen uns dafür ein, die<br>
Anzahl der Plätze insbesondere für unter dreijährige Kinder sowie in der Offenen<br>
Ganztagsschule so auszubauen, dass jedes Kind bei Bedarf einen entsprechenden<br>
Platz erhält.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.2 Gegen Gewalt gegen Frauen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung der Arbeit des Dortmunder Frauenhauses</strong><br>
Gewalt gegen Frauen bleibt ein alarmierendes gesellschaftliches Problem.<br>
Bundesweit haben im Jahr 2018 über 140.000 Frauen Gewalt durch ihre Partner und<br>
Ex-Partner zur Anzeige gebracht. Gleichzeitig gibt es für betroffene Frauen<br>
nicht ausreichend Plätze in Frauenhäusern, um ihnen und ihren Kindern Schutz,<br>
Unterkunft und Beratung zu gewährleisten. Es gibt weder einen Rechtsanspruch auf<br>
Schutz und Hilfe noch eine bundeseinheitliche Regelung zur Finanzierung. Die<br>
Frauenhäuser und Beratungsstellen sind noch immer auf freiwillige Leistungen des<br>
Landes und der Kommune angewiesen, was jegliche Planung erschwert. Auf<br>
Bundesebene wollen wir GRÜNE deshalb einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe<br>
bei Gewalt gesetzlich verankern, um die Finanzierung und die Arbeit der<br>
Frauenhäuser dauerhaft zu sichern.<br>
Das Dortmunder Frauenhaus verfügt zurzeit über 32 Plätze: 16 für Frauen und 16<br>
für Kinder. Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes, mit Spenden sowie<br>
mit jährlichen Zuwendungen der Stadt. Auf GRÜNEN Antrag sind zusätzlich 40.000<br>
Euro zur Verfügung gestellt worden, um die Besetzung der Pforte zumindest bis 23<br>
Uhr und an den Wochenenden zu gewährleisten. Wir setzen uns dafür ein, die<br>
städtischen Gelder bei Bedarf weiter zu erhöhen und verbindlich zu verstetigen.<br>
Sollte der Bedarf an Plätzen steigen, muss eine Erweiterung der Angebote geprüft<br>
werden. Außerdem ist sicherzustellen, dass die Aufnahme von Frauen mit<br>
Behinderungen gewährleistet werden kann. Dazu ist zu prüfen, ob Gelder aus dem<br>
Investitionsprogramm des Bundes für einen Umbau des Frauenhauses beantragt<br>
werden können.<br>
Neben der Unterbringung der Frauen ist eine entsprechende Beratung zur weiteren<br>
Planung wichtig. Dafür braucht es teilweise auch mehrsprachige<br>
Beratungsangebote. Wir setzen uns dafür ein, diese Angebote auszubauen und zu<br>
finanzieren. Eine professionelle psychosoziale Beratung braucht Kommunikation in<br>
der Muttersprache. Deshalb sind Fachkräfte mit vielfältigen Sprachkenntnissen<br>
notwendig. Wir setzen uns dafür ein, die Finanzierung und Fortbildung von<br>
Honorarkräften und Dolmetscherinnen zu sichern, um nicht deutschsprachige<br>
Bewohnerinnen angemessen zu unterstützen.<br>
Wir unterstützen Initiativen einer konzeptionellen Weiterentwicklung des<br>
Frauenhauses. Das betrifft insbesondere die Unterbringung in sicheren Wohnungen<br>
nach der Zeit im Frauenhaus mit intensiver Begleitung und Beratung, um den<br>
Übergang in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dabei muss der Schutz der<br>
Frauen, Kinder und Mitarbeiterinnen gewährleistet sein.<br>
Viele Frauen bringen ihre Kinder mit ins Frauenhaus. Wir setzen uns dafür ein,<br>
dass Angebote, die den Kindern dort gemacht werden, durch die Jugendhilfe<br>
passgenau und längerfristig auch nach dem Aufenthalt im Frauenhaus fortgesetzt<br>
werden. Jungen können nur dann mit ihren Müttern im Frauenhaus aufgenommen<br>
werden, wenn sie maximal 14 Jahre alt sind. Hier braucht es Lösungen für Frauen<br>
mit älteren Kindern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Intensivierung der Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt</strong><br>
Das Projekt „Echte Männer reden“ des SKM berät Männer, die gegenüber ihren<br>
Partnerinnen gewalttätig geworden sind. Dabei können Männer lernen, die<br>
Hintergründe ihrer Krise zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und ihr<br>
Verhalten zu verändern. Wir setzen uns dafür ein, dass die Arbeit des Projektes<br>
zum Schutz von Frauen intensiviert wird. Polizei und Staatsanwaltschaft sollen<br>
bei Einsätzen und Ermittlungen gegen gewalttätige Männer über dieses Projekt<br>
informieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.3 Sicherer und sozialer Wohnraum für Frauen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gendersensible Stadtplanung</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, dass sich die Vielfalt unserer Stadt auch in der<br>
Gestaltung unserer Quartiere und Stadtteile widerspiegelt. Stadtplanung und<br>
Stadtentwicklung müssen ebenfalls ihren Beitrag zu Chancengleichheit und<br>
Geschlechtergerechtigkeit leisten und die Interessen aller Bürger*innen adäquat<br>
berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung von Frauen-Wohnprojekten</strong><br>
Wohnen wird auch in Dortmund immer teurer. Dabei ist gerade für Frauen<br>
preiswerter Wohnraum von besonderer Bedeutung. Sie sind häufiger alleinerziehend<br>
oder von Altersarmut betroffen als Männer. Und deshalb sind sie und ihre Kinder<br>
besonders auf günstige Wohnungen angewiesen. Wir setzen uns dafür ein, dass<br>
gezielt Wohnprojekte für Frauen gefördert und unterstützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung wohnungsloser Frauen</strong><br>
Frauen ohne Unterkunft und ohne finanzielle Mittel können in der neuen<br>
Frauenübernachtungsstelle der Diakonie in Hörde jederzeit eine Unterkunft<br>
finden. Die dabei vorgenommene Ausweitung der Plätze ist die Antwort auf den<br>
steigenden Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten. Der Aufenthalt ist allerdings<br>
auf ein halbes Jahr begrenzt. Wir unterstützen alle Ansätze, um ausreichend<br>
Wohnraum nach dem Aufenthalt in der Frauenübernachtungsstelle zur Verfügung<br>
stellen zu können</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. LSBTTIQ-Menschen: Verschiedenheit leben und anerkennen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dortmund ist eine offene Stadt mit einer bunten Stadtgesellschaft. Dazu gehört<br>
die Anerkennung jeder sexuellen Identität und sexuellen Orientierung. Wir wollen<br>
Diskriminierungen in allen Bereichen verhindern und bestehende Diskriminierungen<br>
beseitigen. Geschlechtliche Vielfalt kann gelebt werden; lesbische, schwule,<br>
bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen<br>
(LSBTTIQ) gehören zu unserer vielfältigen Stadt. Wir stehen für eine (Stadt-<br>
)Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sein und ihre<br>
Verschiedenheit selbstbewusst und selbstbestimmt leben können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.1 Stärkung der LSBTTIQ-Organisationen und Initiativen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung von SLADO und Sunrise</strong><br>
Ob SLADO als Dachverband der zahlreichen Dortmunder Schwulen-, Lesben-,<br>
Bisexuellen- und Transidentenvereine und -initiativen, ob das KCR als Lesben-<br>
und Schwulenzentrum, ob der Gesundheitsladen Pudelwohl oder die Jugendbildungs-<br>
und Beratungseinrichtung Sunrise – die Dortmunder LSBTTIQ-Landschaft ist<br>
vielfältig. Für uns ist jede einzelne Gruppierung und Organisation eine<br>
Bereicherung der Stadtgesellschaft. Mit SLADO gibt es eine starke Stimme, die<br>
die Interessen bündelt und vertritt. Wir setzen uns dafür, die Arbeit der<br>
Initiativen zu fördern und zu unterstützen. Das gilt insbesondere für<br>
Beratungsangebote für Jugendliche.<br>
Die Jugendbildungs- und Beratungseinrichtung Sunrise im Fritz-Henßler-Haus<br>
bietet queeren Jugendlichen und junge Erwachsenen einen Schutzraum, in dem sie<br>
offen mit Gleichaltrigen über ihre Erfahrungen sprechen können. Zusätzlich gibt<br>
es Angebote für Angehörige sowie pädagogische Kräfte. Wir unterstützen die<br>
weitere Förderung von Sunrise durch das Jugendamt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung des Antidiskriminierungsprojekts SCHLAU</strong><br>
Das von SLADO durchgeführte SCHLAU-Projekt ist ein Antidiskriminierungsprojekt,<br>
bei dem es um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt von Jugendlichen geht. Das<br>
Projekt läuft an Schulen und in Jugendzentren. Die jeweiligen Workshops vor Ort<br>
werden von Ehrenamtlichen durchgeführt. Um die vielen Anfragen und die Anzahl<br>
der durchgeführten Workshops bewältigen zu können, reichen die vorhandenen<br>
Strukturen nicht mehr aus. Auf Antrag der GRÜNEN Ratsfraktion hat der Rat<br>
beschlossen, das SCHLAU-Projekt für die Jahre 2020 und 2021 mit jeweils 70.000<br>
Euro zu bezuschussen. Wir setzen uns dafür ein, diese Förderung auch darüber<br>
hinaus zu verstetigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Feiern des Christopher Street Day</strong><br>
Bei den Aktionen und Demonstrationen zum Christopher Street Day machen auch in<br>
Dortmund tausende Menschen selbstbewusst sexuelle Vielfalt und ihre Forderungen<br>
sichtbar. Wir GRÜNE werden die Aktionen zum CSD sowie zum Trans*CSD weiterhin<br>
unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.2 Förderung eines gleichberechtigten Miteinanders</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Weiterentwicklung „Runder Tisch“ und „Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule<br>
und Transidente“</strong><br>
Seit vielen Jahren gibt es in Dortmund sowohl einen Runden Tisch zur Förderung<br>
der Emanzipation und Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transidenten als auch<br>
eine städtische Koordinierungsstelle. Sie kümmert sich um die Belange von<br>
LSBTTIQ-Beschäftigten in der Verwaltung und ist das Bindeglied zwischen<br>
Verwaltung und der Community. Wir setzen uns dafür ein, den Runden Tisch und die<br>
Koordinierungsstelle auch in den kommenden Jahren fortzuführen und<br>
weiterzuentwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erarbeitung eines Aktionsplans zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher<br>
Vielfalt</strong><br>
Viele lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle<br>
und queere Menschen erleben Diskriminierungen aufgrund ihrer sexuellen<br>
Orientierung bis hin zu körperlichen Angriffen. Wir setzen uns deshalb dafür<br>
ein, dass die Stadt einen Aktionsplan zur Akzeptanz sexueller und<br>
geschlechtlicher Vielfalt erarbeitet. Der Aktionsplan soll ein kommunales<br>
Handlungskonzept gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Lesben, Schwulen,<br>
Bisexuellen, Transsexuellen, Transgender, intersexuellen und queeren Menschen<br>
sein. Ziel ist es, sowohl die gesellschaftliche Akzeptanz als auch die Chance<br>
auf eine diskriminierungsfreie Teilhabe zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Austausch mit Partnerstädten</strong><br>
Auch in den Dortmunder Partnerstädten gibt es Szenen lesbischer, schwuler,<br>
bisexueller, transsexueller, transgender, intersexueller und queerer Menschen,<br>
die auch aufgrund des jeweiligen kulturellen Hintergrunds Diskriminierungen<br>
erleben. Wir regen an, dass unter Beteiligung von SLADO ein internationaler<br>
Austausch mit LSBTTIQ-Aktivist*innen initiiert und gefördert wird –auch um die<br>
politische Teilhabe und Akzeptanz in den Partnerstädten zu verbessern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>„Lebensort Vielfalt“ in Senioren*innenheimen</strong><br>
Mit dem Wohn- und Begegnungszentrum Zehnthof der Städtischen Seniorenheime gibt<br>
es das erste Dortmunder Seniorenheim, das besonders gute Voraussetzungen für<br>
lesbische, schwule, bisexuelle oder transgender Bewohner*innen schafft. Es ist<br>
sogar das erste dieser Art in NRW und hat das Qualitätssiegel &quot;Lebensort<br>
Vielfalt&quot; der Schwulenberatung Berlin verliehen bekommen. Das Siegel erhalten<br>
Einrichtungen, die besonders gute Voraussetzungen für sexuelle und<br>
geschlechtliche Minderheiten schaffen und die sexuelle und geschlechtliche<br>
Vielfalt ihrer Bewohner*innen als wesentlichen Aspekt ihrer Persönlichkeit<br>
berücksichtigen. Wir setzen uns dafür ein, weitere Einrichtungen für<br>
Senior*innen zum „Lebensort Vielfalt“ zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung für Geflüchtete</strong><br>
Auch unter den in den letzten Jahren nach Dortmund Geflüchteten gibt es<br>
lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und<br>
queere Menschen. Zum Teil mussten sie gerade wegen ihrer sexuellen Orientierung<br>
fliehen. Sie sind aufgrund ihrer Herkunft oft mehrfacher Diskriminierung<br>
ausgesetzt, Wir setzen uns für zusätzliche Unterstützungsangebote ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Teilhabe und Teilnahme für alle: Inklusion umsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Teilhabe aller Menschen am Leben in der Gesellschaft steht für uns GRÜNE im<br>
Mittelpunkt unseres politischen Handelns. Inklusion ist ein Menschenrecht, das<br>
vielen Menschen noch viel zu häufig verwehrt wird. Nach der UN-<br>
Behindertenrechtskonvention wird Behinderung als individuelle Beeinträchtigung<br>
gesehen, die erst durch psycho-soziale Faktoren und gesellschaftliche wie<br>
räumliche Barrieren zur Behinderung wird. Dies erleben Menschen mit Handicaps<br>
täglich, wenn Fahrstühle auf den Bahnhöfen fehlen, wenn die realen Kosten für<br>
Gebärdensprachdolmetscher*innen nicht übernommen werden oder die Kita bzw.<br>
Schule nicht barrierefrei ist. Wir setzen uns für einen barrierefreien<br>
öffentlichen Raum ein, in dem Gebäude, Medien, Produkte, Dienstleistungen und<br>
Veranstaltungen besser zugänglich und nutzbar sind. Und trotz aller Fortschritte<br>
und Bemühungen: Auch Dortmund befindet sich noch am Beginn der Entwicklung zu<br>
einer inklusiven Stadt.<br>
Deshalb wollen wir GRÜNE Inklusionsbedarfe in allen Politikbereichen von Beginn<br>
an mitdenken und mitplanen. Wichtige Unterstützer*innen sind dabei das<br>
Behindertenpolitische Netzwerk und der Inklusionsbeirat. Ihre Expertise wollen<br>
wir noch besser in die Arbeit des Rates und der Bezirksvertretungen sowie der<br>
Verwaltung einbinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inklusion im Arbeitsmarkt</strong><br>
Ein wichtiger Aspekt sozialer Teilhabe ist die Inklusion im Arbeitsmarkt. Ideal<br>
wäre ein inklusiver erster Arbeitsmarkt, so dass keine Werkstätten für Menschen<br>
mit Beeinträchtigung und kein sozialer Arbeitsmarkt benötigt werden. Wir wollen<br>
Impulse setzen für einen inklusiven Arbeitsmarkt, der auch Menschen mit schweren<br>
gesundheitlichen Beeinträchtigungen Chancen ermöglicht. Den Aufbau eines<br>
inklusiven Arbeitsmarktes, die weitere Gründung von Integrationsbetrieben oder<br>
Integrationsabteilungen begrüßen und unterstützen wir.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gewährleitung der Mobilität</strong><br>
Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe am Leben in der<br>
Gemeinschaft. Wir GRÜNE haben in der Vergangenheit mehrfach die Einführung eines<br>
Begleitservice bei Fahrten mit Bussen und Bahnen in die politische Diskussion<br>
gebracht. Ein solcher Service richtet sich an Fahrgäste, die einen Rollstuhl,<br>
Rollator oder eine Gehhilfe nutzen, an seheingeschränkte, blinde oder gehörlose<br>
Menschen sowie an Fahrgäste, die sich bei der Nutzung von öffentlichen<br>
Verkehrsmitteln unsicher fühlen. Wir werden uns weiterhin für ein solches<br>
Angebot zur Sicherstellung der Mobilität vieler Menschen in Dortmund einsetzen.<br>
Ebenso werden wir uns weiterhin für einen gut funktionierenden Fahrdienst für<br>
Menschen mit Behinderung einsetzen. Das Angebot des Fahrdienstes muss die<br>
Teilhabe von Menschen mit besonders schweren Mobilitätseinschränkungen<br>
sicherstellen. Wir haben uns bei der Neukonzeptionierung des<br>
Behindertenfahrdienstes an der Seite des Behindertenpolitischen Netzwerks gegen<br>
eine gleichzeitige Kürzung der Mittel eingesetzt. Ob der geänderte Fahrdienst<br>
den gestiegenen und weiter steigenden Ansprüchen gerecht wird, werden wir<br>
kritisch beobachten und bei Bedarf gegensteuern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausbau öffentlicher Toiletten</strong><br>
Gerade für Menschen mit Beeinträchtigung sind ausreichende, barrierefreie und<br>
qualitativ gute öffentliche Toiletten von großer Bedeutung. Ansonsten sind ihre<br>
Mobilität und ihre gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben<br>
eingeschränkt. Die vorhandene Anzahl öffentlicher Toiletten mit jeweils einer<br>
pro Stadtbezirk reicht nicht aus. Wir setzen uns für ein Konzept zum Ausbau<br>
öffentlicher Toiletten sowie für die stadtweite Umsetzung des Projekts „Nette<br>
Toilette“ ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inklusive städtische Veranstaltungen</strong><br>
Wir setzen uns dafür ein, dass städtische Veranstaltungen grundsätzlich inklusiv<br>
sind. Städtische Räumlichkeiten müssen mit induktiven Höranlagen ausgestattet<br>
bzw. nachgerüstet werden, damit hörgeschädigte Menschen problemlos teilnehmen<br>
können. Und auch die Anwesenheit von Gebärdendolmetscher*innen muss bei Bedarf<br>
gewährleistet sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung</strong><br>
Familien mit Migrationshintergrund und behinderten Angehörigen haben in der<br>
Regel eine doppelte Herausforderung zu bewältigen und oft einen unzureichenden<br>
Zugang zu Hilfesystemen. Der Beratungs- und Unterstützungsbedarf ist groß und<br>
steigt. Wir unterstützen deshalb die Beratungs- und Kontaktstelle für Menschen<br>
mit Migrationshintergrund und Behinderung als erste Anlaufstelle für<br>
Begegnungen, Information und Hilfestellungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Freie und offene Stadtgesellschaft: Kunst und Kultur stärken</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kunst und Kultur prägen nachhaltig das Gesicht und das Image einer Stadt.<br>
Kulturpolitik bedeutet für uns GRÜNE in erster Hinsicht die Sicherung der<br>
kulturellen Infrastruktur und Vielfalt in den Stadtteilen für alle Bürger*innen.<br>
Dabei müssen insbesondere die besonderen Herausforderungen der Inklusion und<br>
Integration berücksichtigt werden. Gerade in Zeiten zunehmender<br>
rechtsextremistischer Tendenzen und neuer populistischer Bewegungen steht Kultur<br>
für eine Auseinandersetzung um Werte, Haltungen und Einstellungen in unserer<br>
Stadt. Kultur tritt sichtbar für eine offene Gesellschaft ein.<br>
Sie braucht deshalb Freiräume, um Werte- und Grundsatzfragen jenseits<br>
ökonomischer und ideologischer Zwänge behandeln zu können. Der Zugang zu Kultur<br>
und kultureller Bildung darf weder vom Geldbeutel abhängen noch vom Wohnort.<br>
Kultur ist ein Gemeinschaftsgut, dessen Infrastruktur zu großen Teilen<br>
öffentlich finanziert wird – und das muss so bleiben.<br>
In Dortmund existiert eine bunte Landschaft aus etablierten Kultureinrichtungen.<br>
Neben der sog. Hochkultur gibt es eine starke freie Kulturszene sowie<br>
vielfältige sozio- und interkulturellen Einrichtungen. Es ist unser Ziel, diese<br>
Angebote zu erhalten und Zusammenarbeit zu fördern. Gerade die nicht<br>
institutionalisierte Kunst- und Kulturszene liegt uns GRÜNEN am Herzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gewährleistung kultureller Teilhabe</strong><br>
Bei der Programmgestaltung der städtischen Kultureinrichtungen ist stärker<br>
darauf zu achten, dass die Einrichtungen vermehrt für Menschen mit<br>
Migrationshintergrund geöffnet und sie damit als Besucher*innen gewonnen werden.<br>
Das kann z. B. durch mehrsprachige Veranstaltungskalender, zweisprachige<br>
Lesungen, Puppenspiele usw. geschehen.<br>
Um eine uneingeschränkte Nutzung der Dortmunder Kultureinrichtungen auch für<br>
Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen, halten wir ein umfassendes Konzept<br>
zur Barrierefreiheit für erforderlich.<br>
Kultur soll in allen Stadtteilen stattfinden und sich nicht auf die Innenstadt<br>
beschränken. Gemeinnützige Vereine sorgen dafür, dass kulturelle Teilhabe nicht<br>
an ein gewisses Einkommen gebunden ist. Orte wie das Kulturhaus Lütgendortmund,<br>
Balou, Musik- und Kulturzentrum Güntherstraße und viele weitere leisten einen<br>
wertvollen Beitrag zur Stadtgesellschaft. Wir wollen diese Vereine unterstützen<br>
und insbesondere bestehende und neue Vereine bei der Suche nach Räumlichkeiten<br>
unterstützen.<br>
Wir wollen soziokulturelle Zentren strukturell besser fördern, da gerade sie das<br>
Prinzip „Kultur für alle“ umsetzen und die Teilhabe vieler ermöglichen.<br>
Und wir machen uns stark für die Einführung eines „Kombitickets Kultur“, das<br>
eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV zu den Veranstaltungen aller Dortmunder<br>
Kultureinrichtungen ermöglicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung der freien Kulturszene</strong><br>
Wir GRÜNE werden uns auch in Zukunft für eine einfallsreiche, vielfältige und<br>
zeitgemäße Ausrichtung der Dortmunder Kulturszene einsetzen. Zu einer<br>
städtischen Kultur in einer Stadt unserer Größenordnung gehören neben einer<br>
lebendigen Kunstszene mit Ausstellungs-, Konzert-, Atelier- und<br>
Veranstaltungsräumen auch Feste, Gastronomie sowie eine Club- und<br>
Kneipenlandschaft.<br>
Wir GRÜNE werden weiterhin darauf achten, dass Nischen für Kultur gefunden und<br>
verteidigt werden können. Zwischennutzungen wollen wir ausdrücklich fördern,<br>
auch gemeinsam mit Gesellschaften, an denen die Stadt Dortmund beteiligt ist.<br>
Wir unterstützen die temporäre Nutzung des öffentlichen Raums für Kulturevents.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erhalt der Kinder- und Jugendangebote</strong><br>
Angebote wie die Kunstkurse des Museums Ostwall oder anderer Museen für Kinder<br>
und Jugendliche oder das Kindermuseum mondo mio ermöglichen interkulturelle<br>
Entdeckungsreisen und bieten bereits Kindern einen wichtigen Beitrag zum<br>
besseren Verständnis unterschiedlicher Kulturen. Wir wollen diese Angebote<br>
unterstützen und für die Zukunft sichern.<br>
Auch die Familienkonzerte, Konzerte für junge Leute und die Sitzkissenkonzerte<br>
der Dortmunder Philharmoniker sowie die Familienkonzerte des Domizils wollen wir<br>
erhalten und fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Kulturinstitutionen</strong><br>
Wir wollen die Zusammenarbeit der freien Szene, der Kulturvereinen und der<br>
Bildungseinrichtungen stärken und ausbauen, um kreative Freiräume für<br>
gestalterische Mitbestimmung zu schaffen.<br>
Eine Wirkung der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 ist die Kooperation von Kunstmuseen<br>
und öffentlich getragenen Bühnen im Ruhrgebiet und die Einführung einer<br>
RuhrKultur.Card. Die Kooperationen sind Teil der regionalen Kulturplanung<br>
vonseiten des RVR und der Kultur Ruhr GmbH. Diese Form der Zusammenarbeit von<br>
Kulturträger*innen in der Region unterstützen wir und setzen uns für eine<br>
Ausweitung auch auf andere Kulturbereiche ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung des Zugangs zu Museen</strong><br>
Die städtischen Museen sind Orte der Erinnerung, des öffentlichen Stadtraums und<br>
zugleich außerschulische Bildungseinrichtungen. Der Eintritt in die meisten<br>
Museen ist mittlerweile kostenlos. Das soll auch so bleiben. Wir GRÜNE setzen<br>
uns für eine stärkere ganzjährige Vernetzung der musealen Einrichtungen und<br>
ihrer Angebote sowie für eine breitere gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ein.<br>
Lernen beinhaltet in allen Altersstufen auch kulturelles Lernen. Vor diesem<br>
Hintergrund ist die Zusammenarbeit von Museen und Schulen, aber auch<br>
Bildungseinrichtungen für Erwachsene zu intensivieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erhalt der Bibliotheken und Büchereien</strong><br>
Büchereien und Bibliotheken sind wichtig für die Leseförderung und tragen dazu<br>
bei, dass Menschen mit unterschiedlichem Bildungshintergrund und Einkommen<br>
Zugang zu einem breiten Literaturangebot haben. Neben der Stadt- und<br>
Landesbibliothek in der Innenstadt gehören auch wohnortnahe Ausleihstellen in<br>
den Stadtteilen dazu. In Dortmund gibt es zudem in den Hochschulbibliotheken ein<br>
gutes Angebot für den Zugang zu wissenschaftlicher Literatur. Deshalb setzen wir<br>
uns für eine zunehmende Kooperation der Stadt- und Landesbibliothek mit den<br>
Hochschulbibliotheken ein.<br>
Wir wollen, dass sich die Bibliotheken auch hinsichtlich des sich ändernden<br>
Nutzerverhaltens und der Möglichkeiten der Digitalisierung weiterentwickeln,<br>
damit sie dem Auftrag der Bildungsgrundversorgung weiterhin gerecht werden<br>
können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr Freiheit für eine lebendige Nachtkultur</strong><br>
Dortmund ist eine der wenigen Städte, die noch an der Sperrstunde festhalten.<br>
Dabei gibt es auch hier immer mehr Clubs, Labels und öffentliche<br>
Kulturinstitutionen, die experimentelle Formate umsetzen und das urbane Leben<br>
prägen. Mit der derzeit gültigen strikten zeitlichen Regelung durch die<br>
Sperrstunde, wird diese Entwicklung immer wieder begrenzt. Dabei dient die<br>
Sperrstunde nicht dem Lärmschutz, denn die im Umweltrecht verankerten<br>
Schallemissionsgrenzen müssen die Clubs ohnehin grundsätzlich einhalten. Wir<br>
wollen, dass sich in Dortmund eine kreative, vielfältige und lebendige (Nacht-<br>
)Kultur mit jungen Angeboten entwickelt. Die Abschaffung der Sperrstunde gehört<br>
für uns zwingend dazu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Erhalt und Förderung der Erinnerungskultur</strong><br>
In Dortmund gibt es eine lebendige und vielfältige Arbeit gegen Rechts. Dazu<br>
gehört auch, das Andenken an die Opfer rechtsextremer Gewalttaten und<br>
Naziverbrechen lebendig zu halten. Vorbildliche Beispiele hierfür sind die<br>
Stolpersteine und insbesondere die Arbeit der Gedenkstätte Steinwache. Die<br>
Steinwache als ehemaliges Gefängnis der Gestapo oder das Mahnmal für<br>
Zwangsarbeiter am Phoenix-See sind Orte in Dortmund, die noch heute die<br>
Naziverbrechen nachvollziehbar machen.<br>
Diese Projekte sind wichtiger denn je, erschüttern doch auch heute wieder<br>
rechtsextreme Verbrechen unsere Gesellschaft. Die Einrichtung eines „Mehmet-<br>
Kubasik-Platzes“ in der Nordstadt dient der dauerhaften und mahnenden Erinnerung<br>
an heutige Taten mit nationalsozialistischem Hintergrund (s. auch Kapitel<br>
Rechtsextremismus). Wir GRÜNE treten dafür ein, weitere Projekte der<br>
Erinnerungskultur zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6. Zusammenleben in Bewegung: Sport verbindet</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sport und Bewegung sind wichtige Aspekte unseres gesellschaftlichen<br>
Zusammenlebens und Ausdruck einer lebendigen und bunten Gesellschaft.<br>
Schwimmbäder, Turnhallen, Bolzplätze und andere Sportstätten gehören zur<br>
kommunalen Daseinsfürsorge. Die Sportförderung wird in Deutschland zu 80 Prozent<br>
von den Kommunen getragen. Um die Bewegungsinfrastruktur vor Ort zukunftsfähig<br>
gestalten zu können, brauchen die Kommunen mehr Unterstützung von Bund und Land.<br>
Denn die Sportentwicklung steht vor vielfältigen Herausforderungen wie ein<br>
verändertes Sportverhalten, schulpolitische Entwicklungen, demografischer<br>
Wandel, Inklusion und ein spürbarer Sanierungsstau bei der<br>
Sportstätteninfrastruktur.<br>
Mit einem „Masterplan Sport“ will die Stadt sich auf diese neuen Gegebenheiten<br>
einstellen. In diesen Prozess wollen wir unsere Vorstellungen für den Sport<br>
einbringen.<br>
Wir Grüne setzen uns ein für mehr Sport und Bewegung – im Verein, als<br>
Leistungssport oder selbstorganisiert. Wir setzen auf soziale Dimensionen des<br>
Sports wie Inklusion von Menschen mit Behinderung, Integration der zugewanderten<br>
Menschen und das gemeinsame Miteinander von Generationen und unterschiedlichen<br>
Milieus.<br>
Vielfalt im Sport ist uns wichtig: Deswegen muss der Sport auf allen Ebenen<br>
nachhaltig gefördert werden. Er braucht neben intakten Sportstätten auch eine<br>
sport- und bewegungsfreundliche Verkehrs- und Stadtpolitik sowie den Ausbau des<br>
bürgerschaftlichen Engagements. Sporthallen sind nicht der einzige Ort, an dem<br>
man Sport treiben kann. Wir wollen die Spiel- und Bewegungsbedürfnisse von<br>
Kindern und Jugendlichen stärker berücksichtigen – das ist auch auf (Spiel-<br>
)Straßen und Plätzen möglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Förderung des Breitensports</strong><br>
Aktiver Sport ist nicht an Vereine gebunden. Zu 59 Prozent wird der weitaus<br>
größte Teil sportlicher Aktivität in Dortmund privat organisiert. Deshalb wollen<br>
wir die Möglichkeiten der vielen nichtorganisierten Freizeitsportler*innen<br>
verbessern. Angebote für den Breitensport müssen ein gleichberechtigter<br>
Bestandteil im „Masterplan Sport“ und der generellen Stadtentwicklung werden.<br>
Wir treten deshalb dafür ein, mehr Freiflächen kostenlos für Sport, Spiel und<br>
Freizeit zur Verfügung zu stellen.<br>
Sporthallen und -stätten müssen auch für nichtvereinsgebundene Aktivitäten<br>
möglich sein. Wir wollen ein Konzept, das eine weitestgehende Zugänglichkeit<br>
unserer Sportanlagen für jedermann sichert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sanierung und Ausbau der Sportstätten</strong><br>
Wir werden uns weiterhin für intakte und attraktive Sportanlagen stark machen.<br>
Dies wollen wir vor allem durch die Sanierung bestehender Sporthallen und -<br>
plätze erreichen. Wir wollen, dass Sportanlagen zukünftig multifunktional<br>
nutzbar sind: sowohl für unterschiedliche Sportarten als auch für verschiedene<br>
Generationen,. Die vom Land im Rahmen des Sanierungsprogramms „Gute-Sportstätte-<br>
2022“ eingebrachten 300 Millionen Euro Fördergelder für ganz NRW reichen dafür<br>
nicht aus. Auf Landesebene machen wir uns dafür stark, dass Schule und Sport<br>
nicht um ohnehin geringe Finanzmittel streiten müssen. Die Sportpauschale und<br>
die Schulpauschale müssen im Gemeindefinanzierungsgesetz wieder als getrennte<br>
Töpfe ausgewiesen werden.<br>
Sportanlagen gehören in das Wohnumfeld, denn Wohnortnähe ist das entscheidende<br>
Nutzungskriterium von Sport- und Bewegungsmöglichkeiten. Wir setzen uns deshalb<br>
für einen umfassenden Bestandsschutz und den Ausbau von offenen Sportstätten<br>
ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Intensive Kooperation von Schule und Sportvereinen</strong><br>
Die Einführung des offenen Ganztags an immer mehr Schulen macht eine zunehmende<br>
Kooperation mit Sportvereinen notwendig. Jede Schule soll mindestens einen<br>
Sportverein als Kooperationspartner haben. Dabei setzen wir uns auf Landesebene<br>
für eine leistungsgerechte Vergütung von Vereinsübungsleiter*innen und für die<br>
kommunale Stärkung des ehrenamtlichen Engagements ein. Dies gilt auch für Kitas<br>
(s. Kapitel Kinderbetreuung).<br>
Immer weniger Kinder können schwimmen. Wir fordern deshalb mehr<br>
Lehrschwimmbecken für Kleinkinder, insbesondere in der Nähe von Kitas und<br>
Schulzentren. Die Nutzung solcher Becken auch für den Reha-Sport sorgt für die<br>
Rentabilität dieser zusätzlichen Becken.<br>
Für mehr Wassergewöhnung und Schwimmunterricht in Kindergärten und Schulen<br>
wollen wir die Zusammenarbeit von Schulen, Kitas und Schwimmvereinen fördern. In<br>
Kooperation mit dem Stadtsportbund müssen zusätzliche Schulschwimmlehrer*innen<br>
finanziert werden, um die notwendige Betreuung zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Umsetzung der Inklusion im Sport</strong><br>
Menschen mit Behinderung müssen zum Sport einen gleichberechtigten Zugang haben.<br>
Daher wollen wir Grüne inklusive Sportangebote weiterentwickeln und an die<br>
speziellen Anforderungen von Menschen mit Behinderung anpassen. Dazu gehören<br>
barrierefreie Umkleiden, Sanitäranlagen, Spiel- und Sportflächen. In<br>
ausgewählten Hallen sollen behindertengerechte Grundsportgeräte, wie<br>
beispielsweise Sport-Rollis, zur Verfügung stehen. Die Vereine leisten hier<br>
schon wertvolle Arbeit. Wir wollen sie dabei unterstützen, mehr inklusive<br>
Projekte umzusetzen. Dafür müssen in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund<br>
vermehrt besonders qualifizierte Übungsleiter*innen ausgebildet werden.<br>
Kooperationen zwischen den Vereinen bieten die Möglichkeit, Angebote gemeinsam<br>
bereitzustellen und Übungsleiter*innen zu teilen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wertevermittlung im Sport</strong><br>
Sport vermittelt Werte wie Fairness, Toleranz und Respekt und kann Vorurteile<br>
abbauen. Insbesondere Sportvereine leisten hierzu einen großen Beitrag. Wir<br>
unterstützen daher Projekte, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und<br>
Gewalt im Sport wenden wie z. B. stadtteilbezogene Veranstaltungen und Turniere,<br>
die alle Kinder unabhängig von Herkunft und sportlichem Können einladen.<br>
Wir unterstützen die Arbeit des Fan-Projekts Dortmund. Dieses leistet u. a. in<br>
Form der politischen Jugendbildung am &quot;Lernort Stadion&quot; und durch<br>
interkulturelle Fußballturniere für Kinder/Jugendliche wie auch durch Besuche<br>
von NS-Gedenkstätten einen für die Stadtgesellschaft insgesamt wichtigen Beitrag<br>
für Demokratie und Menschenrechte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bewegungsorientierte öffentliche Räume</strong><br>
Sport und Bewegung finden im gesamten städtischen Raum statt. Eine große Rolle<br>
spielen Räume, die nicht explizit für sportliche Betätigung erbaut wurden, wie<br>
z. B. Parkanlagen, Straßen und Wege. Kinder und Jugendliche, aber auch<br>
Erwachsene müssen sich begegnen, spielen, toben, klettern und an der frischen<br>
Luft erholen können. Dafür wollen wir unter Beteiligung der Nutzer*innen und<br>
unter Einbeziehung der klimatischen Veränderungen geeignete Standorte festlegen.<br>
Skateparks, Bolzplätze, Boule-Bahnen und Basketballanlagen gehören für uns dabei<br>
ebenso zur Gestaltung des öffentlichen Raums wie Sportgeräte für Senior*innen.<br>
Bei der Planung neuer Quartiere setzten wir deshalb auf eine<br>
bewegungsorientierte Infrastruktur. Im Zuge der Umgestaltung unserer städtischen<br>
Parks setzen wir uns dafür ein, die Möglichkeiten für den Freizeitsport zu<br>
verbessern, z. B. durch beleuchtete Joggingstrecken oder offene<br>
Kleinspielfelder. Und wir wollen, dass alle Sportanlagen sicher und schnell mit<br>
dem Rad zu erreichen sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7. 365 Tage im Jahr für Menschrechte, Vielfalt und Demokratie: Aufstehen gegen<br>
Rechts</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Menschen in Dortmund engagieren sich tagtäglich für Vielfalt und<br>
Demokratie und für ein solidarisches Zusammenleben. Ob in unterschiedlichen<br>
Initiativen, Einrichtungen und Institutionen, ob in Schulen, Gewerkschaften,<br>
Kirchen und Parteien – die Arbeit gegen Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus,<br>
gegen Rassismus, Antisemitismus und Homophobie wird an vielen Stellen an 365<br>
Tagen im Jahr geführt. Und das aus guten Gründen. Dortmund ist keine Nazi-<br>
Hochburg. Aber Dortmund hat nach wie vor eine gewaltbereite Nazi-Szene, die<br>
bundes- und europaweit vernetzt ist und kommunal mit Einschüchterungen,<br>
Drohungen und Übergriffen arbeitet. Auch ihre Einbindung in die Planung des<br>
Mordes an Mehmet Kubasik durch den NSU ist noch immer nicht abschließend<br>
geklärt. Im Gegenteil morden rechte Extremist*innen weiterhin. Das zeigen die<br>
Beispiele in Halle, Kassel und Hanau. Viele Menschen auch in unserer Stadt<br>
erleben alltäglich Rassismus, Antisemitismus und Abwertung. Den Boden dafür<br>
bereiten die Rechtspopulisten der AFD und rechtsextreme Parteien in den<br>
Parlamenten, auch im Rat der Stadt Dortmund. Unter dem Deckmantel der<br>
Meinungsfreiheit versuchen sie die Grenzen des Sagbaren nach Rechts zu<br>
verschieben.<br>
Alledem stellen wir GRÜNE uns mit einem klaren Bekenntnis gegen Rassismus und<br>
Antisemitismus und für Vielfalt und Demokratie an vorderster Stelle entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Aktionsplan gegen Rechtsextremismus</strong><br>
Der vor 10 Jahren auch auf Antrag der GRÜNEN erstmals erstellte Aktionsplan<br>
gegen Rechtsextremismus ist ein Erfolg. Seine sieben Handlungsfelder sind die<br>
Grundlage für die städtischen Aktivitäten gegen Rechtsextremismus und<br>
Rechtspopulismus. Im Laufe der Jahre sind damit zahlreiche Aktivitäten der<br>
Stadtgesellschaft für Vielfalt und Demokratie gefördert worden. Zusätzlich sind<br>
neue Beratungsstellen und Unterstützungsangebote gegen Rechts entstanden. Wir<br>
setzen uns dafür ein, den Aktionsplan kontinuierlich weiter zu entwickeln. Unser<br>
Ziel ist es, dass möglichst viele Gruppen und Projekte in der Stadt in ihrem<br>
Einsatz für Vielfalt und Demokratie unterstützt und gefördert werden. Die<br>
Öffentlichkeitsarbeit für den Aktionsplan wollen wir ausweiten. Die dafür<br>
benötigten Mittel sind auch in den kommenden Jahren bereitzustellen und bei<br>
Bedarf auszuweiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stärkung der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie</strong><br>
Die städtische Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie -<br>
gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aktiviert,<br>
berät, bündelt und vernetzt zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie<br>
und Toleranz. Zusätzlich entwickelt sie partizipative Handlungsstrategien auf<br>
Basis des Aktionsplans gegen Rechtsextremismus. Wir fordern, die Arbeit der<br>
Koordinierungsstelle weiter zu stärken, insbesondere auch die Funktion der<br>
Vernetzung von Aktivitäten im Sinne des Aktionsplans.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unterstützung der Ausstiegs- und Opferberatung</strong><br>
Wir unterstützen die Ausstiegs- und Opferberatung BackUp-ComeBack. ComeBack –<br>
You are not alone (CoBa-Yana) begleitet, berät und unterstützt Menschen, welche<br>
die rechtsextreme Szene verlassen möchten und entwickelt gemeinsam mit ihnen<br>
neue Lebensperspektiven. Backup bietet Beratung für Opfer rechter Gewalt, deren<br>
Freund*innen und Angehörige und unterstützt bei rechtlichen, finanziellen und<br>
psychischen Fragen. Wir werden die finanzielle Unterstützung der<br>
Beratungsstellen dauerhaft absichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vernetzung der zivilgesellschaftlichen Initiativen und Akteure gegen Rechts</strong><br>
In Dortmund setzen sich unterschiedliche Arbeitskreise und Bündnisse gegen den<br>
Rechtsextremismus ein. Ihre jeweilige Arbeit und Sichtweise ist geprägt von der<br>
Geschichte der einzelnen Organisationen und der Zusammensetzung ihrer<br>
Mitglieder. Wir unterstützen diese Bündnisse in ihren Aktionen, solange das<br>
Prinzip der Gewaltfreiheit gewährt ist. Wir engagieren uns aktiv für eine<br>
bessere Vernetzung der Bündnisse, um damit den Widerstand gegen die<br>
rechtsextreme Szene und ihre Aktionen zu stärken.<br>
In verschiedenen Stadtteilen haben sich Organisationen, Vereine, Kirchen und<br>
Einzelpersonen zu Runden Tisch gegen Rechts zusammengeschlossen. Wir<br>
unterstützen diese Ansätze, sich direkt vor Ort gegen Rechtsextremismus<br>
einzusetzen und gemeinsam an Konzepten für Vielfalt und Demokratie zu arbeiten.<br>
Wir setzen uns dafür ein, in möglichst allen Stadtteilen derartige Runde Tische<br>
zu gründen und sie durch die Koordinierungsstelle zu unterstützen und zu<br>
vernetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Widerstand gegen Nazi-Aufmärsche</strong><br>
Der große Widerstand der Stadtgesellschaft im Herbst 2019 gegen die<br>
wöchentlichen Aufmärsche der Dortmunder Nazis hat mit dazu geführt, dass die<br>
Zahl der größeren rechtsextremen Aktionen in den folgenden Monaten<br>
zurückgegangen ist. Wir wollen Aufmärsche und Aktionen der Nazis mit allen<br>
rechtlichen Mittel verhindern. Wir unterstützen den Widerstand dagegen mit<br>
gewaltfreien Aktionen, insbesondere auch mit Sitzblockaden.<br>
Wir begrüßen, wenn Polizei und Justiz gewalttätige Nazis konsequent verfolgen<br>
und verurteilen. Wir fordern aber auch, dass Gegendemonstranten geschützt und<br>
ihre Demonstrationen nicht unverhältnismäßig behindert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vollständige Aufklärung der NSU-Unterstützungsstrukturen</strong><br>
Unvergessen bleibt: Auch in Dortmund ist mit Mehmet Kubasik einer unserer<br>
Mitbürger vom NSU ermordet worden. Bis heute sind viele Zusammenhänge dieses<br>
Mordes ebenso wenig geklärt wie die der Morde in anderen Städten. Ungeklärt ist<br>
auch, ob und welche Helfershelfer*innen der NSU bei seinem Mord in Dortmund<br>
hatte. Vieles deutet darauf hin, dass es sie gab und dass sie noch unter uns<br>
leben. Der bisherige NSU-Prozess war deshalb kein Schlussstrich. Wir fordern<br>
stattdessen die rückhaltlose Aufarbeitung des NSU-Terrors und die Aufdeckung der<br>
Verflechtungen mit der Nazi-Szene in Dortmund.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Bekämpfung des Institutionellen Rassismus</strong><br>
Betroffene erleben alltäglich Rassismus und Diskriminierung. Institutioneller<br>
Rassismus meint die strukturell bedingte systematische Herabsetzung und<br>
Benachteiligung sozialer Gruppen in Organisationen, Institutionen und Behörden.<br>
Dabei wird institutioneller Rassismus häufig geleugnet oder verharmlost. Für uns<br>
Grüne ist deshalb notwendig, eine breite Diskussion in Politik und Gesellschaft<br>
über institutionellen Rassismus zu führen. Auf kommunaler Ebene setzen wir uns<br>
dafür ein, dass Konzeptionen für die Sensibilisierung und Weiterbildung der<br>
Beschäftigten in der kommunalen Verwaltung erarbeitet und umgesetzt werden. Auch<br>
das Land ist aufgefordert, das Thema in der Aus- und Weiterbildung der<br>
Polizeibeamt*innen zu verankern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Konsequente Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD</strong><br>
Die AfD ist eine rechtspopulistische Partei, deren Grenzen zum Rechtsextremismus<br>
fließend sind. Seit Jahren hetzen und agitieren viele ihre Mitglieder gegen<br>
Geflüchtete, Migrant*innen und People of Colour und relativieren den<br>
Nationalsozialismus und seine Verbrechen. Die AfD ist eine der geistigen<br>
Wegbereiter*innen für die unzähligen Angriffe auf Geflüchtete und Zugewanderte<br>
und letztlich auch für die Morde in Halle, Kassel und Hanau. Im Rat und in den<br>
Ausschüssen ist das bestimmende Thema der AfD immer wieder die Hetze gegen<br>
Geflüchtete in Dortmund. Gleichzeitig will sie die Mittel für alles streichen,<br>
was eine offene, freie, pluralistische und demokratische Stadtgesellschaft<br>
ausmacht. Diesem Klima der Einschüchterung und Ausgrenzung stellen wir uns nicht<br>
nur entschieden entgegen. Wir lehnen eine Zusammenarbeit mit der AfD jedweder<br>
Art ab und fordern dies auch von den anderen demokratischen Parteien in<br>
Dortmund.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 21 Apr 2020 11:09:23 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A4: A1: GRÜN IST... KONSEQUENTER KLIMA- UND UMWELTSCHUTZ!</title>
                        <link>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/A1_GRUeN_IST____KONSEQUENTER_KLIMA-_UND_UMWELTSCHUTZ-6182</link>
                        <author>Stefan Rath</author>
                        <guid>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/A1_GRUeN_IST____KONSEQUENTER_KLIMA-_UND_UMWELTSCHUTZ-6182</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>GRÜN IST... Konsequenter Klima- und Umweltschutz!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... wie wir eine klimaneutrale und ökologische Stadt werden wollen...</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Inhalt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Verkehrswende mit Tempo (Mobilität)</strong><br>
1.1 Mehr Radverkehr in der Stadt<br>
1.2 Sauber Autofahren<br>
1.3 Besser zu Fuß durch die Stadt<br>
1.4 Gutes Angebot im kommunalen ÖPNV<br>
1.5 Regionaler Verkehr</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Energie und Klimaschutz</strong><br>
2.1 Raum für regenerative Energie<br>
2.2 Energiewende vor Ort</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Natur- und Umweltschutz</strong><br>
3.1 Natur und Arten schützen<br>
3.2 Naturschutz ist Klimaschutz<br>
3.3 Umweltschutz für jede*n</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Tierschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Verkehrswende mit Tempo (Mobilität)</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Frühjahr 2019 wurden die Dortmunder*innen zum dritten Mal befragt, wie sie<br>
sich hauptsächlich in der Stadt fortbewegen. Das Ergebnis ist enttäuschend: Zwar<br>
hat sich der Anteil des Radverkehrs seit der letzten Befragung 2013 erhöht, doch<br>
insgesamt hat die Nutzung der umweltfreundlichen Verkehrsarten abgenommen,<br>
während der Anteil des Autoverkehrs sogar gestiegen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen Mobilität, die sauber, sicher, energie-, ressourcen- und platzsparend<br>
ist. Dazu wollen wir die Nutzung des Autos verringern und den Verkehr auf<br>
Fahrräder, Busse und Bahnen verlagern. Außerdem müssen Autos energieeffizienter<br>
werden, um die Klimaziele zu erreichen. 2030 sollen nur noch emissionsfreie<br>
Autos, das heißt solche ohne Verbrennungsmotor, neu zugelassen werden. Doch es<br>
reicht nicht, Verbrennermodelle durch Autos mit alternativen Antrieben zu<br>
ersetzen, weil wir damit die Platzprobleme auf der Straße nicht lösen können.<br>
Unser Ziel ist: Weniger Autoverkehr in der Stadt – mehr Platz für die Menschen.<br>
Dazu können autofreie Quartiere beitragen, in denen nicht nur erfahrbar wird,<br>
dass Mobilität auch ohne das eigene Auto möglich, sondern auch, welcher Zugewinn<br>
an Lebensqualität im Wohnviertel damit verbunden ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die autozentrierte Verkehrspolitik ist ein Relikt von gestern. Der Straßenraum<br>
muss neu aufgeteilt werden und den Fußgänger*innen, den Radfahrer*innen und dem<br>
ÖPNV den nötigen Platz einräumen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unser Ziel für eine neue und in der Metropole Ruhr vernetzte Mobilität ist nicht<br>
nur der notwendige Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch die Erhöhung der<br>
Lebensqualität in der Stadt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.1 Mehr Radverkehr in der Stadt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Anteil der Radfahrer*innen in unserer Stadt liegt gerade einmal bei 10<br>
Prozent. Unser Ziel ist es, diesen Anteil zu verdreifachen und mehr<br>
Autofahrer*innen im Stadtgebiet zum Umstieg aufs Rad zu bewegen. Der Radverkehr<br>
sollte in Zukunft mindestens 30 Prozent betragen und in der Stadt- und<br>
Verkehrsplanung eine vorrangige Rolle spielen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grüne Welle für den Radverkehr</strong><br>
Die Verkehrsplanung in Dortmund braucht einen Paradigmenwechsel. Nicht der<br>
Autoverkehr muss attraktiver gestaltet werden, sondern die umweltfreundliche<br>
Mobilität muss in Zukunft Vorfahrt haben. Eine grüne Welle für Radfahrende<br>
fördert den Radverkehr und macht ihn sicherer. Radfahrer*innenwerden hierzu beim<br>
Anfahren auf die Ampel frühzeitig erkannt und ein entsprechendes Programm zur<br>
schnellen Grünschaltung initialisiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr Straßen zu Fahrradstraßen</strong><br>
Fahrradstraßen sind ein sinnvolles Mittel, um die Radinfrastruktur zu<br>
verbessern. Daher muss es deutlich mehr als die bisherigen vier in Dortmund<br>
geben. Gleichzeitig müssen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zur<br>
Einrichtung von Fahrradstraßen deutlich erleichtert werden. Der Wall muss fürs<br>
Rad in beide Richtungen komfortabel und sicher befahrbar werden. Die jetzige<br>
Ausweisung eines kurzen Stück Radwegs am Ostwall ist für uns nur ein Einstieg.<br>
Außerdem ist eine attraktive Querung der City für den Radverkehr sowohl in Ost-<br>
West- als auch Nord-Süd-Richtung einzurichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gute und sichere Radanbindung der Außenbezirke</strong><br>
Um die Verbindung von Innenstadt und Außenbezirken für Radfahrende attraktiv zu<br>
machen und als Alternative zum Auto zu etablieren, müssen die Dortmunder<br>
Stadtteilzentren mit guten Radwegen ausgestattet und über sichere<br>
Verbindungsrouten auch untereinander verbunden werden. Dazu kann auch das<br>
regionale Radwegenetz des Regionalverbands Ruhr (RVR) dienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zügige Umsetzung des RS1</strong><br>
Vor allem Pendler*innen soll der RS1 durchs Ruhrgebiet eine Alternative für die<br>
tägliche Fahrt zur Arbeit bieten. In Dortmund warten Fahrradfahrer*innen – und<br>
alle die es werden wollen – auf die Fertigstellung des RS1 und auf den damit<br>
verbundenen Ausbau der lokalen Zubringerstruktur. Radwege dürfen nicht mehr nur<br>
ein Nebenprodukt des Straßenbaus sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Sichere Radwege durch farbliche Markierungen und Protected Bike Lanes</strong><br>
Um den Radverkehr sicherer zu gestalten, sind an vielen Stellen ein sichtbarer<br>
Schutzraum und eine räumliche Trennung vom Pkw- und Lkw-Verkehr wichtig.<br>
Sinnvolle Instrumente sind eine farbliche Markierung der Radwege, vorgezogene<br>
Aufstellflächen und dort geschützte Radfahrstreifen, sog. Protected Bike Lanes,<br>
wo Tempo 30 nicht umsetzbar ist. Auch Vorfahrtsregelungen oder vorgezogene<br>
Grünphasen für Radfahrer*innen an Kreuzungen machen das Radfahren sicherer. Die<br>
Einrichtung von Umleitungen an Baustellen auch für den Radverkehr muss<br>
konsequent umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausreichend Fahrradparkhäuser und Fahrradabstellanlagen</strong><br>
Stadtweit müssen Fahrradabstellanlagen dem steigenden Radverkehrsanteil<br>
angepasst werden. Ihre Zahl muss deshalb in den nächsten Jahren deutlich erhöht<br>
werden – ohne dabei den Fußgänger*innenverkehr zu behindern. Dafür brauchen wir<br>
weitere Fahrradparkhäuser und Flächen mit Ladestationen zum sicheren Abstellen<br>
auch von E-Bikes und Lastenrädern. Neben dem Bau von Fahrradgaragen in<br>
Wohngebieten wollen wir in bestehenden Autoparkhäusern solche<br>
Abstellmöglichkeiten einrichten. Wichtig dabei ist eine konfliktfreie Ein- und<br>
Ausfahrt für Radfahrer*innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Förderung der Leihinfrastruktur</strong><br>
Wir wollen stadtweite und regional vernetzte Sharing-Angebote für Fahrräder,<br>
Lastenräder, Elektroroller usw. Im Rahmen der Stellplatzsatzungen können<br>
fördernde Regelungen für Leihangebote verankert werden. Als weiteres Angebot zur<br>
Mikromobilität einer Großstadt gehören auch Elektroroller. Wie alle anderen<br>
Sharing-Angebote auch, benötigen sie gute Abstellmöglichkeiten, damit sie weder<br>
Fußgänger*innen noch Radfahrer*innen gefährden. Diese Möglichkeiten wollen wir<br>
in Zusammenarbeit mit den Anbietern schaffen. Carsharing soll im Rahmen von<br>
Konzeptvergaben auch beim Wohnungsbau berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.2 Sauber Autofahren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Autoverkehr nimmt immer noch einen großen Platz in Dortmund ein. Doch der<br>
Diesel-Skandal und die Diskussion über zu hohe Stickstoffdioxid-Grenzwerte in<br>
Dortmund zeigen, dass sich beim Autoverkehr in Dortmund einiges ändern muss: Für<br>
die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und für das Klima. Wir wollen<br>
nachhaltige und ökologische Möglichkeiten des Autofahrens schaffen und die<br>
Nutzung effizienter gestalten. Dabei soll jedoch der Anteil des Autoverkehrs<br>
deutlich gesenkt werden, indem wir umweltfreundliche Verkehrsträger fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Erleichterung der Kombination verschiedener Verkehrsmittel</strong><br>
Mobilitätsstationen sind ein zentraler Baustein des multimodalen Verkehrs, das<br>
heißt der Nutzung verschiedener Verkehrsmittel für eine Wegstrecke. Sie<br>
ermöglichen eine sinnvolle Kombination der Verkehrsarten durch die Verknüpfung<br>
von Bussen und Bahnen mit Carsharing, Bikesharing, Taxen oder auch<br>
Elektrorollern und dem eigenen Fahrrad. Auf unseren Antrag hin wurde 2019 der<br>
Bau von 12 Mobilitätsstationen mit Ladestationen beschlossen. Wir werden uns<br>
auch weiterhin für den Ausbau dieser Knotenpunkte klimafreundlicher<br>
Verkehrsmittel einsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Tempo 30 in der ganzen Stadt</strong><br>
Bei Tempo 30 passieren weniger und weniger schwere Unfälle als bei Tempo 50. Der<br>
Lärm geht zurück, die Belastung der Luft mit Schadstoffen ebenfalls. Dies zeigen<br>
entsprechende Pilotversuche u. a. in Berlin. Deshalb wollen wir innerorts Tempo<br>
30 als Regelgeschwindigkeit. Über ein flächendeckendes Tempo 30 kann nur der<br>
Bund befinden, weil die Straßenverkehrsordnung Tempo 50 als Regelgeschwindigkeit<br>
innerorts festlegt. Wir setzen uns auf Bundesebene für die entsprechende<br>
Änderung der Straßenverkehrsordnung ein und wollen bis dahin alle kommunalen<br>
Spielräume für die Ausweisung von Tempo 30 nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Veränderungen beim Parkplatzangebot für Autos</strong><br>
Der Autoverkehr insbesondere in der Innenstadt muss weiter reduziert werden.<br>
Dafür wollen wir die Anzahl der Parkplätze weiter verringern und die Preise fürs<br>
Parken deutlich anheben. Mehreinnahmen durch höhere Parkgebühren möchten wir<br>
dabei in den Ausbau und Finanzierung des ÖPNV-Angebots investieren. Öffentlicher<br>
Raum ist ein knappes Gut, und ein knappes Gut hat einen Wert. Seit über 20<br>
Jahren sind die Gebühren an den Parkautomaten unverändert: Immer noch kostet die<br>
erste Stunde nur 1,50 Euro. Mit diesen Preisen werden kostbare Cityflächen unter<br>
Wert bereitgestellt. Das bietet keinerlei Anreiz zum Umstieg auf die<br>
öffentlichen Verkehrsmittel. Gleichzeitig muss zur Kontrolle des ruhenden<br>
Verkehrs vor allem in den Stadtbezirken deutlich mehr Personal zur Verfügung<br>
gestellt werden. Parkmöglichkeiten sollen möglichst flächensparend (z. B.<br>
Parkhäuser) oder über Park-&amp;-Ride-Angebote realisiert werden. Mithilfe der<br>
Digitalisierung, z. B. der Informationen zur Auslastung, kann die Nutzung<br>
verbessert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Neue Anreize für eine GRÜNE Logistik</strong><br>
Die kontinuierliche Zunahme von Lieferverkehren führt insbesondere in dicht<br>
bebauten Innenstadtquartieren zu großen Belastungen. Lieferfahrzeuge, die in der<br>
zweiten Reihe, auf Gehwegen, auf Radwegen und in Kreuzungsbereichen parken,<br>
gefährden andere Verkehrsteilnehmende. Wir setzen uns deshalb für die<br>
Einrichtung anbieterübergreifender Mikro-Depots ein, die eine lärmarme und<br>
emissionsfreie Belieferung durch E-Autos und Lastenrädern auch zu Neben- und<br>
Nachtzeiten ermöglichen. Dafür sollen öffentliche Stellplatzflächen zu<br>
vergünstigten Mietpreisen zur Verfügung gestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.3 Besser zu Fuß durch die Stadt</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Umfrage 2019 zur Verkehrsnutzung in Dortmund beträgt der Anteil des<br>
Umweltverbundes und damit der umweltfreundlichen Verkehrsarten zusammen nur 51<br>
Prozent – und damit drei Prozentpunkte weniger als bei der letzten Befragung (53<br>
Prozent). Der Anteil der Fußgänger*innen verringerte sich deutlich von 27<br>
Prozent auf aktuell 19,2 Prozent. Das wollen wir ändern.<br>
Dortmund ist seit einigen Jahren Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrrad-<br>
und fußgängerfreundlicher Städte und Gemeinden (AGFS). Es wird Zeit, dass die<br>
Stadt im Rahmen der notwendigen Verkehrswende auch dem Fußverkehr mehr<br>
Aufmerksamkeit schenkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Neuaufteilung des Straßenraums</strong><br>
Wir kämpfen für die Rückeroberung des Straßenraums durch Fußgänger*innen und<br>
Radfahrer*innen. Dafür muss der zur Verfügung stehende Straßenquerschnitt<br>
zukünftig anders verplant werden: Breite Bürgersteige, sichere Radwege, Platz<br>
für ÖPNV und Baumreihen gehören für uns ebenso dazu, wie barrierefreie und<br>
sichere Querungen (s. auch Kapitel Lebenswerte Stadt).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Barrierefreie Infrastruktur für den Fußverkehr</strong><br>
Der Fußverkehr muss bei der Stadtplanung als eigenständige Mobilitätsart<br>
betrachtet und berücksichtigt werden. Um das Zu-Fuß-Gehen attraktiver zu machen,<br>
müssen sinnvolle Wegenetze mit entsprechender Ausschilderung zur Verknüpfung<br>
wichtiger Ziele erarbeitet werden. Mit dem Anspruch, auch zu Fuß Ziele zügig und<br>
direkt zu erreichen, müssen Gehwege mit einer ausreichenden Mindestbreite zur<br>
Verfügung stehen, die nicht durch Verkehrsschilder, Straßenlampen oder parkende<br>
Fahrzeuge wieder zugestellt werden.<br>
Neben den Leitsystemen für Sehbehinderte und abgesenkten Bordsteinen können<br>
zusätzliche Zebrastreifen oder Fußgängerampeln mit kurzen Wartezeiten die<br>
Situation verbessern. Auch die Zugänge zu oberirdischen Stadtbahnhaltestellen<br>
(z. B. Haltestelle Funkenburg) müssen fußgängerfreundlicher gestaltet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Eine bessere Überwachung des ruhenden Verkehrs</strong><br>
Zukünftig kann das Parken auf Radwegen bis zu 100 Euro kosten. Doch falsch<br>
geparkte Autos behindern nicht nur Radfahrer*innen, sondern bilden insbesondere<br>
auch für Fußgänger*innen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität gefährliche<br>
Hindernisse. Um dem Falschparken auf Gehwegen und in Kreuzungsbereichen<br>
wirkungsvoll begegnen zu können, fordern wir deutlich mehr Personal für die<br>
kommunale Verkehrsüberwachung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ausweitung des Projekts „So läuft das“</strong><br>
Das Konzept zur Förderung der Kinder- und Jugendmobilität „So läuft das“<br>
verfolgt das Ziel, die selbstbestimmte, sichere und nachhaltige Mobilität von<br>
Kindern und Jugendlichen zu fördern. Die Konzepterstellung für weiterführende<br>
Schulen ist Teil des Programms „Emissionsfreie Innenstadt“. Mit einer<br>
zusätzlichen Stelle konnten wir den Ausbau des Projekts zunächst bis 2022<br>
verankern. Wir setzen uns dafür ein, dass das Programm dauerhaft und über den<br>
derzeitigen Geltungsbereich (nur innenstadtnahe Schulen und Kitas) hinaus<br>
weitergeführt und die Akzeptanz gefördert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.4 Gutes Angebot im kommunalen ÖPNV</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit mehr Menschen Bus und Bahn nutzen, müssen die Infrastruktur und das<br>
Angebot ausgeweitet werden. Dafür braucht es insgesamt mehr Geld im System ÖPNV,<br>
aber nicht über höhere Ticketpreise. Wir wollen Autofahrer*innen vom Umstieg auf<br>
Busse und Bahnen überzeugen. Doch dafür darf die Fahrt mit dem Auto nicht der<br>
bequemste und preiswerteste Weg sein. Dafür brauchen wir ein auf Wachstum<br>
ausgerichtetes, bezahlbares ÖPNV-Angebot, eine Verringerung der Parkplätze sowie<br>
mehr Busspuren und Fahrradstreifen.<br>
Der gültige Nahverkehrsplan, Grundlage der Dortmunder Planungen für den ÖPNV,<br>
ist aus dem Jahr 2014 und geht noch von sinkenden Einwohner*innenzahlen aus.<br>
Auch das Klimaziel von 1,5 °C ist noch nicht berücksichtigt. Wir wollen deshalb,<br>
dass der Nahverkehrsplan an die veränderten Herausforderungen angepasst wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Freie Fahrt für junge Menschen</strong><br>
Für Schüler*innen und Azubis wollen wir die Nutzung der öffentlichen<br>
Verkehrsmittel freigeben. So verbinden sich für uns soziale Gerechtigkeit,<br>
Klimagerechtigkeit und das Bedürfnis junger Menschen nach Unabhängigkeit. Darum<br>
möchten wir stufenweise allen Schüler*innen und Azubis die kostenlose Nutzung<br>
des ÖPNV ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mobilitäts-Flatrate</strong><br>
Der ÖPNV als klimafreundliches Verkehrsmittel muss attraktiver werden. Er soll<br>
einfach und komfortabel genutzt werden können, ohne dass man sich mit<br>
Verkehrsverbundgrenzen und der Frage nach dem richtigen Ticket lange<br>
beschäftigen muss. Gleichzeitig müssen die Ticketpreise deutlich gesenkt werden.<br>
Daher wollen wir – in Abstimmung mit den Verkehrsverbänden – eine Mobilitäts-<br>
Flatrate für ganz NRW einführen: Mit dieser Mobilitäts-Flatrate möchten wir<br>
allen Dortmunder*innen für 1€ pro Tag ein attraktives Angebot machen.<br>
Gleichzeitig zur Preissenkung müssen der Ausbau des Angebots und die Steigerung<br>
der Kapazitäten vorangetrieben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ein Sozialticket, das seinen Namen verdient</strong><br>
Solange es keinen grundsätzlich kostenlosen Nahverkehr mit Bussen und Bahnen<br>
gibt, sind insbesondere Menschen mit geringem Einkommen auf ein Sozialticket<br>
angewiesen, das diesen Namen auch verdient. Das aktuelle Sozialticket des VRR<br>
wird diesem Anspruch nicht gerecht, es ist mit inzwischen fast 40 Euro viel zu<br>
teuer. Immer weniger einkommensschwache und arme Menschen können sich ein<br>
Sozialticket zu diesem Preis leisten. Die Landesregierung aus CDU und FDP<br>
weigert sich beständig, die Bezuschussung von jährlich 40 Millionen Euro endlich<br>
angemessen zu erhöhen. Wir setzen uns dafür ein, dass das Land seiner<br>
Verantwortung gerecht wird und mehr Gelder zur Verfügung stellt. Sollte das<br>
absehbar nicht passieren, wollen wir gemeinsam mit DSW 21 ein Konzept<br>
entwickeln, wie mit kommunalen Mitteln der Preis des Sozialtickets so gesenkt<br>
wird, dass er höchstens dem Anteil für Verkehrsdienstleistungen im ALG-II-<br>
Regelsatz entspricht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den konsequenten Ausbau und eine Taktverdichtung bei Stadtbahn und Buslinien</strong><br>
Wir wollen eine Verbesserung bei der Taktung und den Anschlüssen von Stadtbahn,<br>
Bussen und Regionalverkehr sowie eine deutliche Kapazitätserweiterung durch<br>
zusätzliche Fahrzeuge, um ein ÖPNV-Grundangebot rund um die Uhr, auch unter der<br>
Woche, zu ermöglichen. Das Stadtbahnbaukonzept muss an die aktuelle Situation<br>
und zukünftige Entwicklungen angepasst werden. Das schließt eine sinnvolle<br>
Erweiterung des Stadtbahnnetzes und der H-Bahn ein – auch um Neubau- und<br>
Gewerbegebiete optimal anzubinden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Vorfahrt für den ÖPNV</strong><br>
Damit Busse eine attraktive Alternative zum Autoverkehr werden, brauchen wir an<br>
besonders belasteten Straßen sowie an wichtigen Knotenpunkten (wie z. B. Barop-<br>
Parkhaus) separate Busspuren und Vorrangschaltungen an Ampeln. Sie stellen<br>
sicher, dass Busse und Bahnen pünktlich an- und abfahren und Anschlüsse gerade<br>
im Berufsverkehr funktionieren. Infotafeln mit Livedaten an allen Haltepunkten<br>
gehören für uns zum Standard eines kundenorientierten ÖPNV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Barrierefreiheit bei Bussen und Bahnen</strong><br>
Immer noch ist rund ein Drittel der Bus- und Bahnhaltestellen nicht<br>
barrierefrei. Wir wollen eine zügige Umsetzung der bestehenden Planungen. An der<br>
B1 setzen wir uns für mehr niveaugleiche Ampelüberwege zur Stadtbahn anstelle<br>
teurer Brücken und reparaturanfälliger Aufzuglösungen ein. Unser Ziel sind kurze<br>
(Umsteige-)Wege, die die Erreichbarkeit der Haltestellen und Haltepunkte<br>
insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen verbessern. Auch für<br>
sehbehinderte Fahrgäste wollen wir die Installation von akustischen<br>
Informationsquellen (Lautsprecheransagen) an Bus- und Bahnhaltestellen, die die<br>
eintreffende Linie und das Fahrtziel nennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Anbindung neu erschlossener Flächen</strong><br>
Bei neuen Baugebieten, Gewerbegebieten oder neu gestalteten Arealen wie HSP-<br>
Gelände, Phoenix-West, Hafenquartier u. ä. muss die ÖPNV- und Radanbindung von<br>
Beginn an mitgeplant und auch durch Ausbau und Verlängerung von Stadtbahn-<br>
Strecken umgesetzt werden (s. auch Kapitel Wirtschaft).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Umrüstung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe und autonome Systeme</strong><br>
Die Umrüstung der Busse und Bahnen auf emissionsarme Antriebsarten ist Teil der<br>
Clean-Vehicle-Richtlinie der EU. Wir setzen uns dafür ein, dass DSW21 umgehend<br>
die notwendigen Voraussetzungen zur Umsetzung schafft und zeitnah ein<br>
Betriebskonzept zur Anschaffung entsprechender Busse und zur Errichtung der<br>
notwendigen Ladekapazität vorlegt. Gemeinsam mit den benachbarten<br>
Verkehrsverbünden sollen langfristig auch Strategien für das autonome Fahren auf<br>
Straße und Schiene entwickelt werden. Für uns ist entscheidend, dass eine solche<br>
Umstellung in enger Abstimmung mit den Mitarbeitenden und deren Vertretungen<br>
erfolgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rückbau des Flughafens</strong><br>
Der Dortmunder Flughafen ist weder ökologisch noch wirtschaftlich vertretbar.<br>
Seit dem Ausbau im Jahr 2000 haben die Dortmunder Stadtwerke DSW21 den Flughafen<br>
insgesamt mit mehr als 300 Millionen Euro subventioniert, um dessen Verluste<br>
auszugleichen. Damit ist die Unterstützung der DSW21 für Fluggäste pro Kopf<br>
deutlich höher als für die Nutzer*innen von Bus und Bahn. Denn während die<br>
Stadtwerke für jeden Fahrgast im klimafreundlichen ÖPNV nur rund 40 Cent<br>
drauflegen, wird jeder Fluggast mit über 6 Euro subventioniert. Neben den<br>
wirtschaftlichen Gründen halten wir GRÜNE einen Ausbau des Flughafens auch<br>
klimapolitisch für unverantwortlich. Abgesehen von den CO2-Emissionen<br>
verursachen Flugzeuge auch in den höheren Schichten der Atmosphäre gravierende<br>
Schäden. Zudem ist für die Anwohner*innen eine Verlängerung der Betriebszeiten<br>
nicht hinnehmbar. Fluglärm ist Lärm, der in besonderer Weise stresst und<br>
Krankheiten verursacht, wie durch Untersuchungen belegt ist.<br>
Wir fordern deshalb den Rückbau des Airports und eine Umnutzung des<br>
Flughafengeländes. Dadurch wird der Stadt eine große Freifläche zurückgegeben –<br>
und damit die Chance auf eine ökologisch wertvolle nachhaltige Neuentwicklung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.5 Regionaler Verkehr</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die hohen Pendler*innenzahlen zeigen, wie wichtig es für Dortmund ist, die<br>
verschiedenen Verkehrsmittel des Umweltverbunds ruhrgebietsweit miteinander zu<br>
vernetzen. Dazu gehören für uns mehr Mobilitätsstationen, aber auch ein Ticket<br>
für alle Verkehrsmittel und möglichst ein Tarif in der gesamten Metropole Ruhr.<br>
Außerdem müssen die Nahverkehrspläne der einzelnen Städte aufeinander abgestimmt<br>
und Linien über die Stadtgrenzen hinweg ohne Brüche weitergeführt werden. Das<br>
regionale Mobilitätskonzept des RVR bietet gute Lösungsansätze für die<br>
regionalen Herausforderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Überwindung der Tarif- und Stadtgrenzen</strong><br>
Für die Kunden des öffentlichen Verkehrs hat es keine Bedeutung, von welchem<br>
Unternehmen sie gefahren werden oder in welchem Verkehrsverbund sie gerade<br>
unterwegs sind. Um vor allem tägliche Pendler*innen stärker zum Umstieg vom Auto<br>
auf öffentliche Verkehrsmittel zu motivieren, setzen wir uns dafür ein, dass<br>
Kunden in NRW Verbundgrenzen nicht mehr als Tarifgrenzen erleben und<br>
durchgehende Verbindungen über Stadtgrenzen hinweg eingerichtet werden. Dafür<br>
wollen wir kommunale Verkehrspläne zu einem regionalen Nahverkehrsplan<br>
verknüpfen und mit NRW-weiten Tarifen die Mobilität erleichtern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Ausbau der Schieneninfrastruktur</strong><br>
Die schienengebundenen Verkehrssysteme müssen über die Stadtgrenzen hinaus<br>
ausgebaut und verdichtet werden. Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Lünen –<br>
Münster mit Modernisierung des Signalsystems gehört ebenso dazu wie die<br>
Weiterentwicklung des RRX-Netzes. Die Emschertalbahn als wichtige Ost-West-<br>
Verbindung zwischen den Städten des Lippe- und Emscherraums soll durch die<br>
Sanierung der Trassen und durch kürzere Verbindungsintervalle wieder attraktiver<br>
werden. Um die Akzeptanz der notwendigen Arbeiten zu verbessern, muss über<br>
anstehende Baustellen und den eingerichteten Ersatzverkehr frühzeitig und<br>
umfassend informiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Anbindung der regionalen Schnellbusse an das Umland</strong><br>
Da, wo die Anbindung an das Dortmunder Stadtzentrum über den Schienenverkehr<br>
langfristig nicht umzusetzen ist, wollen wir den Einsatz regionaler Schnellbusse<br>
mit alternativen Antrieben prüfen. So soll der ÖPNV auch für Pendler*innen aus<br>
dem Umland attraktiver werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Energie und Klimaschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur wenn die Kommunen aktiv dazu beitragen, können wir die Pariser<br>
Klimaschutzziele noch erreichen. Die Stadt Dortmund muss mit gutem Beispiel<br>
vorangehen. Sie muss zeigen, dass Energiesparen und Energieeffizienz nicht nur<br>
gut für das Klima sind, sondern sich auch finanziell rechnen. Bund und Land<br>
müssen dafür die notwendigen Rahmenbedingungen setzen, z. B. mit sinnvollen<br>
Abstandsregelungen für Windkraftanlagen, die den Ausbau von erneuerbaren<br>
Energien fördern, statt ihn abzuwürgen, mit einfachen Bedingungen für<br>
Mieterstrommodelle oder mit mehr Anreizen für eine energetische Sanierung von<br>
Bestandsgebäuden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das jüngst beschlossene Klimaschutzgesetz bleibt stattdessen weit hinter den<br>
Erwartungen zurück, das „Entfesselungspaket“ der schwarz-gelben Landesregierung<br>
hat alle zuvor erzielten Regelungen pro Klimaschutz wieder zurückgedreht. Umso<br>
wichtiger sind die Anstrengungen, die wir in unserer Stadt unternehmen.<br>
In Dortmund wollen wir den Ausbau der regenerativen Energien voranbringen und<br>
unabhängig werden von fossilen Energieträgern. Wir wollen, dass die Stadt schon<br>
2035 klimaneutral wird, nicht erst 2050, und wir wollen, dass die Bürger*innen<br>
auf diesem Weg mitgenommen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.1 Raum für regenerative Energie</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Potenzial für Windenergie und Photovoltaik (PV) ist in Dortmund noch längst<br>
nicht ausgeschöpft. Nach Aussage der Landesregierung auf eine GRÜNE Anfrage<br>
werden nur 20,4 Prozent der möglichen Windkraftleistung und nur 2,9 Prozent des<br>
Potenzials der Photovoltaik auf Dortmunds Dächern aktuell genutzt. Bei den PV-<br>
Freianlagen sind es sogar nur 0,3 Prozent.<br>
Unser Ziel: Den im Quartier verbrauchten Strom auch im Quartier zu erzeugen.<br>
Dafür bedarf es eines zielgerichteten Ausbaus der erneuerbaren Energien. Ganze<br>
Quartiere könnten ihren Strombedarf mit Photovoltaikanlagen decken und die<br>
gleiche Strommenge zusätzlich ins Netz einspeisen. Das sind Ergebnisse der<br>
„InnovationCity Ruhr“ in Bottrop, einem Projekt, das sich mit dem klimagerechten<br>
Umbau eines industriellgeprägten Stadtquartiers befasst und Modell für alle<br>
Ruhrgebietsstädte werden soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr Solarenergie für Dortmund</strong><br>
Wir wollen den Ausbau von Photovoltaikanlagen sowohl auf Eigenheimen als auch<br>
auf Mietshäusern und gewerblich genutzten Gebäuden weiter forcieren. Wir<br>
unterstützen Privatpersonen, Genossenschaften und Mietergemeinschaften, die auf<br>
Mieterstrommodelle umsteigen möchten. Ohne weitere Flächenversiegelung ist es so<br>
möglich, die erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Wir wollen die rechtlichen<br>
Möglichkeiten zur Auflage einer Solarsatzung prüfen. Damit wollen wir erreichen,<br>
dass auf jedem neu gebauten Gebäude mit entsprechendem Potential eine<br>
Solaranlage errichtet wird. Für Bestandsgebäude wollen wir die DEW21<br>
beauftragen, mit einem Beratungsangebot aktiv auf die Wohnungseigentümer*innen<br>
zuzugehen, die laut Solarkataster das Potenzial für Photovoltaik haben, und<br>
ihnen einen wirksamen Anreiz zur Errichtung einer Solaranlage geben.<br>
Freiflächen-Solaranlagen sollen auf Halden, Altlastenflächen, Konversions- oder<br>
Brachflächen sowie entlang von Infrastrukturachsen konzentriert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grünschnitt und Lebensmittelabfällen für Biomasseanlagen nutzen</strong><br>
Außer für die Nutzung der Abwärme müssen Biomasseanlagen technisch so<br>
ausgestattet werden, dass sie flexibel Strom in das Netz einspeisen. Denn als<br>
einzige erneuerbare Energie kann Biomasse flexibel auf die fluktuierende<br>
Einspeisung von Photovoltaik- und Windenergieanlagen reagieren. Wir wollen<br>
deshalb die Errichtung einer Biogasanlage zur Verwertung des Bioabfalls in<br>
Dortmund. Den Zukauf und den Transport von Biomasse aus der Massentierhaltung<br>
lehnen wir dazu jedoch ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Förderung von Energiesparen</strong><br>
Die Landesregierung NRW fördert über die NRW.BANK Maßnahmen zur<br>
Energieeffizienz. Das Förderprogramm des Landes soll auf kommunaler Ebene<br>
unterstützt werden. Wir wollen, dass die Stadt in Kooperation mit der DEW21<br>
einkommensschwache Haushalte zusätzlich mit Gutscheinen beim Tausch alter<br>
stromfressender Geräte gegen neue energieeffiziente Geräte unterstützt. Die<br>
städtische Wohnungsbaugesellschaft Dogewo21 soll zudem bei energetischen<br>
Modernisierungen mit der Verbraucherzentrale NRW zusammenarbeiten, um über den<br>
„Basis-Check Energie“ kostenlose Vor-Ort-Beratungen für Mieter*innen zum<br>
optimalen Heizen und Lüften zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Unterstützung von Unternehmen, die benötigte Energie selbst zu produzieren</strong><br>
In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung wollen wir Unternehmen zur<br>
Errichtung von Photovoltaikanlagen oder Nutzung von Wasserstofftechnologien zur<br>
Versorgung hochenergetischer Produktionsprozesse aktiv beraten und bei der<br>
Beantragung von Fördermitteln unterstützen (s. auch Kapitel Wirtschaft).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Parkplätze in begrünte Solarflächen umwandeln</strong><br>
Städtische Park-&amp;-Ride-Parkplätze oder Parkplätze von Sporthallen und<br>
Schwimmbädern, die sich nicht für eine Überbauung mit Wohnungen eignen, bieten<br>
die Möglichkeit einer regenerativen energetischen Nutzung. Wir wollen große<br>
Stellplatzflächen, die nicht überbaut werden können, in Solarparkplätze mit<br>
Dachbegrünung umwandeln. Dabei werden sie mit Photovoltaikanlagen überdacht, die<br>
regenerativen Strom für Ladesäulen erzeugen und zugleich Schatten spenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Energiekonzepte im Quartier umsetzen</strong><br>
Mit den Instrumenten der Bauleitplanung kann die Kommune festlegen, ob und<br>
welche erneuerbare Energieform – z. B. eine solarthermische Wärmeversorgung – an<br>
welcher Stelle und in welchem Umfang im Stadtgebiet genutzt werden soll. Wir<br>
wollen für die Umsetzung solcher Modelle die rechtlichen Möglichkeiten der<br>
Bauordnung ausschöpfen und baugebietsbezogene Energiekonzepte erarbeiten, um den<br>
Anteil der erneuerbaren Energien in der Stadt deutlich zu erhöhen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.2 Energiewende vor Ort</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir erreichen unsere Klimaschutzziele nur, wenn wir unsere gesamte<br>
Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien umstellen und die Energie<br>
effizienter und sparsamer verwenden. Die Energiewende ist nicht nur eine Strom-,<br>
sondern gleichzeitig auch eine Mobilitäts- und Wärmewende. Deshalb müssen die<br>
einzelnen Bereiche miteinander vernetzt und Aufeinander abgestimmt werden.<br>
Dortmund bietet aufgrund seiner hohen Siedlungs- und Industriedichte dafür<br>
optimale Voraussetzungen: besonders die Kopplung von Wärme- und Stromproduktion<br>
sowie die Auskopplung und auch Nutzung von Wärme aus und für Produktionsprozesse<br>
in der Industrie. Projekte, wie die von der DEW21 jetzt angestoßene Umstellung<br>
der Dortmunder Wärmeversorgung auf dezentrale Wärmenetze („Innovative<br>
Quartierslösungen Nahwärme“), gehen in die richtige Richtung und müssen<br>
weitergedacht werden. Auch die Umstellung der Fernwärme von Dampf auf Heißwasser<br>
durch die DEW21 hat zum Ziel, ein Wärme-Verbundnetz zu schaffen. Dadurch können<br>
45.000 Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden.<br>
Die Stromversorgung der Zukunft soll nicht mehr nur in der Hand einiger weniger<br>
Großunternehmen liegen, sondern aus vielen kleinen Stromproduzent*innen<br>
bestehen. Die Bürger*innen- und Energiegenossenschaften werden zusammen mit dem<br>
kommunalen Energieversorger DEW21 die Energieerzeuger*innen der Zukunft und<br>
holen die Wertschöpfung in die Stadt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>100 % DEW21 in städtischer Hand</strong><br>
Wir wollen, dass zukünftig kein börsennotiertes Unternehmen bei der städtischen<br>
Energieversorgung mitbestimmt. Die DEW21 muss zu 100 Prozent der Stadt gehören,<br>
um den Ausbau der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen voranzutreiben, die<br>
energetische Modernisierung des Dortmunder Wohnungsbestands zu fördern, eine<br>
wirksame Energieberatung sicherzustellen und bei Neubauvorhaben nachhaltige<br>
Energieversorgungskonzepte umzusetzen.<br>
Im Jahr 2015 – 20 Jahre nach Gründung der DEW21 – wurde die Chance zur<br>
Kommunalisierung der Energieversorgung nicht genutzt. RWE blieb mit 39,1<br>
Prozent, diesmal sogar unbefristet, an DEW21 beteiligt. Der aktuelle Deal<br>
zwischen RWE und EON ermöglicht wegen des Besitzerwechsels der RWE-Anteile die<br>
Anwendung der „Change-of-Control-Klausel“ (Klausel zur Sonderkündigung). Dies<br>
bietet womöglich zum letzten Mal die Möglichkeit, dass die Stadt die Anteile des<br>
börsennotierten Partners übernimmt. Über die Zukunft von DEW21 muss eine<br>
öffentliche Debatte geführt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Beteiligung der Dortmunder*innen an der Energieversorgung</strong><br>
Wir wollen den Ausbau erneuerbarer Energien dezentral unter Beteiligung von<br>
Bürgerenergiegesellschaften und Energiegenossenschaften gezielt vorantreiben und<br>
so Klimaschutz und regionale Wertschöpfung zusammenbringen. Wir wollen uns dafür<br>
einsetzen, dass Mieter*innenstrommodelle unbürokratisch möglich werden. Auch auf<br>
Bundesebene kämpfen wir GRÜNE für die notwendigen gesetzlichen Änderungen, um<br>
die Umsetzung solcher Modelle einfacher zu gestalten.<br>
Wir brauchen auch eine grundlegende Stärkung der Windenergie. Dortmund ist eine<br>
dicht besiedelte Stadt. Durch die neuen Abstandsregelungen der schwarz-gelben<br>
Landesregierung gibt es vor Ort nur noch wenige Flächen, wo der Bau von<br>
Windrädern möglich ist. Deshalb wollen wir öffentliche Potenzialflächen zum<br>
Ausbau der Windenergie mit Bürger*innenbeteiligung vorhalten und gezielt<br>
Projekte unterstützen, die auf bereits versiegelten Flächen (Altlasten, Halden,<br>
Deponien) entstehen könnten. Gleiches gilt für Projekte auf Infrastrukturflächen<br>
sowie in Gewerbe- und Industriegebieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Öffentliche Gelder in nachhaltig handelnde Unternehmen investieren</strong><br>
Dortmund soll keine Gewinne mehr aus klimaschädlichen Finanzanlagen beziehen.<br>
Deshalb fordern wir GRÜNE, dass Verwaltung und städtische Töchter öffentliche<br>
Gelder nur in solche Unternehmen investieren, die auf nachhaltige und<br>
klimafreundliche Energiegewinnung setzen und sich grundlegenden ethischen<br>
Mindeststandards verpflichtet fühlen (Divestment). Dortmund setzt sich mit<br>
seinem Handlungsprogramm Klima Luft 2030 für umweltfreundliche Energieerzeugung,<br>
Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein. Dazu gehören auch die Finanzanlagen und<br>
Beteiligungen der Stadt und ihrer Töchter. Vor diesem Hintergrund fordern wir<br>
den Verkauf der RWE-Aktien und den Ausstieg aus der STEAG-Beteiligung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Natur- und Umweltschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Lebensqualität in unserer Stadt hängt maßgeblich von unserer Umwelt ab.<br>
Deshalb treten wir GRÜNE für die Entwicklung und den Erhalt der Grünflächen, der<br>
natürlichen und naturnahen Lebensräume im Stadtgebiet und für die naturnahe<br>
Gestaltung der Wasserläufe ein. Damit schaffen wir die Grundlagen, um im<br>
städtischen Raum das Artensterben zu verlangsamen und aufzuhalten. Wir sorgen<br>
für den Schutz der Menschen vor Lärm und Schadstoffen und wir haben den Schutz<br>
des Klimas im Blick. Der Klimawandel schreitet immer weiter voran, auch wenn das<br>
1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens erreicht werden sollte. Deshalb fordern<br>
wir neben Klimaschutzmaßnahmen auch gute Klimaanpassungskonzepte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir kämpfen gemeinsam mit den Initiativen gegen den Weiterbau der OW III a/L 663<br>
n, einer Umgehungsstraße quer durch ein Gebiet zwischen Kurl, Brackel, Asseln<br>
und Wickede, das der neue Landschaftsplan der Stadt Dortmund als besonders<br>
erhaltenswert bezeichnet, weil es einer der wenigen unzerschnittenen und<br>
lärmarmen Räume ist und das lokale Klima schützt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir setzen uns für den Erhalt von ökologisch wertvollen Flächen wie Rhader Hof,<br>
Wickede-West, Asseln-Süd, Groppenbruch und Buddenacker ein. Sie sollen im<br>
Landschaftsplan als Landschaftsschutzgebiete und im Flächennutzungsplan als<br>
Freiraum dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und wir wollen Naturschutzprojekte weiterentwickeln. Dazu gehören Blühflächen<br>
auf Dortmunds Dächern – nicht nur in Hitzeinseln –, in unseren Grünanlagen und<br>
am Straßen- und Ackerrand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.1 Natur und Arten schützen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Biologische Vielfalt und die Schaffung leistungsfähiger Grünstrukturen zur<br>
Reduktion von Feinstaub, zur Kühlung des städtischen Klimas und für eine bessere<br>
Versickerung von Regenwasser sind wichtige Funktionen von Grünflächen in der<br>
Stadt. Urbanes Grün übernimmt aber auch vielfältige soziale, gesundheitliche und<br>
wirtschaftliche Aufgaben und leistet einen zentralen Beitrag für die Sicherung<br>
und Verbesserung der Lebensqualität. Insbesondere in den Quartieren, wo Menschen<br>
mit geringem Einkommen leben, wo die Verdichtung größer ist, muss in den Aufbau<br>
und die Pflege von Grünflächen investiert werden. Dieser soziale Aspekt muss bei<br>
der Umsetzung bedacht werden. Dazu bedarf es nicht nur weiterer, verstärkter<br>
Aktivitäten im Dortmunder Naturschutz, sondern auch der Festlegung von mehr<br>
Wald- und Grünflächen im Flächennutzungsplan.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wirksame Konzepte zur Klimaanpassung</strong><br>
Starkregen, überflutete Straßen und immer häufiger extrem hohe Temperaturen:<br>
Längst hat der Klimawandel Dortmund erreicht. Für den Stadtbezirk Hörde wurde<br>
deshalb ein Konzept mit verschiedenen Maßnahmen zur Klimaanpassung beschlossen.<br>
Solche Konzepte müssen für alle anderen Stadtbezirke erarbeitet und<br>
schnellstmöglich umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Erhaltung siedlungsnaher Freiräume</strong><br>
Freiflächen dienen nicht nur Menschen als Erholungsraum, sondern sind wichtige<br>
Lebensstätten für Tiere und Pflanzen. Der Erhalt von Freiflächen wie Wickede-<br>
Westoder Rhader Hof ist ein wichtiger weicher Standortfaktor für die<br>
wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität der Stadt. Zusätzliche<br>
Bauflächen sollen deshalb möglichst auf ehemals genutzten Brachflächen<br>
realisiert werden. Naturnahe Freiräume sollen unter Berücksichtigung des<br>
Naturschutzes für die Menschen nutzbar und als Erholungsräume möglichst<br>
fußläufig erreichbar sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Vernetzung und den Ausbau unserer Grünzüge</strong><br>
Dafür werden wir den Schutz zusammenhängender Freiräume vorantreiben und den<br>
Biotopverbund erhalten und stärken. Dazu gehört auch, Flächen für den<br>
Naturschutz zu reservieren und Teilflächen sich selbst zu überlassen.<br>
Verbundkorridore zwischen den Naturschutzgebieten müssen zudem räumlich<br>
verbindlich definiert und in den Landschaftsplan aufgenommen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Erhalt der biologischen Vielfalt</strong><br>
Auf GRÜNEN Antrag hin, wurde für Dortmund die Entwicklung einer<br>
Biodiversitätsstrategie beschlossen. Damit wollen wir die Ziele der Kommunen für<br>
biologische Vielfalt, deren Gründungsmitglied Dortmund ist, vorantreiben. Vor<br>
dem Hintergrund des massiven Rückgangs von Insekten und der daraus<br>
resultierenden abnehmenden Vielfalt bei Vögeln müssen umgehend wirksame<br>
Maßnahmen ergriffen werden, um mehr Flächen naturverträglich zu nutzen. Dazu<br>
gehört unter anderem der vollständige Verzicht auf Pestizide, der Erhalt von<br>
Hecken, Natursteinmauern und Gehölzen sowie die Neuanlage von Kleingewässern.<br>
Das Verbot von Glyphosat auf städtischen Flächen und der Beschluss gegen<br>
Schottergärten in Neubaugebieten – beides Grüne Erfolge – sind ein Anfang. Doch<br>
das Thema muss auch im Landschaftsplan, der aktuell neu aufgestellt wird,<br>
verstärkt berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Forderung nach einem ökologischen Grünflächenkonzept</strong><br>
Wir wollen die Artenvielfalt von Flora und Fauna in der Stadt fördern. Dortmund<br>
wendet bereits für 30 Prozent der öffentlichen Wiesenflächen ein ökologisches<br>
und die Artenvielfalt steigerndes Pflegeprogramm an. Das neue Grünflächenamt<br>
soll in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden – analog zum „Label<br>
Stadtgrün“ – auch für städtische Flächen im Siedlungs- und Straßenraum ein<br>
naturnahes Grünflächenkonzept aufstellen. Dazu gehören neben Erhalt und Ausbau<br>
zusammenhängender Grünzüge und artenreicher Wildblumenwiesen auch mehr<br>
Streuobstwiesen und naturnahe Parkanlagen. Mit privaten Gartenbesitzer*innen und<br>
mit dem Verband der Kleingartendaueranlagen wollen wir in einen Dialog kommen<br>
und in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt Beratungsangebote zur ökologischen<br>
Gartengestaltung auflegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.2 Naturschutz ist Klimaschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Ziele sind der Erhalt und der Ausbau von Natur- und<br>
Landschaftsschutzgebieten sowie mehr Grün in der Stadt durch viele<br>
unterschiedliche Maßnahmen: grüne Inseln im Straßenraum, an Gebäuden und in<br>
Höfen, begrünte Dächer und Parkplätze in Gewerbegebieten, Fassadenbegrünung und<br>
mehr Bäume in den Straßen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Erhalt und die Erweiterung der vorhandenen Frischluftschneisen</strong><br>
Die Hitzesommer der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine gute Belüftung<br>
der Stadt ist. Dichte Bebauung, versiegelte Flächen, eine fehlende Durchgrünung<br>
sowie Abgase oder Abwärme erhöhen die Schadstoffe in der Luft.<br>
Frischluftkorridore sind deshalb für das Stadtklima und die Gesundheit der<br>
Menschen besonders wichtig. Bei Bauvorhaben muss deshalb der Erhalt von<br>
Belüftungsschneisen berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kein Weiterbau der OW III a/L 663</strong><br>
Wir wollen lärmarme und ungeteilte Landschaftsräume erhalten und vor weiteren<br>
Zerschneidungen durch Umgehungsstraßen schützen. Das gilt insbesondere für das<br>
Planungsgebiet der OW III a, das vom Umweltamt als wertvoll eingestuft und im<br>
Umweltplan der Stadt als Fläche mit der geringsten Belastung durch<br>
Straßenverkehrslärm ausgewiesen ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr Bäume für unsere Stadt</strong><br>
Die Pflanzung standortgerechter und an den Klimawandel anpassungsfähiger<br>
Laubbäume ist eine effektive Maßnahme zur Begrünung von Straßen und kommunalen<br>
Grünflächen. Bäume spenden Schatten, bieten Nistplätze für Vögel und tragen<br>
durch ihre Fähigkeit zur CO2-Bindung entscheidend zur Verbesserung des Klimas<br>
bei. Deshalb wollen wir die Zahl der Bäume in der Innenstadt erhöhen. Durch die<br>
Umgestaltung des Straßenraums und zusätzliche Standorte für Baumscheiben sollen<br>
zukünftig deutlich mehr Bäume Platz finden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Förderung von Fassaden-, Dach- und Gartenbegrünung</strong><br>
Begrünte Flächen sollen nicht nur in Hitzeinseln auf Dächern geplant werden,<br>
sondern in allen Bereichen der Stadt, auch in Gewerbegebieten.<br>
Hausbesitzer*innen wollen wir mit einer Informationskampagne von der<br>
energiesparenden und klimaschützenden Begrünung der Dächer oder Fassaden ihrer<br>
Häuser überzeugen. In Neubaugebieten sollen Gründächer im Sinne der<br>
Klimafolgeanpassung grundsätzlich verbindlich werden, um für eine bessere<br>
Versickerung des Regenwassers und zur Verbesserung des Mikroklimas zu sorgen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Mehr naturpädagogische Initiativen</strong><br>
Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen die Natur vor der Haustür erfahren<br>
können, um einen positiven Bezug zu ihrem Erhalt zu gewinnen. Neben dem auf<br>
GRÜNE Initiative hin beschlossenen Schulgärtenprogramm und dem Schulbiologischen<br>
Zentrum setzen wir uns für weitere Angebote zur Nachhaltigkeitsbildung ein (s.<br>
auch Kapitel Bildung).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Ausbau von Gemeinschaftsgärten und Urban-Gardening-Projekten</strong><br>
Urbane Gärten werden wir in ihren wichtigen gemeinnützigen, sozialen und<br>
ökologischen Funktionen stärken. Wir unterstützen Initiativen, die ungenutzte<br>
Orte als Bürger*innengärten gestalten möchten. Die Beratung zu möglichen Flächen<br>
und Hilfestellungen für Bürger*innen bei der Koordination und Einrichtung von<br>
Gemeinschaftsgärten und Urban-Gardening-Projekten sollen Bestandteil von<br>
Quartiersmanagement sein.<br>
Die Rückkehr der Nutzgärten in die Stadt liegt uns am Herzen. Wir unterstützen<br>
deshalb Projekte wie die „UrbanOase” im Unionviertel und Permakultursysteme wie<br>
den UmweltKulturpark in Dortmund-Barop. Dazu gehört aber auch die Förderung<br>
kleinräumiger, landwirtschaftlich genutzter Flächen wie die SoLawi, Kleingärten<br>
und Grabeland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Begrünung von Gewerbegebieten und Gewerbeflächen</strong><br>
Gewerbeflächen bieten große Potenziale für eine ökologische Aufwertung. Durch<br>
eine naturnahe Gestaltung des Firmengeländes lassen sich Bereiche mit einer<br>
hohen Aufenthaltsqualität für Mitarbeitende und zur Verbesserung des Stadtklimas<br>
schaffen. Zusätzliche Baum- und Heckenpflanzungen filtern Luftschadstoffe,<br>
insektenfreundliche Beleuchtung kann die Lichtverschmutzung minimieren,<br>
Fassadenbegrünung den Energieverbrauch senken. Die Anlage von Grünzügen<br>
innerhalb von Gewerbegebieten eröffnet zudem die Möglichkeit, die entsprechenden<br>
Maßnahmen in ein gesamtstädtisches Grünordnungskonzept einzubinden. Unternehmen,<br>
die ihre Gewerbeflächen und Gebäude zum Beispiel durch den Bau von Anlagen zur<br>
Rückhaltung bzw. zur Versickerung von Niederschlagswasser aufwerten, wollen wir<br>
unterstützen. Sie können bei den Kosten für die Abwassergebühr entlastet werden.<br>
Ein*e im Umweltamt angesiedelte Gewerbegebietsmanager*in kann Unternehmen über<br>
die Veränderungsmöglichkeiten in Richtung Nachhaltigkeit beraten sowie Lösungen<br>
zusammen mit den Fachämtern der Verwaltung entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nachhaltige Forstwirtschaft</strong><br>
Wir wollen eine Forstwirtschaft, die sich stärker an „natürlichen<br>
Waldgesellschaften“ orientiert, damit auch unsere Wirtschaftswälder anpassungs-<br>
und widerstandsfähiger werden. Dazu gehört, dass sich heimische Baumarten durch<br>
natürliche Aussaat vermehren können und mehr Altbäume an unbedenklichen<br>
Standorten erhalten bleiben. Um die biologische Vielfalt im Wald zu fördern, ist<br>
die Fläche zu erweitern, auf der Totholz als Lebensraum zahlloser Insekten und<br>
Pilze im Wald belassen wird. Der „Urwald-Anteil“ im städtischen Wald muss<br>
deshalb auf mindestens 10 Prozent erhöht werden.<br>
Besondere Belastungen des forstwirtschaftlich genutzten Waldes durch<br>
Hitzeschäden müssen bei anstehender Holzentnahme und im Betriebsplan frühzeitig<br>
Berücksichtigung finden. Ebenso sollen möglichstbodenschonende Ernteverfahren<br>
genutzt werden. In diesem Sinne ist unter Einbeziehung der Naturschutzverbände<br>
und der Öffentlichkeit das Waldpflegekonzept der Stadt von 1993 zu überarbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Nachhaltigen Umbau der Landwirtschaft</strong><br>
Die landwirtschaftlichen Flächen in Dortmund haben sich seit 1950 fast halbiert.<br>
Die verbliebenen Flächen sind aus Gründen des Landschaftsschutzes und der<br>
Nahversorgung mit Nahrungsmitteln unbedingt zu erhalten. Die Stadt als<br>
Verpächterin des größten Teils der landwirtschaftlichen Flächen muss mit<br>
langfristigen Pachtverträgen die Umstellung auf Ökolandwirtschaft fördern.<br>
Insbesondere in Randbereichen von Naturschutzgebieten müssen aber schon jetzt<br>
Ackerrandstreifen als ökologisch bewirtschaftete Pufferzonen verbindlich werden<br>
und das bisher auf städtische Flächen beschränkte Glyphosatverbot muss auf alle<br>
landwirtschaftlichen Flächen ausgeweitet werden.<br>
Landwirtschaftliche Flächennutzung darf nicht als Zwischenlösung auf dem Weg zur<br>
Nutzung für Wohn- und Gewerbebebauung verstanden werden. Sie ist ein wichtiger<br>
Teil regionaler Lebensmittelproduktion und -versorgung. Wir setzen uns dafür<br>
ein, dass Produkte regional vermarktet werden, beispielsweise auf den Dortmunder<br>
Wochenmärkten. Außerdem wollen wir regionale Vertriebsstrukturen wie das<br>
Ökonetzwerk Dortmund oder Ernährungsräte fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.3 Umweltschutz für jede*n</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Umwelt, in der wir leben, wird durch unser Verhalten beeinflusst. Ob<br>
Wasserqualität, Lärm- und Luftbelastung oder auch der zunehmende (Plastik-)Müll:<br>
Wir können auch als Einzelne etwas dafür tun, dass die Belastungen in unserem<br>
direkten Umfeld geringer werden, indem wir zum Beispiel nicht verbrauchte<br>
Medikamente in die Apotheke bringen oder auch beim Coffee-to-go auf Mehrweg<br>
setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Den Schutz von sauberem Wasser</strong><br>
Nach Angaben des Umweltbundesamtes gelangen Schwermetalle,<br>
Medikamentenrückstände und auch Mikroplastik verstärkt über das kommunale<br>
Abwasser in unsere Flüsse und Gewässer. Das Trinkwasser in Dortmund hat eine<br>
sehr gute Qualität, dies muss auch für das Abwasser gewährleistet sein. Wir<br>
setzen uns im Sinne des Vorsorgeprinzips für eine bessere Aufklärung von<br>
Landwirt*innen und Verbraucher*innen ein.<br>
Die Einführung der 4. Reinigungsstufe soll in allen städtischen Kläranlagen<br>
erfolgen. Um gegen illegale Abwassereinleitungen vorzugehen, fordern wir – in<br>
Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft – mehr Kontrollen für die<br>
renaturierten Bäche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Reduzierung von Müll in der Stadt</strong><br>
Wir produzieren immer mehr Müll, nicht nur global, sondern auch in Dortmund.<br>
Deshalb haben wir uns schon vor langer Zeit für Pfandsysteme bei<br>
Großveranstaltungen in der Stadt eingesetzt. Auch für die Einführung eines<br>
stadtweiten Mehrwegsystems für Coffee-to-go-Becher haben wir uns stark gemacht.<br>
Ein Konzept dafür ist die Verwaltung allerdings weiterhin schuldig.<br>
Zudem wollen wir ein regelmäßiges Angebot für eine kostenlose die Sperrmüll-<br>
Entsorgung, damit weniger Müll illegal in der Stadt oder in der Natur entsorgt<br>
wird. Dies wurde bisher von der Mehrheit im Rat immer wieder abgelehnt.<br>
Pfandringe und -kästen in öffentlichen Parkanlagen sowie die Installation von<br>
sog. Ballot Bins (Aschenbechern für Zigarettenstummel) sind ergänzende<br>
Maßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Reduzierung von Feuerwerken und die Ausweitung von Feuerwerksfreien Zonen</strong><br>
Dortmund hat schon jetzt Bereiche am Hauptbahnhof und auf dem Westenhellweg an<br>
Silvester zur feuerwerksfreien Zone erklärt, um die Sicherheit für Besucher und<br>
Besucherinnen der Dortmunder Innenstadt zu erhöhen. Wir setzen uns für die<br>
Ausweitung dieser Zonen auf besonders sensible Bereiche der Stadt, wie zum<br>
Beispiel den Zoo, ein. Insgesamt sollen zukünftig weniger Feuerwerke<br>
stattfinden, sowohl im Sinne des Tierschutzes als auch zur Reduzierung der CO2-<br>
und Feinstaubbelastung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Tierschutz</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit 2002 steht der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz. Dennoch spielt<br>
Tierschutz gerade in der Kommunalpolitik oft eine nachrangige Rolle. Das hat<br>
sich auch in der langjährigen Diskussion um eine Katzenschutzverordnung gezeigt,<br>
die inzwischen dank der Hartnäckigkeit von Tier- und Katzenschutzvereinen mit<br>
unserer Unterstützung eingeführt worden ist. Wir wollen in Dortmund den Schutz<br>
von Nutztieren sowie von Wild- und Haustieren stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün wählen für:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rettet die Insekten - Lebensraum schützen</strong><br>
Der Lebensraum von Wildtieren, insbesondere von Vögeln und Insekten, wird auch<br>
in Dortmund immer kleiner. Auch in Dortmund sind Tier- und Pflanzenarten bereits<br>
in ihrem Bestand deutlich zurückgegangen. Besonders Insekten sind davon stark<br>
betroffen. Dieser Rückgang geht einher mit dem Rückgang blühender Wiesen und<br>
anderer natürlicher Lebensräume, die Insekten für Nahrung und Fortpflanzung<br>
benötigen. Darunter leiden auch alle Insektenfresser, allen voran viele<br>
Vogelarten.Dieser Rückgang ist ein Verlust unserer Lebensqualität und eine<br>
konkrete Gefahr fürunsere Zukunft. Wir setzen uns dafür ein, den Rückgang der<br>
Arten mit geeigneten Maßnahmen aufzuhalten. Auf städtischen Flächen wollen wir<br>
einen vogel- und insektenfreundlichen Gartenbau stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Artenschutzfachliche Berater*innen</strong><br>
Viele Flächen sind von Baumaßnahmen bedroht, gerade auch durch dringend<br>
notwendigenWohnungsbau. Das führt zu weiterem Verlust notwendiger Flächen für<br>
die Artenvielfalt. Wir wollen künftig bei städtebaulichen Wettbewerben<br>
artenschutzfachliche Berater*innen hinzuziehen, um bei der Neugestaltung von<br>
städtischen Flächen auch den Tierschutz angemessen zu berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Dortmunder Zoo</strong><br>
Im Dortmunder Zoo setzen wir auf eine artgerechte Haltung aller Tierarten. Im<br>
Rahmen der Bildungsaufgabe des Zoos wollen wir Tierschutz, Biodiversität und<br>
Artenschutz stärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Dortmunder Tierschutzzentrum</strong><br>
Über 1.000 Tiere werden jährlich im Dortmunder Tierschutzzentrum / Tierheim<br>
aufgenommen. Viele Tiere werden gefunden, aber nicht wieder abgeholt. Steigend<br>
ist die Zahl von Tieren, die zur Notpflege abgegeben werden, sowie die Zahl der<br>
Welpen,die illegal im Ausland gekauft wurden. Sie haben oft keine Impfungen oder<br>
ungültige Gesundheitszertifikate und müssen aus tierseuchenrechtlichen Gründen<br>
in Quarantäne genommen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass das Tierheim ein<br>
tragfähiges Konzept bekommt, das auf die stetig wachsenden Herausforderungen wie<br>
die Zunahme der Abgabetiere und den Welpenhandel besser reagieren kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wildtiere schützen</strong><br>
Wildtiere gehören nicht in die Zirkusmanege, denn sie stellen besonders hohe<br>
Ansprüche an ihre Haltung und Unterbringung. In einem Zirkusunternehmen ist eine<br>
verantwortbare Haltung von Wildtieren grundsätzlich nicht möglich. In<br>
Deutschland sind Elefanten, Tiger, Bären und viele andere Wildtiere weiterhin<br>
gezwungen, fragwürdige Kunststücke in der Manege vorzuführen – ein unhaltbarer<br>
Zustand, den andere Länder längst verändert haben. Wir setzen uns für kommunale<br>
Regelungen ein, damit Zirkusse in Dortmund künftig nur wildtierfreie Shows<br>
zeigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Keine Werbung für Trophäenjagden</strong><br>
Legale Trophäenjagden sind ein wesentlicher Faktor für den Rückgang bestimmter<br>
Wildtierarten. Selbst die Tötung bedrohter und international geschützter Arten<br>
wie Löwen, Leoparden, Eisbären, Nashörner oder Elefanten ist Teil solcher<br>
Angebote. Allein in Afrika erlegen 18.000 Großwildjäger aus dem Ausland jedes<br>
Jahr über 100.000 Wildtiere und reduzieren damit die Tierwelt in erheblichem<br>
Ausmaß. Wir unterstützen das Anliegen von Tierschutzorganisationen, zukünftig<br>
auf der Messe „Jagd &amp; Hund“ oder bei anderen Messeprogrammen in den<br>
Westfalenhallen keine Anbieter mehr von Trophäenjagden zuzulassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Kommunale/r Tierschutzbeauftragte/r</strong><br>
Um den Tierschutz in Dortmund weiter zu stärken und die Arbeit der im Tierschutz<br>
tätigen Organisationen und Behörden besser zu vernetzen, setzen wir uns für die<br>
Ernennung eines/einer Tierschutzbeauftragten ein. Der/Die Tierschutzbeauftragte<br>
steht außerdem in Tierschutzfragen als Ansprechpartner*in für die Bürgerinnen<br>
und Bürger zur Verfügung und soll durch gezielte Informations- und<br>
Aufklärungskampagnen mehr Bewusstsein für die Bedeutung des Tierschutzes<br>
schaffen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 21 Apr 2020 11:07:19 +0200</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: Natur- und Umweltschutz</title>
                        <link>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/motion/20309</link>
                        <author>Katrin Lögering</author>
                        <guid>https://WaProGJDo.antragsgruen.de/WaProGJDo/motion/20309</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Text</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Grün ist... </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... Natur und Umweltschutz in den Vordergrund stellen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Natur- und Umweltschutz in den Vordergrund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir schützen die Umwelt, um Dortmund zu einer noch lebenswerteren Stadt zu machen.<br>
Deswegen kämpfen wir für den Erhalt von Natur und Artenvielfalt.<br>
Sowie für Lebensräume, den Schutz von Tieren und für nachhaltig erzeugte Lebensmittel.<br>
Die letzen Hitzesommer haben gezeigt, es ist höchste Zeit für grüne Ideen.<br>
Natur- und Umweltschutz dürfen nicht nur begleitend mitgedacht werden, sondern müssen die Grundlage jeder Entscheidung sein.<br>
Es ist Zeit Industrie, Wirtschaft und Umwelt nicht weiter als Widerspruch zusehen, sondern mit modernen grünen Konzepten zusammenzuführen.<br>
Gemeinsam können wir, die vielfältige Natur und Umwelt in Dortmund auch für die Zukunft erhalten!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Mehr Grün für Dortmund</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Ziele sind der Erhalt und der Ausbau von Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie mehr Grün in der Stadt. Da sie wichtige Lebensstätten für Tiere und Pflanzen sind und als Erholungsraum entscheidend zur Lebensqualität beitragen. Naturnahe Freiräume sollen unter Berücksichtigung des Naturschutzes allen Menschen möglichst fußläufig zugänglich sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher setzten wir uns für den Erhalt von Flächen wie Rhader Hof, Wickede-West, Asseln-Süd, Groppenbruch und Buddenacker ein. Sie sollen im Landschaftplan als Landschaftsschutzgebiete und im Flächennutzungsplan als Freiraum dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir kämpfen gemeinsam mit Initiativen gegen den Weiterbau der OW III a/L 663, einer Umgegehungsstraße die quer durch eine der wenigen unzerschnittenen Grünflächen geführt werden soll, obwohl die Fläche entscheidend zum lokalen Klima beiträgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Straßenraum braucht es mehr grüne Inseln, statt versiegelter Fläche um Dortmund den Anforderungen des Klimawandels anzupassen. Es benötigt mehr Fassaden- und Dachbegrünung, mehr Pflanzen auf Parkplätzen und in Gewerbegebieten statt grauem Beton. Natürliche und naturnahe Flächen tragen wesentlichen zu einem guten Stadtklima bei, sie können Schadstoffe aus der Luft filtern, den Energieverbrauch senken und wirken dem Insektensterben entgegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher wollen wir Grünzüge weiter vernetzen und ausbauen, Flächen für den Naturschutz reservieren und Teilflächen sich selbst überlassen. Verbundkorridore zwischen Naturschutzgebieten müssen verbindlich definiert und in den Landschaftsplan aufgenommen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dortmund benötigt ein ökologisches Grünflächenkonzept für städtische Flächen im Siedlungs- und Straßenraum. Hierzu gehören neben Erhalt und Ausbau von artenreichen Wildblumenwiesen auch mehr Streuobstwiesen und naturnahe Parkanlagen. Für Gartenbesitzer*innen soll im Umweltamt ein Beratungsangebot geschaffen werden, um die Einrichtung von ökologischen Gartenflächen zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen ein Grünordnungskonzept, dass Unternehmen unterstützt die ihre Gewerbeflächen und Gebäude begrünt. Ein*e im Umweltamt angesiedelte Gewerbegebietsmanager*in kann Unternehmen über die Veränderungsmöglichkeiten in Richtung Nachhaltigkeit beraten, sowie Lösungen zusammen mit den Fachämtern der Verwaltung entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Saubere Luft für alle</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feinstaub tötet jährlich mehrere hunderttausend Menschen und kann zu Allergien und Lungenerkrankungen führen. Die Einhaltung der EU-Feinstaubgrenzwerte ist nicht nur eine Frage des Umweltschutzes sondern auch eine der sozialen Gerechtigkeit, da häufig Menschen mit niedrigen Einkommen in besonders belasteten Gebieten wohnen. Wir kämpfen gegen jede Art von gesundheitsschädigenden und Krebsfördernden Schadstoffemissionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dazu fordern wir mehr Grünflächen im Innenstadtbereich und einen konsequenteren Baumschutz gegenüber Baummaßnahmen, sowie die Neubepflanzung von leeren Baumscheiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vorhanden Frischluftschneise müssen erhalten und erweitert werden. Neben der Bedeutung für die Gesundheit sind diese auch entscheidend für das Stadtklima. Dies muss bei Bauvorhaben zwingend berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feuerwerksfreie Zonen müssen ausgeweiteten und die Anzahl der jährlichen Feuerwerke reduziert werden, sowohl im Sinne des Tierschutzes als auch zur Reduzierung der CO2- und Feinstaubbelastung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Sauberes Wasser zu schützen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach Angaben des Umweltbundesamtes gelangen Schwermetalle, Medikamentenrückstände und auch Mikroplastik verstärkt über das kommunale Abwasser in unsere Flüsse und Gewässer. Das Trinkwasser in Dortmund hat eine sehr gute Qualität, dies muss auch für das Abwasser gewährleistet sein, damit dies so bleibt. Wir setzen uns im Sinne des Vorsorgeprinzips für eine bessere Aufklärung von Landwirt*innen und Verbraucher*innen ein. Die Einführung der 4. Reinigungsstufe soll in allen städtischen Kläranlagen erfolgen. Um gegen illegale Abwassereinleitungen vorzugehen, fordern wir – in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft – mehr Kontrollen über die renaturierten Bäche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Damit es Nachts auch dunkel wird</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viele Menschen empfinden nachts eine Belästigung durch zu viel unruhiges und zu buntes Licht, dies kann sich negativ auf den Schlaf und somit auf die Gesundheit auswirken. Dazu schadet grelle Beleuchtung vielen Tier- und Insektenarten. Wir möchten grelle Leuchtreklamen und die Beleuchtung von Gebäuden reduzieren und Insektenfreundlich Straßenbeleuchtung einführen, die eine ausreichende Beleuchtung von Gehwegen gewährleistet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Nachhaltigkeit zum mitmachen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beim Umwelt- und Naturschutz können alle mitmachen, schon mit kleinen Maßnahmen können große Verbesserungen erzielt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass bereits Kinder und Jugendliche Natur vor der Haustür erleben können, um einen positiven Bezug zu ihrem Schutz zu gewinnen. Neben dem auf GRÜNE Initiative hin beschlossenen Schulgärtenprogramm und dem Schulbiologischen Zentrum setzen wir uns für weitere Angebote zur Nachhaltigkeitsbildung ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir brauchen mehr Gemeinschaftsgärten und Urban-Gardening-Projekte. Urbane Gärten werden wir in ihren wichtigen gemeinnützigen, sozialen und ökologischen Funktionen stärken. Wir unterstützen Initiativen, die ungenutzte Orte als Bürger*innengärten gestalten möchten. Die Beratung zu möglichen Flächen und Hilfestellungen für Bürger*innen bei der Koordination und Einrichtung von Gemeinschaftsgärten und Urban-Gardening-Projekten sollen Bestandteil von Quartiersmanagement sein. Die Rückkehr der Nutzgärten in die Stadt liegt uns am Herzen. Wir unterstützen deshalb Projekte wie die „UrbanOase” im Unionviertel und Permakultursysteme wie den UmweltKulturpark in Dortmund-Barop. Dazu gehört aber auch die Förderung kleinräumiger, landwirtschaftlich genutzter Flächen wie die SoLawi, Kleingärten und Grabeland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um einen einfachen Einstieg für alle Bürger*innen zu schaffen wollen wir Dortmund zu einer „essbaren Stadt“ gestalten. Aus Parkanlagen sollen durch die Bepflanzung mit essbaren Pflanzen begehbare Obst- und Gemüsegärten werden. Dies fördert Bürger*innenbeteiligung und schafft einen einfachen Zugang für jede*n zu frischen, regionalen und gesunden Lebensmitteln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Artenvielfalt bewahren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor dem Hintergrund des Insektensterbens und der daraus resultierenden abnehmenden Vielfalt von Vögeln müssen umgehend wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt braucht es ein umfassendes Konzept. Auf GRÜNEN Antrag hin, wurde für Dortmund die Entwicklung einer Biodiversitätsstrategie beschlossen. Dazu gehört unter anderem der vollständige Verzicht auf Pestizide, der Erhalt von Hecken, Natursteinmauern und Gehölzen sowie die Neuanlage von Kleingewässern. Das Verbot von Glyphosat auf städtischen Flächen und der Beschluss gegen Schottergärten in Neubaugebieten – beides GRÜNE Erfolge – sind ein Anfang. Doch das Thema muss auch im Landschaftsplan verstärkt berücksichtigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Forstwirtschaft muss nachhaltiger werden um den Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten zu sichern. Wir wollen eine Forstwirtschaft, die sich stärker an „natürlichen Waldgesellschaften“ orientiert, damit auch unsere Wirtschaftswälder anpassungs- und widerstandsfähiger werden. Dazu gehört, dass sich heimische Baumarten durch natürliche Aussaat vermehren können und mehr Altbäume an unbedenklichen Standorten erhalten bleiben. Um die biologische Vielfalt im Wald zu fördern, ist die Fläche zu erweitern, auf der Totholz als Lebensraum zahlloser Insekten und Pilze im Wald belassen wird. Besondere Belastungen des forstwirtschaftlich genutzten Waldes durch Hitzeschäden müssen bei anstehender Holzentnahme und im Betriebsplan frühzeitig Berücksichtigung finden. Ebenso sollen möglichst bodenschonende Ernteverfahren genutzt werden. In diesem Sinne muss das Waldpflegekonzept unter Einbeziehung der Naturschutzverbände und der Öffentlichkeit der Stadt von 1993 überarbeitet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch im Stadtbereich benötigen wir mehr an den Klimawandel angepasste Laubbäume, um Lebensräume für Vögel und Insekten zu bieten, hinzu kommt das Bäume Schatten spenden und CO2 binden können. Durch konsequente Umgestaltung der Straßenzüge wollen wir neuen Platz für Bäume finden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Klimawandelanpassung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wirksame Konzepte zur Klimaanpassung sind notwendig. Starkregen, überflutete Straßen und immer häufiger extrem hohe Temperaturen: Längst hat der Klimawandel Dortmund erreicht. Für den Stadtbezirk Hörde wurde deshalb ein Konzept mit verschiedenen Maßnahmen zur Klimaanpassung beschlossen. Solche Konzepte müssen für alle anderen Stadtbezirke erarbeitet und schnellstmöglich umgesetzt werden. Ein wichtiges Thema für die Zukünftige Stadtentwicklung ist hierbei auch ein vorbeugender Überflutungsschutz um sowohl die Natur als auch die Siedlungsflächen langfristig vor den Klimaauswirkungen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... </strong><strong>Nachhaltige Landwirtschaft - Gute Lebensmittel</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen den Umbau der Landwirtschaft fördern. Die landwirtschaftlichen Flächen in Dortmund haben sich seit 1950 fast halbiert. Die verbliebenen Flächen sind aus Gründen des Landschaftsschutzes und der Nahversorgung mit Nahrungsmitteln unbedingt zu erhalten. Die Stadt als Verpächterin des größten Teils der landwirtschaftlichen Flächen muss mit langfristigen Pachtverträgen die Umstellung auf Ökolandwirtschaft fördern. Insbesondere in Randbereichen von Naturschutzgebieten müssen aber schon jetzt Ackerrandstreifen als ökologisch bewirtschaftete Pufferzonen verbindlich werden und das bisher auf städtische Flächen beschränkte Glyphosatverbot muss auf alle landwirtschaftlichen Flächen ausgeweitet werden. Landwirtschaftliche Flächennutzung darf nicht als Zwischenlösung auf dem Weg zur Nutzung für Wohn- und Gewerbebebauung verstanden werden. Sie ist ein wichtiger Teil regionaler Lebensmittelproduktion und -versorgung. Wir setzen uns dafür ein, dass Produkte regional vermarktet werden, beispielsweise auf den Dortmunder</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wochenmärkten. Außerdem wollen wir regionale Vertriebsstrukturen wie das Ökonetzwerk Dortmund oder Ernährungsräte fördern. Wir fordern, dass an Schulen, in öffentlichen Kantinen und beim Klinikum vermehrt regionale und saisonale Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>... ist Müllvermeidung und </strong><strong>Weg mit dem Müll </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Müll in der Stadt muss reduziert werden. Wir produzieren immer mehr Müll, nicht nur global, sondern auch in Dortmund. Deshalb haben wir uns schon vor langer Zeit für Pfandsysteme bei Großveranstaltungen in der Stadt eingesetzt. Auch für die Einführung eines stadtweiten Mehrwegsystems für Coffee-to-go-Becher haben wir uns stark gemacht. Ein Konzept dafür ist die Verwaltung allerdings weiterhin schuldig. Auf Flächen der Stadt und bei ihren Beteiligungen wie den Westfalenhallen muss zukünftig auf Einweggeschirr verzichtet werden. Wir setzen uns weiterhin für Pfandsysteme bei Stadtfesten und Coffee-to-go Bechern ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Stadt ohne Sperrmüll auf der Straße ist lebenswert, deswegen möchten wir eine kostenlose Sperrmüllentsorgung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiteres Problem sind weggeschmissene Lebensmittel. Wir möchten aus diesem Grund, dass städtische Betriebe Verboten wird, dass keine Lebensmittel mehr verschwendet werden und hier Kooperationen, wie z. B. mit Foodsharing oder der Dortmunder Tafel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem wollen wir ein regelmäßiges Angebot für eine kostenlose die Sperrmüll- Entsorgung, damit weniger Müll illegal in der Stadt oder der Natur entsorgt wird. Dies wurde bisher von der Mehrheit im Rat immer wieder abgelehnt. Pfandringe und -kästen in öffentlichen Parkanlagen sowie die Installation von sog. Ballot Bins (Aschenbechern für Zigarettenstummel) sind ergänzende Maßnahmen. Nicht verwendete gute Lebensmiteln aus den städtischen Betrieben dürfen nicht im Müll landen. Hier wollen wir dafür sorgen, dass diese an gemeinützige Organisationen wie FoodSharing oder die Dortmunder Tafel übergeben werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Es ist Zeit</strong><strong> für</strong><strong>... </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Erhalt und konsequenten Ausbau von Grünflächen zum Schutz von Menschen, Tieren und Pflanzen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Saubere Luft für alle - Maßnahmen gegen Feinstaub müssen ergriffen werden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Konsquente Überwachung und bessere Reinigung des Abwassers</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mehr Umweltschutzangebote zum mitmachen: Urban Gardening, &quot;Essbare Stadt&quot; Dortmund, Naturpädogische Initiativen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Den Schutz der Artenvielfalt durch Nachhaltige Forstwirtschaft, mehr Bäumen in der Stadt und ein konsequentes Biodiversitätskonzept</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>ein stadtweites Konzept zur Klimawandelanpassung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Nachhaltige Landwirtschaft und gute, regionale Lebensmittel</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>weniger Müll</li></ul></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 20 Mar 2020 20:09:57 +0100</pubDate>
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